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Der weltweit tätige Verpackungsmaschinenbauer Oystar hat das erste Halbjahr 2010 mit einem positiven Ergebnis beendet. Mit einem Auftragseingang von 214 Mio. Euro liegen die aktuellen Auftragszahlen elf Prozent über Vorjahresniveau, der Umsatz ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 um zehn Prozent auf 198 Mio. Euro gestiegen. „Das gute Ergebnis ist eine direkte Folge des Restrukturierungsprogramms und unserer Vertriebsoffensive, mit der wir vor knapp einem Jahr begonnen haben“, sagte Oystar-CEO Tom Graf. Für dieses Jahr sei noch kein signifikantes Wachstum zu erwarten. „Der Abwärtstrend ist damit aber gestoppt, die erste Phase des Restrukturierungsprogramms erfolgreich abgeschlossen“, so Graf. Gleichzeitig habe sich die relative Profitabilität stark verbessert: „Zwar werden wir noch nicht das Umsatzniveau des Spitzenjahres 2008 erreichen. Entscheidend ist aber, dass wir schon in diesem Jahr ertragsstärker sind als 2008.“ Oystar hatte 2009 infolge der weltweiten Wirtschaftskrise seine Kapazitäten der verringerten Nachfrage anpassen müssen. Der Spezialist für Verpackungsmaschinen hatte dies zu einem grundlegenden Umbau der Unternehmensgruppe genutzt, die in den Jahren zuvor durch Zukäufe stark gewachsen war. So hat Oystar die Kompetenzen der aus 14 verschiedenen Gesellschaften bestehenden Unternehmensgruppe in vier Business Units (Food, Dairy, Consumer und Pharma) gebündelt. Im Vertrieb wurden Profit Centers nach Produktgruppen mit klaren Verantwortlichkeiten geformt. Auch interne Abläufe und Organisation wurden stark verbessert und große Einsparpotenziale im Einkauf erschlossen. „Die Planzahlen, die wir mit dem Restrukturierungsprogramm für das erste Halbjahr 2010 angestrebt haben, konnten wir sogar übertreffen“, betonte der COO der Gruppe, Markus Ehl. Unterdessen hellt sich die Stimmung in der Branche auf, sowohl in Deutschland als auch international. Insbesondere in den Emerging Markets rechnet Oystar mit weiterem Wachstum. Diese Länder stehen bei Oystar besonders im Fokus. Bereits seit einigen Jahren entwickelt das Unternehmen Maschinen, die speziell auf die Bedürfnisse in Schwellenländer zugeschnittenen sind und ist damit derzeit in Indien, Thailand, China und Südamerika sehr erfolgreich. Insgesamt erwirtschaftet die Oystar-Gruppe 86 Prozent ihres Umsatzes im Ausland. Graf betonte, die Restrukturierung sei damit noch nicht zu Ende. „Wir wollen Oystar nicht nur durch die Krise bringen, sondern auch fit machen für die Zeit danach. Derzeit arbeiten wir an einer auf Wachstum basierenden Unternehmensstrategie für das Jahr 2015“, sagte er. „Wenn wir unser Restrukturierungsprogramm weiter so konsequent umsetzen, sind wir auf einem sehr guten Weg.“