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„Von der neuen Generation des Barcodes versprechen wir uns mehr Datentiefe und Transparenz entlang der gesamten Lieferkette – vom Produzenten bis zum Point of Sale“ erläutert Metro-Manager Jürgen Matern die Entscheidung für den GS1 DataBar. Das Handelsunternehmen will den Strichcode in sein Gesamtkonzept zum Thema Rückverfolgbarkeit einbinden. Im Rahmen eines Pilotprojekts, das die Metro in Kooperation mit der niederländischen Branchenorganisation FrugiCom und GS1 Germany durchführt, wurden zunächst in Deutschland Tomaten für die Großmärkte Metro Cash & Carry mit dem GS1 DataBar gekennzeichnet. Bei den anschließenden Kassiervorgängen zeigte sich: Die Codes waren gut lesbar, die Integration in die Kassensysteme funktionierte reibungslos, ebenso wie die Übernahme der Daten in die Rechnung. Im nächsten Schritt plant Metro die Ausweitung auf alle Cash & Carry-Märkte und die Einzelhandelssparten in Deutschland.
Im Gegensatz zum klassischen EAN-13-Barcode, der ausschließlich die globale Artikelnummer GTIN verschlüsselt, enthält der GS1 DataBar mehr Informationen auf weniger Raum. So kann er relevante Daten für die Rückverfolgbarkeit direkt auf dem Preisetikett codieren, zum Beispiel die Chargennummer oder das Mindesthaltbarkeitsdatum. Die automatische Identifikation der betroffenen Charge und ihres Distributionswegs beschleunigt die Prozesse bei einer Warenrücknahme. Zukünftig soll der Kunde im Falle eines Warenrückrufs per GTIN und Chargennummer auf der Rechnung leichter erkennen, ob er von diesem betroffen ist. Ebenso ist es der Metro somit möglich, ihre Kunden direkt über aktuelle Rückrufe zu informieren. Dazu Matern: „Die hohe Datenqualität auf dem Produkt kommt Unternehmen und Verbrauchern gleichermaßen zugute“. Um von den Effizienzvorteilen entlang der gesamten Lieferkette zu profitieren, erwägt die Metro daher mittelfristig den internationalen Einsatz des GS1 DataBar als einen einheitlichen, global abgestimmten Standard, der in jedem Land und auf alle Lebensmittel anwendbar sei.

 

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