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Die Northeimer „Thimm – The Highpack Group“ hat die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2009 gut gemeistert. Die angespannte Ertragslage in der Industrie, geringere Investitionen und gestiegene Rohstoffkosten trafen die gesamte Wellpappeindustrie. Laut Verband der Wellpappe-Industrie (vdw) sank der Branchenumsatz 2009 um 13,6 Prozent. Die Thimm Gruppe erwirtschaftete in diesem Zeitraum 280,5 Millionen Euro (Vorjahr: 311,6 Millionen Euro), ein Rückgang von zehn Prozent. Das Rohergebnis betrug 134,9 Millionen Euro (Vorjahr: 141,6 Millionen Euro). Das EBITDA belief sich auf 33,9 Millionen Euro (Vorjahr: 40,1 Millionen Euro). Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote liegt bei 56,8 Prozent.

Mathias Schliep, Vorsitzender der Geschäftsführung: „Trotz der weltweiten Krise haben wir gut gearbeitet und im Branchenvergleich deutlich positiver abgeschnitten. Darüber hinaus haben wir unser Investitionsvolumen gesteigert und sind damit einen weiteren wichtigen Schritt in der Entwicklung der Unternehmensgruppe vorangegangen.“

Das unabhängige Familienunternehmen investierte im vergangenen Geschäftsjahr 16,2 Millionen Euro (Vorjahr: 14,6 Millionen Euro), vorwiegend in die Modernisierung und den Ausbau des Maschinenparks. Größtes Investitionsprojekt war die komplette Erneuerung der Wellpappeanlage im Verpackungswerk in Alzey, die Anfang dieses Jahres erfolgreich anlief. Weitere Mittel flossen in die betrieblichen IT-Systeme und neue Büroflächen in Northeim.

Die Mitarbeiterzahl der Thimm Gruppe blieb 2009 konstant. Zum Jahresende beschäftigte das Unternehmen an insgesamt zehn Standorten in Deutschland, Tschechien und Rumänien 1.534 Mitarbeiter (2008: 1.535). Bundesweit bildete Thimm im vergangenen Jahr 91 junge Menschen in unterschiedlichen Berufen aus (2008: 88). Die Ausbildungsquote stieg auf 9,3 Prozent (2008: neun Prozent).

Das Geschäftsfeld Thimm Verpackung entwickelte sich 2009 in einem schwierigen Marktumfeld ebenfalls positiver als die Branche. Das Absatzniveau lag auf Vorjahreshöhe, der Umsatz sank um etwa zehn Prozent. Das Geschäftsfeld baute damit seinen Marktanteil auf 5,6 Prozent aus. Die Einbrüche in den Branchen Medizintechnik, Maschinenbau, Automobil- und Zulieferindustrie hatten Einfluss auf die Entwicklung von Thimm Schertler Verpackungssysteme. Der Umsatz dieses Geschäftsfelds reduzierte sich 2009 um 13,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch Thimm Display verzeichnete 2009 eine rückläufige Entwicklung: Das Unternehmen setzte 10,7 Prozent weniger um als im Jahr 2008. Grund hierfür waren vorwiegend gesunkene Werbebudgets auf Kundenseite. Für Thimm Print war 2009 ein gutes Jahr: Der Absatz an mehrfarbigen, hochwertig bedruckten Verpackungen in der Branche stieg deutlich. Das Geschäftsfeld legte 1,9 Prozent im Umsatz zu. Das Beratungsgeschäft der Thimm Consulting hat sich 2009 auf gleichbleibend gutem Niveau etabliert.

„Der Umsatzanstieg von knapp 13 Prozent im ersten Quartal stimmt uns zuversichtlich im Hinblick auf das Gesamtjahr 2010“, sagt Geschäftsführer Jens Fokuhl. „Wir erwarten im Jahresverlauf ein dauerhaftes Umsatzwachstum und ein zwar reduziertes aber nach wie vor positives Ergebnis. Darüber hinaus planen wir auch in diesem Jahr die Fortführung unseres Investitionsprogramms mit einem Umfang von rund 25 Millionen Euro“.

Unternehmen

THIMM Verpackung GmbH & Co. KG

Breslauer Straße 12
37154 Northeim
Deutschland

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