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Die STI Group setzt ihre Neuausrichtung fort: Nach ersten Restrukturierungsmaßnahmen, die 2013 begonnen haben, sollen nun Prozesse und Technologien an den Vogelsberger Standorten den veränderten Marktbedingungen angepasst werden. Die größten Veränderungen werden sich nach Angaben der Unternehmensgruppe für den Display-Standort Grebenhain ergeben.

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Der Standort Grebenhain wurde 1966 errichtet. Änderungen seien dort erforderlich, um Kosten zu reduzieren und den Standort gleichzeitig für neues Wachstum auszurichten. Durch die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen und Investitionen erwartet die STI Group einen positiven Gesamteffekt von mehr als 5 Mio Euro. Die Neuausrichtung werde von einem Investitionsprogramm in Höhe von 100 Mio. Euro bis 2020 begleitet, allein in 2015 seien 10 Mio. davon für die Vogelsberger Standorte vorgesehen, teilte STI mit.

Display-Standort Grebenhain setzt künftig auf flexible Digitaldrucktechnologie / Stellenabbau geplant

Der Display-Standort Grebenhain setzt zukünftig auf Digitaldrucktechnologie, um kleinere Losgrößen produzieren zu können sowie auf eine Reduzierung der Time-to-Market und individualisierte Point-of-Sale-Konzepte. Mit der Investition in eine neue Digitaldruckmaschine geht die Installation eines Hochleistungsplotters einher, sodass auch kleine Auflagen in Zukunft kurzfristig in hoher Qualität hergestellt werden können. Es ist geplant, den Offsetdruck am Standort Grebenhain einzustellen.

Am Standort Grebenhain werden laut STI die größten Veränderungen erforderlich. (Foto: STI Group)

Am Standort Grebenhain werden laut STI die größten Veränderungen erforderlich. (Foto: STI Group)

Darüber hinaus soll ein Teil der Display-Endfertigung im Laufe des Jahres 2015 geschlossen werden. STI beabsichtigt, diese Leistungen in Zukunft zuzukaufen. Nach aktuellem Planungsstand könnten hiervon bis zu 110 Arbeitsplätze betroffen sein, so die Unternehmensgruppe. Die Neustrukturierung des Standortes soll diesen wettbewerbsfähig und nachhaltig fit für die Zukunft machen.

Lauterbach wird zum Offset-Druckzentrum Vogelsberg ausgebaut

Mit der Installation einer großformatigen Hochleistungsdruckmaschine wird das Lauterbacher Werk zum Offset-Druckzentrum Vogelsberg ausgebaut. Drei Anlagen laufen hier bereits im Mehrschichtbetrieb. Die vierte Anlage im Großformat soll im vierten Quartal 2015 in Produktion gehen. Grund für die Errichtung des Kompetenz-Centers Offsetduck in Lauterbach seien die Expertise der Mitarbeiter, die Nähe zur Druckvorstufe und die Nutzung gemeinsamer Ressourcen.

In Lauterbach werden die Produktionskapazitäten damit gesteigert. Neben der Druckmaschine plant STI weitere Investitionen in Kaschieranlagen, Automatisierungen und Stanzen im zweistelligen Millionenbereich.

Alsfeld erweitert die Kapazitäten in der Weiterverarbeitung

Für den Standort Alsfeld ist für das kommende Jahr eine Kapazitätserweiterung im Bereich Inliner geplant, der flexobedruckte Verpackungen effizient produziert.

Betriebsrat und Belegschaft wurden über Veränderungen unterrichtet

Die Betriebsräte und Belegschaften der verschiedenen Standorte wurden am 4. November von STI über die geplanten Veränderungen unterrichtet. Gespräche über deren Umsetzung sollen in den nächsten Tagen im Dialog mit dem Betriebsrat fortgesetzt werden. Die Geschäftsführung betonte, dass sie gemeinsam mit dem Betriebsrat alle Maßnahmen ausloten werde, um die Mitarbeiter zu unterstützen.

STI-Geschäftsführer Tom Giessler und Aleksandar Stojanovic. (Foto: STI Group)

STI-Geschäftsführer Tom Giessler und Aleksandar Stojanovic. (Foto: STI Group)

„Unsere Branche muss sich neuen großen Herausforderungen stellen. Immer mehr Mitbewerber aus dem In- und Ausland drängen beispielsweise auf den Displaymarkt. Gleichzeitig erwarten unsere Kunden deutlich höhere Flexibilität und Geschwindigkeit“, so Tom Giessler, Geschäftsführer der STI Group.

„Unsere geplanten Maßnahmen beruhen auf Marktanalysen und sind Teil der strategischen Ausrichtung der STI Group, die auf Zukunftsmärkte und die enge Zusammenarbeit mit unseren internationalen Kunden ausgerichtet ist. Geänderte Marktanforderungen erfordern auch von unseren Mitarbeitern und damit auch von unserem Unternehmen die Bereitschaft zur Veränderung“, sagt sein Geschäftsführer-Kollege Aleksandar Stojanovic.

 

(mns)