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„So schnell die Finanz- zur globalen Wirtschaftskrise wurde, so schnell scheint sie auch schon wieder überwunden“, ein Satz, der oft auf der Fachpack zu hören war. Es schien in Nürnberg fast so zu sein, als hätte es das letzte Jahr nicht gegeben. Der Run auf die Messe war wider Erwarten groß, die Aussteller höchst zufrieden. Und schon werden die alten Probleme zu neuen: Viele ausstellende Unternehmer klagten bereits über fehlende Fachkräfte im Auftragsboom.

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Annähernd 35.400 Fachbesucher lockte das Messetrio Fachpack, Logintern und Printpack in die alte fränkische Reichsstadt. Damit legte die Messe zu Beginn ihres vierten Lebensjahrzehnts an allen wichtigen Stellen leicht zu: Bei den Ausstellern um knapp ein Prozent auf 1.350, in der Fläche um zwei Prozent auf 49.111 m², beim Besuch sind es gut 4 Prozent. Damit ist diese Ausstellung längst zu einer der wichtigsten europäischen Fachmessen für Verpackung geworden. „Unterstützt von der anziehenden Konjunktur verstärkte die Fachpack 2010 die positiven Signale für die Verpackungsbranche. Der Investitionsstau löst sich auf. So zeigte das Stimmungsbarometer in unseren Messehallen sonnige Aussichten!“, bilanzierte ein zufriedener Rolf Keller, Mitglied der NürnbergMesse-Geschäftsleitung.

Das „Thema“: Nachhaltigkeit

Wie ein roter Faden durchzog das Thema Nachhaltigkeit im ökologischen, ökonomischen und sozialen Sinne die diesjährige Messe. Vom Angebot der Aussteller über das Forum Wellpappe, den Deutschen Verpackungspreis bis zur Sonderschau „Nachhaltig produzieren und verpacken“ war das Thema in den Hallen stets präsent. 20 Firmen aus den Bereichen Technologie, Packmittelproduktion, Verpackungslogistik und Recycling vermittelten auf ein Sonderfläche von 1.200 m² praxisnah, mit welchen Neuheiten sie sich den Herausforderungen von Klimawandel und knapperen Ressourcen stellen und wie Besucher diese in ihren Unternehmen umsetzen können. Und bereits am Vorabend des ersten Fachpack-Tages erfuhren die Teilnehmer Eröffnungsfeierlichkeiten von Dr. Hans-Georg Häusel, Diplom-Psychologe und Vorstand der Gruppe Nymphenburg Consult, München: „Was keine Emotionen auslöst, ist wertlos“. Sein Crashkurs in Sachen Kaufverführung machte eines klar: Der rational handelnde „homo oeconomicus“ ist eine Mär. Die Aussteller der Fachpack zogen etwa 6.500 internationale Gäste an. Diese kamen aus den Nachbarländern Österreich, Schweiz, Tschechische Republik, Niederlande, Italien, Polen und Frankreich. Deutsche wie internationale Besucher sind vor allem in den Branchen Druck/Papier/Pappe, Nahrung/Genuss, Kunststoff, Chemie, Pharma/ Kosmetik, verpackungs- bzw. logistiknahe Dienstleistungen, Automobilbau und -zulieferung sowie Elektrogeräte/Komponenten tätig. 90 % der Fachpack-Besucher nehmen in ihren Unternehmen Einfluss auf Beschaffungsentscheidungen, so das Befragungsergebnis eines unabhängigen Instituts. Mehr als jeder zweite Besucher (52 %, Mehrfachnennungen) interessierte sich für Packstoffe und Packmittel, 46 % für Verpackungsmaschinen, gefolgt von Packhilfsmitteln (29 %), Kennzeichnungs- und Markierungstechnik (18 %), Verpackungsveredelung auf der Printpack (15 %), Verpackungslogistik auf der Logintern (14 %), Verpackungsrecycling (12 %), Dienstleistungen (11 %), Kontroll- und Prüfgeräte (9 %) sowie Arbeits- und Umweltschutztechniken (5 %). Befragt nach den Besuchsgründen steht die Information über Neuheiten an erster Stelle (52 %). Marktorientierung, Erfahrungsaustausch und Weiterbildung, Pflege und Anbahnung von Geschäftskontakten sowie Konkurrenzbeobachtung folgen. Mehr als jeder Fünfte bereitet auf der Fachpack seine Investitionsentscheidungen vor oder nimmt Einfluss auf die Produktentwicklung (14 %). _

 

  • Volle Gänge, volle Hallen: Die Fachpack lockte mit einem breiten Ausstellerspektrum über 35.000 Besucher an. Die Verpackungsbranche boomt und die weltweite Finanzkrise scheint überwunden. Nachhaltigkeit war das Thema auf der Messe, auf Nachhaltigkeit setz

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