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Nachhaltigkeit bei Verpackungen spielt für jeden zweiten Verbraucher eine wichtige Rolle. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Online-Verbraucherstudie, die die STI Group Anfang 2015 in Auftrag gegeben hatte. Vor allem die über 50-Jährigen legen besonderen Wert auf Nachhaltigkeit im Regal.

(Quelle: STI Group)

(Quelle: Ipsos Observer / STI Group)

65 Prozent der über 50-Jährigen bevorzugen nachhaltige Verpackungen. In der Gruppe der 16- bis 29-Jährigen halten 43 Prozent eine nachhaltige Verpackungen für wichtig. Frauen messen dem Thema etwas mehr Relevanz bei als Männer.

Um herauszufinden, was eine nachhaltige Verpackung für die Verbraucher kennzeichnet, fragte die Online-Studie Bekanntheit und Kaufrelevanz unterschiedlicher Logos ab. Bei Gütesiegeln belegten Der Grüne Punkt, Der Blaue Engel, Fairtrade und das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) die ersten vier Plätze.

93 Prozent der Befragten kennen den Grünen Punkt. Damit ist es laut Studie mit Abstand das bekannteste Label. 46 Prozent der Verbraucher achten auch beim Einkauf auf dieses Symbol. Als Indikator für die Umweltfreundlichkeit einer Verpackung ist es jedoch nicht geeignet.

Das FSC-Logo kennen 48 Prozent der Studienteilnehmer. 18 Prozent von ihnen achten beim Kauf von Verpackungen auf eine entsprechende Kennzeichnung. Die Diskrepanz in der Bekanntheit von Grünem Punkt und FSC zeigt nach Ansicht von STI, dass die Verbraucherkommunikation im Bereich Umwelt- und Nachhaltigkeitssiegel eine entscheidende Rolle spielt.

Verbraucher bereit, für eine nachhaltige Verpackung mehr zu bezahlen

Laut Studie denkt die Mehrheit der Verbraucher bei nachhaltigen Verpackungen an Themen wie Recycling und Entsorgung. Darüber hinaus lässt das Material einer Verpackung die Verbraucher Rückschlüsse auf ihre Nachhaltigkeit ziehen. Eine Verpackung aus Karton oder Wellpappe sehen Verbraucher dabei per se als umweltfreundlicher an als eine Verpackung aus anderen Materialien. Auch einen möglichst geringen Materialeinsatz beziehungsweise eine geringe Verpackungsgröße im Vergleich zum Inhalt honorieren die Verbraucher. Ist die Verpackung wiederverwendbar, stellt dies für die Befragten einen entscheidenden Nachhaltigkeitsfaktor dar.

Die Ergebnisse der Online-Studie zeigen eine hohe Bereitschaft der Verbraucher, für ein nachhaltig verpacktes Produkt einen höheren Preis zu bezahlen. Bei einem Produktpreis von 2,50 Euro waren die Befragten bereit, durchschnittlich 30 Cent – also 12 Prozent – mehr auszugeben. Ob sich dies in der Realität bestätigt, muss die Praxis im Handel zeigen.

Zur Studie

Im Auftrag der STI Group erstellte Ipsos Observer im Januar 2015 eine repräsentative Verbraucherstudie zum Thema Nachhaltigkeit von Verpackungen. Befragt wurden 1.000 Personen in Deutschland im Alter von 16 bis 70 Jahren. Die Befragten – zu 50 Prozent weiblich und 50 Prozent männlich – hatten ein Durchschnittsalter von 43,8 Jahren und verfügten über ein Haushaltsnettoeinkommen von 2.706 Euro.

(mns)

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