Anzeige

Das auf Papier- und Kunststoffverpackungen spezialisierte Unternehmen Fritz Schustereit GmbH & Co. KG mit Sitz in Bergisch Gladbach hat einen Investor gefunden. Nach intensiven und konstruktiven Verhandlungen hat der Kölner Insolvenzverwalter Dr. Andreas Ringsmeier das Traditionsunternehmen an die WestWind Verpackungen GmbH Deutschland verkauft. Somit herrscht für die Beschäftigten bereits sieben Monate nach dem Insolvenzantrag die Gewissheit, dass die weitere Produktion am Standort Bergisch Gladbach an der Seite eines starken Investors gesichert ist.

„Ich freue mich, dass es uns im Interesse aller Beteiligten gelungen ist, in einem hart umkämpften Markt eine Zukunft für die Mitarbeiter des Traditionsunternehmens zu finden“, sagt Rechtsanwalt Ringstmeier. Die zügige und erfolgreiche übertragende Sanierung kommt vor allem auch den Beschäftigten zugute. Von den ehemals 70 Arbeitsplätzen konnte der Insolvenzverwalter 52 Stellen erhalten. Insolvenzverwalter Ringstmeier hatte das Unternehmen ohne jegliche Betriebsunterbrechung sieben Monate lang fortgeführt und durch wesentliche Sanierungsmaßnahmen den Grundstein für die Restrukturierung gelegt.

Die Übernahme durch den Investor WestWind Verpackungen GmbH Deutschland tritt zum 1. September in Kraft. Bereits 1949 hatte Schustereit mit der Herstellung von Papierbeuteln begonnen und später Papier- und Tragetaschen aus Polyethylen für den Handel hergestellt. Zu den Abnehmern der Traditionsfirma Schustereit gehören die großen Namen aus dem Discount-Einzelhandel. Fast jeder Verbraucher hat schon einmal eine Polyethylen- oder Papiertragetasche, wie etwa die auch an Tankstellen erhältlichen Grilltaschen, in der Hand gehabt, die in der hauseigenen Druckerei in Bergisch Gladbach bedruckt und konfektioniert worden ist. Im Schichtbetrieb erstellt das Unternehmen bis zu eine Million Verpackungen am Tag.

Aufgrund der Wirtschaftskrise geriet das Unternehmen in Absatzschwierigkeiten und hatte im Februar 2010 beim Amtsgericht Köln einen Insolvenzantrag gestellt.