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Die Branchenkonjunktur der Papier, Karton und Pappe verarbeitenden Industrie hat sich auch im Jahr 2011 weiter gut entwickelt. Wie die Wirtschaftsverbände Papierverarbeitung (WPV) mit Sitz in Darmstadt mitteilen, sind die Umsätze mit Papier- und Pappewaren im vergangenen Jahr um 6,8 Prozent auf 18,68 Mrd. Euro gestiegen. Damit ist der Jahresumsatz erstmalig in der Branchengeschichte deutlich über 18 Mrd. Euro gestiegen. Die Zahl der Beschäftigten ist infolge der guten Branchenkonjunktur um 0,7 Prozent auf 80.767 gestiegen. Der Umsatz mit Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe ist 2011 sogar erneut zweistellig um 10,4 Prozent auf 10,8 Mrd. Euro gestiegen, was ebenfalls einen Rekordwert darstellt.
Der WPV äußert jedoch Zweifel, ob sich diese positive Branchenentwicklung fortsetzt. So ist der vom Münchner Ifo-Institut ermittelte Geschäftsklima-Index für die Papier-, Karton- und Pappeverarbeitung seit Jahresmitte 2011 wieder stark rückläufig, wofür vor allem die unsicheren Geschäftserwartungen angesichts der europäischen Staatsschuldenkrise verantwortlich sind. Auch die Prognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland lassen für 2012 eine Abschwächung der Konjunktur erwarten. Andererseits belasten – auf dem ohnehin schon 2011 erreichten hohen Niveau – weiter steigende Rohstoff- und Energiekosten die Unternehmen der Papierverarbeitung und dämpfen die Branchenkonjunktur insgesamt. Der aktuell sehr hohe Ölpreis treibt die Transportkosten nach oben und macht sich bei ölabhängigen Komponenten wie z.B. Klebstoffen oder Silikonisierung negativ bemerkbar.Durch die Kostenentwicklung werden die erfreulichen Umsatzzuwächse des vergangenen Jahres deutlich relativiert, so der WPV.