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Mehr Funktionen, mehr Aufgaben

Eltern können ein Lied davon singen, wie schwer es sein kann, ihrem kranken Sprössling eine bittere Medizin verabreichen zu müssen. Und auch Senioren sind nicht immer kooperativ, wenn es um die Medikamenten-
einnahme geht. „Keine bitteren Pillen mehr schlucken“ verspricht nun eine neue Darreichungsform für Medikamente.

 

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Hier setzt eine Innovation an, bei der die Wirkstoffe in Pelletform in einem Trinkhalm integriert sind. Der Patient trinkt mit diesem Trinkhalm das Lieblingsgetränk seiner Wahl und quasi en passant nimmt er die Arzneiwirkstoffe in der exakt richtigen Dosierung auf. (siehe Seite 28)

Der heutige Arzneimarkt wird bisher noch von den peroralen Darreichungsformen wie Tabletten oder Kapseln dominiert, die den meisten Patienten vertraut sein dürften. Pharmahersteller entwickelten jedoch ständig neue Darreichungsformen, um zum Beispiel die Effizienz von Arzneitherapien zu verbessern oder Nebenwirkungen zu minimieren. Auch die Verfügbarkeit neuer Arzneistoffe verlangt häufig nach neuen Darreichungsformen.

Ein weiterer Aspekt bei der Entwicklung neuer Arzneiformen und deren Verpackung dürfte auch die Verbesserung der Therapietreue, auch Compliance genannt, sein. Die Kosten, die durch mangelnde Therapietreue entstehen, werden in Deutschland mit rund 13 Mrd. Euro veranschlagt. Insbesondere bei chronischen Krankheiten kommt es laut Weltgesundheitsorganisation häufig vor, dass Patienten ihre Medikamente nicht wie vom Arzt verordnet einnehmen. Häufigster Grund für mangelnde Therapietreue ist schlicht Vergesslichkeit. Hier setzen anwenderfreundliche Packmittelentwicklungen an, die beispielsweise mit integriertem Kalender die Patienten an die Medikamenteneinnahme erinnern sollen (siehe
Seite 48).

Komfortabler lässt sich an die Azneimitteleinnahme mittlerweile jedoch per App auf dem Smartphone erinnern. Gerade Patienten, die viele verschiedene Medikamente einnehmen müssen, wissen dies zu schätzen. Die Lösung der Zukunft wird wohl im Zusammenspiel zwischen Packmittelentwicklung und Elektronik liegen.

  • Eva Middendorf, Redakteurin

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