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Haarcolorationen werden bislang in Aluminiumtuben abgefüllt. Auf der interpack wurde nun erstmals eine Laminattube als Alternative vorgestellt. Dabei sind Haarcolorationen aufgrund ihrer Sauerstoffempfindlichkeit und Aggressivität ein anspruchsvolles Packgut: Sie können nicht nur oxidieren und ihre Farbe verändern, wenn sie in Kontakt mit Sauerstoff kommen, sondern aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung und Aggressivität können sie auch die Aluminiumschicht von Tuben angreifen.

Dekoriert wird die Tube mithilfe eines digitalen Ink-Jet-Drucks. Fünf verschiedene Designs werden nacheinander gedruckt. (Foto: Asia)

Dekoriert wird die Tube mithilfe eines digitalen Ink-Jet-Drucks. Fünf verschiedene Designs
werden nacheinander gedruckt. (Foto: Asia)

 

Der Markt für Haarcolorationen hat ein großes Potenzial, weltweit versprechen sich Hersteller große Wachstumsraten, vor allem in Entwicklungsländern.  Da wir zunehmend eine Gesellschaft von Weißhaarigen werden, war die Gruppe der Konsumenten, die Haarcolorationen verwenden, um jünger auszusehen, wohl nie größer als heute. Laut einer Studie von Mintel wird beispielsweise Indien in  den nächsten fünf Jahren der am schnellsten wachsende Markt werden. Der Markt für Haarcolorationen, der dort 2013 auf rund 382 Millionen Dollar geschätzt wurde, soll zwischen 2012 und 2016 um 110 Prozent wachsen.

Sowohl aus Beschaffungsgründen wie auch aus ökologischen Erwägungen sind weltweit führende Hersteller von Haarfärbemitteln  daran interessiert, eine Verpackungsalternative  von in Alutuben abgefüllten Haarfärbemitteln einzusetzen. Packmittelhersteller wie auch Maschinenbauer arbeiten deshalb seit Jahren an einer Lösung. Nun wurde auf der interpack von Aisa  die erste Tube aus einem Kunststofflaminat präsentiert. Joachim Sander, Member of Board, erläutert: „Das Besondere: Die Tube wurde bereits  von einem großen Kosmetikhersteller zur Abfüllung von Haarfärbemitteln validiert.“

Körper und Schulter mit Barriere
Bei dem Material, das zusammen mit Huhtamaki entwickelt wurde, handelt es sich um ein Material auf Polypropylen-Basis, das als Sandwichschicht eine 12 Mikron dünne Aluschicht als Barriere enthält. Die Gesamtstärke des Laminats  von 185 Mikron sorgt für eine nachhaltige, leistungsfähige  Struktur  mit einer ausreichenden Steifigkeit, welche durch den Einsatz von PP-Folien erreicht wird. Das Laminat wird auf einer SAESA Laminattubenmaschine von Aisa verarbeitet. Die Leistung beträgt je nach eingesetzter Maschinenversion 100 bis zu 500 Tuben pro Minute.

Um die gute Barriereleistung einer Tube zu gewährleisten, muss jedoch nicht nur der Tubenkörper, sondern auch die Schulter entsprechende Barrierewerte aufweisen. Dies gelingt nun mithilfe der Bacomex Compression Moulding Technik von Aisa. Die mehrlagige Barriereschulter wird auf der SFM 100 Maschine, die sowohl PE wie auch PP verarbeiten kann,  formgepresst. Die SAESA Schulter ist unter Einsatz von PP und EVOH als Barriereschicht geformt und vervollständigt so die hohe Sauerstoffbarriere der Verpackungslösung.

Dekoriert wird die Tube mithilfe eines digitalen Ink-Jet-Druckers von Markem Imaje CSAT „ITS6“, auf dem fünf verschiedene Designs nacheinander gedruckt werden. Dank der genauen Registrierung kann unmittelbar an die Schweißnaht heran gedruckt werden, sodass die Tube eine quasi vollflächige Bedruckung aufweist.

 

Die mehrlagige Tubenschulter besteht aus PP mit einer Barriere aus EVOH. (Foto: Aisa)

Die mehrlagige Tubenschulter besteht aus PP mit einer Barriere aus EVOH. (Foto: Aisa)

 

Auf der interpack wurde erstmals eine Laminattube für Haarcolorationen vorgestellt. Das Besondere: Die Tube wurde bereits von einem großen Kosmetikhersteller zur Abfüllung von Haarfärbemitteln validiert. (Foto: Asia)

Auf der interpack wurde erstmals eine Laminattube für Haarcolorationen vorgestellt. Das Besondere: Die Tube wurde bereits von einem großen Kosmetikhersteller zur Abfüllung von Haarfärbemitteln validiert. (Foto: Asia)

Für Sie entscheidend

Haarcolorationen – Markt mit Potenzial
In Europa bleibt Großbritannien mit einem geschätzten Umsatz von 550 Millionen US-Dollar der größte Markt für Haarcolorationen in 2012, wie die Autoren einer Studie von Mintel aus dem Jahr 2013 feststellen. Deutschland (413 Millionen Dollar), Russland (430 Millionen Dollar) und Frankreich (370 Millionen Dollar) folgen. Die USA, weltweit größter Markt für Haarcolorationen, wuchs von 1,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2008 auf 2,1 Milliarden US-Dollar in 2012.

Wie es in der Studie weiter heißt, wird sich Indien in den nächsten fünf Jahren  zum „Star-Performer“ im asiatisch-pazifischen Raum entwickeln. Der Markt, der 2012 auf 382 Millionen US-Dollar geschätzt wurde, soll um 110 Prozent zwischen 2012 und 2016 wachsen. Heute ist Japan mit einem Umsatz von einer Milliarde US-Dollar (2012) der größte Markt für Haarcolorationen im asiatisch-pazifischen Raum. Obwohl  heute noch ein relativ kleiner Markt, soll Südkorea – auf einen Umsatz von 230 Millionen US-Dollar im Jahr 2012 geschätzt – rasch wachsen. So wird zwischen 2012 und 2016 ein Wachstum von 120 Prozent und ein dann erreichter Umsatz von 505 Millionen US-Dollar prognostiziert.

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