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„Trotz des konjunkturellen Gegenwindes sind Entlassungen in unserer Branche bislang kein Thema“, betonte Norbert Julius, der damalige Vorsitzende des Verbandes der Wellpappen-Industrie e.V. (VDW), bei der Vorstellung der wirtschaftlichen Kennziffern von 2009. Damit unterstrich er ein besonderes Merkmal dieser Branche: Stabilität, auch wenn es einmal hart auf hart kommt. Und 2009 war sehr hart: Die Wellpappenindustrie hatte im vergangenen Jahr deutliche Absatz- und Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Die Unternehmen haben weder auf den konjunkturellen Abschwung nach dem Zusammenbruch des so genannten „Neuen Marktes“ nach der Jahrtausendwende noch auf die schwierige aktuelle Situation mit Personalabbau reagiert. „Viele haben erfolgreich das Instrument der Kurzarbeit eingesetzt, um Engpässe in der Auftragslage zu überbrücken und Kapazitätsüberhänge abzubauen“, sagt Dr. Oliver Wolfrum, Geschäftsführer des VDW. „Obwohl einige Betriebe wirtschaftlich stark unter Druck standen, haben unsere Mitglieder in der Krise Verantwortungsbewusstsein gezeigt und an ihren Mitarbeitern festgehalten. Das konnte nur gelingen, weil sich unsere Branche überwiegend aus intakten, gefestigten Unternehmen zusammensetzt.“

Dieser Sachverhalt erklärt sich auch aus der Marktstruktur der Wellpappenindustrie. In einer in weiten Teilen mittelständisch geprägten Branche zeigen die Unternehmen eine besonders partnerschaftliche Haltung gegenüber den Mitarbeitern. Thomas Gissler-Weber, Geschäftsführer und Gesellschafter des inhabergeführten Unternehmens Gissler & Pass mit ca. 470 Mitarbeitern, ist sich seiner sozialen Verantwortung bewusst: „Ein Großteil unserer Belegschaft kommt aus der Region, und die qualifizierten Mitarbeiter sind die Basis des Unternehmenserfolgs. Da hält man auch in schwierigen Zeiten zusammen.“ Auch Gissler-Webers Unternehmen musste in der aktuellen Wirtschaftskrise Absatz- und Umsatzeinbußen hinnehmen, konnte anhaltende Engpässe mit flexiblen Arbeitszeiten überbrücken und musste daher niemanden entlassen. Dasselbe Verantwortungsbewusstsein haben in der aktuellen Krise auch die europaweit agierenden Konzerne bewiesen, die ebenfalls charakteristisch für die deutsche Wellpappenindustrie sind. „Trotz des ungeheuren Margendrucks und Rückgang der Verkaufserlöse haben wir bewusst die wirtschaftlichen Rückschläge des vergangenen Jahres in Kauf genommen, ohne Personal abzubauen – und sind darauf auch stolz“, sagt Edwin Goffard, Geschäftsführer der Smurfit Kappa GmbH. Nicht nur für die etwa 18.000 Mitarbeiter der Wellpappenindustrie bleibt die Branche also ein attraktiver Arbeitgeber. Die Unternehmen bilden in zahlreichen technischen und kaufmännischen Berufen aus und bieten interessante Perspektiven für Neu- und Quereinsteiger. Insbesondere für das branchentypische Berufsbild des Verpackungsmittelmechanikers gibt es zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie spezielle Studiengänge. (Mehr dazu in der VDW-Broschüre „ausgebildet“, zu beziehen über den VDW). Wahrscheinlich ein Grund für die hohe Identifikation der Mitarbeiter mit der Branche und dem Packstoff. Dennis Martin, Auszubildender zum Verpackungsmittelmechaniker, drückt das so aus: „Wenn man in der Branche arbeitet, sieht man Wellpappe überall.“  Weitere Informationen unter www.wellpappen-industrie.de

Unternehmen

VDW Verband der Wellpappen-Industrie e.V.

Hilpertstraße 22
64295 Darmstadt
Deutschland

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