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Material- und Ressourceneffizienz bei Getränkedosen aus Aluminium

Verpackungen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Ohne sie wäre es nicht möglich, Lebensmittel und Getränke sicher – vor physischen oder auch chemischen Einwirkungen – zu transportieren. Gleichzeitig ist das Thema Lebensmittelverpackung in der Öffentlichkeit Gegenstand von zum Teil sehr emotional geführten Diskussionen. In der Regel stehen dabei der Energie- und Ressourcenverbrauch sowie der anfallende Verpackungsmüll im Mittelpunkt der Diskussion.

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Der Getränkedosenhersteller Rexam Beverage Can verfolgt bereits seit 1991 eine Umweltpolitik mit der Zielsetzung, den Verbrauch von nicht erneuerbaren Ressourcen zu reduzieren und damit den eigenen Umwelteinfluss zu verringern. Obwohl die Industrie weltweit immer mehr Getränkedosen produziert, sinkt der Wasser-, Strom- und Gasverbrauch in den Werken. Auch der Materialeinsatz pro Dose nimmt stetig ab. Um den CO2-Fußabdruck der Getränkedose zu verbessern, ist vor allem das Recycling wichtig. Deshalb unterstützt das Unternehmen entsprechende Initiativen, um die Wiederverwertung von Getränkedosen aus Aluminium und Stahl weiter voranzutreiben.

Ein geringerer Materialverbrauch im Rahmen der Getränke-
dosenproduktion steigert nicht nur die Effizienz, er ermöglicht auch Einsparungen bei den Kraftstoff- und Logistikkosten der gesamten Zulieferkette. Dazu Welf Jung, Vice President Sustainability Europe bei Rexam Beverage Can: „Zu den wichtigsten Aspekten unserer Arbeit gehört, Metall effizient zu verwenden – aus ökologischen sowie aus ökonomischen Gründen. 90 Prozent unserer Rohstoffkosten entfallen auf Metall. Alleine deshalb sind wir bestrebt, hier kontinuierlich Einsparungen zu realisieren. Dabei konzentrieren wir uns auf zwei Bereiche. Zum einen versuchen wir, die Dicke des Ausgangsmaterials zu reduzieren. Dieses sogenannte ‚Downgauging‘ führt dazu, dass wir mehr Ronden und damit mehr Dosen aus einem Kilogramm des angelieferten Metalls herstellen können. Dazu gehört auch, dass wir den Beschnitt und damit den Metallausschuss so klein wie möglich halten.“ Zum anderen konzentriert sich der Hersteller auf das Verringern des Dosengewichts, intern als ‚Lightweighting‘ bezeichnet. Hier geht es darum, die Wandstärke der Dose weiter zu verringern sowie Materialeinsparungen am Deckel zu realisieren. Insgesamt konnte der Produzent im Jahr 2011 mit diesen Maßnahmen in der Dosenfertigung im Vergleich zum Vorjahr 10.000 Tonnen Metall einsparen. Aktuell setzen Unternehmen beim Herstellen einer Aluminiumdose 30 Prozent weniger Material ein als noch vor 30 Jahren. Eine Dose ist heute dünner als ein menschliches Haar. Mit etwa 16 Gramm je 0,5-Liter-Dose und weniger als 13 Gramm je 0,33-Liter-Dose schlägt die Aluminiumdose andere Verpackungsformate in Sachen Gewicht. Und je leichter die Verpackung, desto weniger Energie verbraucht der Transport.

Energie sparen, Abfall vermeiden
Neben der Materialeffizienz ist der Energieverbrauch die nächste Größe, die die Umweltbilanz innerhalb der Produktion mitbestimmt. In Kombination mit einem effizienteren Management der Zulieferkette konnte das Unternehmen seine CO2-Gesamtbilanz von 1,06 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent in 2010 auf 1,00 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent in 2011 reduzieren. 2012 setzte der Hersteller noch einmal mehr als 500 Energiesparprogramme in den eigenen Getränkedosenwerken um. Durch Maßnahmen wie den Einsatz von LED-Leuchtmitteln in den Werken oder Wärmerück-
gewinnungssysteme konnte das Unternehmen seinen CO2-Ausstoß im vergangenen Jahr um weitere sechs Prozent senken. Obwohl der Wasserverbrauch des Getränkedosen-
herstellers eher gering ausfällt, kommen auch hier effiziente Strategien zum Einsatz. Die Werke verwenden das Abwasser, das beim Waschen der Dosen im Rahmen der Herstellung anfällt, mithilfe geschlossener Rückgewinnungssysteme wieder. Derzeit entwickelt das Unternehmen Programme, für einen noch geringeren Wasserverbrauch. Die Sammlung, Aufbereitung und Nutzung von Regenwasser ist ein Beispiel, das in Brasilien bereits erfolgreich umgesetzt wird. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Programme, die den Wasserverbrauch noch zusätzlich reduzieren sollen. In Brasilien realisierte der Getränkedosenhersteller bereits ein System, das das Sammeln, Aufbereiten und Nutzen von Regenwasser ermöglicht.

Wachsende Recyclingraten
In vielen Bereichen der produzierenden Industrie entstehen Abfälle – so auch bei der Herstellung von Getränkedosen. Der Hersteller trennt diesen anfallenden Müll in seinen Werken und erreicht hierdurch eine Recyclingrate von 95 Prozent. Das Unternehmen unterscheidet hier zwischen internen Prozessabfällen, beispiels-
weise Öle, Chemikalien und Rohstoffe, sowie externen Prozessabfällen wie Primär- und Sekundärverpackungs-
materialien. Speziell eingeführte Kennzahlen an allen Produktionsstandorten sollen ermöglichen, dass der Recyclingprozess auch außerhalb erfolgreich weitergeführt wird und die Menge des Deponieabfalls weiter sinkt. Bei der Aluminiumdose ist die Recyclingquote einer der wichtigsten Indikatoren für deren Umweltbelastung. Denn der Energiebedarf für das Umschmelzen von Aluminium fällt bis zu 95 Prozent geringer aus als für das Gewinnen von Primäraluminium. Das bedeutet, dass sich die Ökobilanz des Werkstoffes mit jedem Einsatz verbessert. In Zahlen: Das Recycling von einem Kilogramm Aluminium spart den Ausstoß von 20 Kilogramm CO2. Weltweit ist die Getränkedose die Verpackung mit der höchsten Recyclingrate und liegt derzeit bei etwa 60 Prozent. Der Werkstoff ist vollständig und beliebig oft wiederverwertbar. Dabei bleiben Qualität und physikalische Eigenschaften im Vergleich zu Primäraluminium unverändert. Einsatzgebiete sind beispielsweise die Automobilindustrie, das Baugewerbe, die Raumfahrt oder das erneute Herstellen von Getränkedosen. Dabei entstehen keinerlei Abfallprodukte. Produzenten verbrauchen Aluminium also nicht; sie nutzen das Material um es anschließend wiederzuverwenden.

Gesamtgesellschaftliches Konzept
Vor dem Recycling steht das Sammeln der Getränkedosen. Hier sind insbesondere die Verbraucherinnen und Verbraucher gefragt, ihren Beitrag zu leisten. Um das Thema Recycling in der Bevölkerung voranzutreiben, engagiert sich der Hersteller in verschiedenen Bereichen. Die aus Österreich stammende Initiative ‚Jede Dose zählt‘ gehört ebenso dazu wie die unternehmens-
eigene Kampagne der ‚European Community Can Challenge‘. Die jährlich stattfindende Aktion bezieht sowohl die Mitarbeiter als auch die umliegenden Gemeinden in die Nachhaltigkeitspolitik von Rexam mit ein. Ziel ist es, gebrauchte Getränkedosen zu sammeln und diese wieder dem Recyclingkreislauf zuzuführen. „Unser Unternehmen produziert jedes Jahr 60 Milliarden Getränkedosen“, fasst Jung zusammen. „Wir streben danach, die Funktionalität unserer Produkte zu bewahren, sie zu verbessern und den Einfluss auf Natur und Umwelt weiter zu verringern. Energie- und Ressourceneffizienz sowie Recycling sind aber nur ein Themenausschnitt dessen, was wir unter nachhaltigem Handeln verstehen. Wir haben zwölf Nachhaltigkeitsverpflichtungen und 20 zentrale Kennzahlen für die Bereiche Produktion, Produkte und Mitarbeiter entwickelt.“ Diese dienen als Maßstab zur Zielerreichung und begleiten die Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit: Angefangen bei ökologischen Fragen, über die Sicherheit, bis hin zur Mitarbeitermotivation arbeitet der Verarbeiter kontinuierlich daran, Nachhaltigkeit tief in der Unternehmenskultur zu verwurzeln.

„Wir streben danach, die Funktionalität unserer Produkte zu
bewahren, sie zu verbessern und den Einfluss auf Natur und
Umwelt weiter zu verringern.“
Welf Jung, Vice President Sustainability Europe bei Rexam

Für Sie entscheidend

Aluminium
Der Werkstoff lässt sich beliebig oft wiederverwenden. Das spart dem Hersteller Material- sowie Energiekosten: Der Energiebedarf für das Umschmelzen von Aluminium fällt bis zu 95 Prozent geringer aus, als für das Gewinnen von Primäraluminium. Gleichzeitig spart die Aludose, im Vergleich zu anderen Verpackungsformaten, Gewicht und reduziert hierdurch die Transportkosten.

  • Das Unternehmen produziert jährlich 60 Milliarden Getränkedosen.
  • Aluminium lässt sich beliebig oft wiederverwenden. Der Energiebedarf für das Umschmelzen von Aluminium fällt bis zu 95 Prozent geringer aus als für das Gewinnen von Primäraluminium.

Unternehmen

Rexam Beverage Can

Goerzallee 263
14167 Berlin
Deutschland

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