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Das niederländische Königspaar besuchte am 27. Mai das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund während eines Arbeitsbesuchs in Nordrhein-Westfalen. König Willem-Alexander und seine Ehefrau Máxima wurden von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, dem niederländischen Wirtschaftsminister Henk Kamp und einer Delegation mit Vertretern aus den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen begleitet. In Dortmund erhielten sie Einblicke in Forschungsarbeituen rund um Industrie 4.0 und das Internet der Dinge.

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(Foto: Fraunhofer IML)

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Das Interesse der Niederlande an einem Wissensaustausch zum Thema Industrie 4.0 sei groß, teilte das Fraunhofer IML mit. Erste Kontakte im Hinblick auf den Besuch des Königspaars im Fraunhofer IML seien auf der Hannover Messe Anfang April geknüpft worden. Das Institut hatte dort am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand neue Organisationsformen und Geschäftsmodelle für die industrielle Fertigung vorgestellt.

(Foto: Fraunhofer IML)

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Beim Besuch des Open-ID-Centers, in dem das Fraunhofer IML intelligente Fördertechnik, Behälter, Kisten und Paletten für das Internet der Dinge erforscht, entwickelt und testet sowie der Forschungshalle für Zellulare Fördertechnik (ZFT) konnte sich das Königspaar einen Eindruck von dem Paradigmenwechsel in der logistischen Welt verschaffen. Michael ten Hompel, Professor für Förder- und Lagerwesen an der Universität Dortmund und geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer IML, informierte über die Möglichkeiten von Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge.

Beziehungen zu den Niederlanden ausgebaut

(Foto: Fraunhofer IML)

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Das Fraunhofer IML unterhält bereits enge Beziehungen zu den Niederlanden: Mit der Provinz Gelderland und der Entwicklungsgesellschaft Oost NV wurde Anfang des Jahres das Netzwerk Agrologistics Support Center (ASC) gegründet. Ziel sei es, die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und angewandter Forschung zu fördern. Im Auftrag von Royal Dutch Shell, einem der weltweit größten Mineral- und Erdgasunternehmen, entwickeln Wissenschaftler am Fraunhofer IML derzeit langfristige Lösungen für die „Zeit nach dem Öl“. Regelmäßig tauscht sich das Institut auch mit niederländischen Hochschulen wie den Fontys Hochschulen und Instituten über praxisrelevante Logistikforschung.

Eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Effizienz-Cluster Logistik-Ruhr, dessen Gründung auf eine Initiative von ten Hompel zurückgeht, und dem niederländischen Innovationsnetzwerk Dinalog wurde im Rahmen des Besuchs formal besiegelt.

(mns)