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Vom 10. bis 12. November 2015 öffnet die BrauBeviale in Nürnberg ihre Tore. Der Veranstalter NürnbergMesse erwartet rund 1.150 Aussteller sowie 37.000 Fachbesucher. Nach dem Trendthema „Kreative Bierkultur“ im vergangenen Jahr erweitert die BrauBeviale das Spektrum des kreativen Trinkgenusses: 2015 treffen Bierspezialitäten auf Premium Spirituosen. Die Messe stellt die aktuellen Getränketrends vor.

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Getränkeverpackungen: PET immer mehr auf dem Vormarsch

Ohne Verpackung geht es bei Getränken nicht: Canadean prognostiziert mit einem jährlichen Plus von rund sechs Prozent für PET-Gebinde auch weiterhin das stärkste Wachstum im Bereich der Getränkeverpackungen. Getrieben wird es von der Softdrink-Branche. Für Glasflaschen und Dosen liegen Prognosen bei plus drei Prozent. Für alle Verpackungsvarianten stehen neben der Optik die Aspekte Kostenreduzierung durch Gewichtsminderung, Nachhaltigkeit sowie Convenience im Vordergrund. So gibt es beispielsweise Dosen mit Drehverschluss oder solche mit integriertem Strohhalm, der beim Öffnen automatisch ausfährt. Auf dem Weg von einem Nischen- zum Mainstream-Produkt ist die Aluminiumflasche. Der neueste Trend ist die Entwicklung der ersten, biologisch vollständig abbaubaren Getränkeflasche aus Holzfasern.

Getränkekonsum steigt weltweit

2014 stieg der globale Getränkekonsum weiter an. Wachstumstreiber ist die sogenannte Neue Welt: Asien, Afrika und der Mittlere Osten. Insgesamt betrug der Pro-Kopf-Konsum an Getränken im weltweiten Durchschnitt knapp 267 Liter und wuchs damit im Laufe der letzten fünf Jahre um 25 Liter.

Bierabsatz in Deutschland steigt wieder

Der Bierabsatz in Deutschland legte 2014 erstmalig seit 2006 wieder zu. (Foto: NuernbergMesse / Thomas Geiger)

Der Bierabsatz in Deutschland legte 2014 erstmalig seit 2006 wieder zu. (Foto: NuernbergMesse / Thomas Geiger)

Dem Statistischen Bundesamt zufolge legte der Bierabsatz in Deutschland im vergangenen Jahr erstmals seit 2006 wieder zu – und das gleich um eine Million Hektoliter. Die deutschen Brauer produzierten 95,6 Millionen Hektoliter Bier. Alkoholfreie Biere, Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier sind darin nicht enthalten. Biermischgetränke machten mit 4,1 Millionen Hektolitern etwa vier Prozent des gesamten Bierabsatzes aus.

Im weltweiten Vergleich stand Deutschland beim Pro-Kopf-Konsum an Bier insgesamt mit rund 104 Litern auch 2014 auf Platz drei, nur überrundet von Österreich mit knapp über 107 Litern und Tschechien Republik mit rund 137 Litern. Der weltweit am stärksten wachsende Biermarkt ist der afrikanische. Hier soll der Bierabsatz bis einschließlich 2017 jährlich um fünf Prozent steigen. Grund für dieses deutliche Plus: Immer mehr Afrikaner wechseln von Hausgebrautem zu Brauereibier und entscheiden sich damit für hygienische Sicherheit (Canadean 2014).

Der weltweite Trend zu Craft Bieren ist ungebrochen. Sie stehen für Handwerk, Innovation, hohe Qualität und eine immer stärkere Hinwendung zu Premium-Produkten. Branchenkennern zufolge profitiert der deutsche Bierabsatz auch von der durch innovative Craft Biere vielfältiger gewordenen Bierlandschaft. Das weltweite Volumen an Craft Bieren betrug 2014 mehr als 51 Millionen Hektoliter. Nach den USA stand Westeuropa im vergangenen Jahr mit knapp 18 Millionen Hektolitern auf Platz zwei, gefolgt von Lateinamerika mit gut 3 Millionen Hektolitern und Osteuropa mit etwa 2,5 Millionen Hektolitern (Canadean 2014).

Spirituosenbranche: Qualität und Ideenreichtum

Auch in der Spirituosenbranche gibt es eine Hinwendung zu feinen Spirituosen, die in traditioneller, handwerklicher Art hergestellt sind. Die meisten Spirituosen pro Kopf gönnen sich laut Canadean eindeutig die Südkoreaner mit knapp 31 Litern 2014. Das liegt beinahe ausschließlich an dem hohen Konsum von Soju, einer traditionellen südkoreanischen Spirituose, die im Land über alle Altersgruppen hinweg äußerst beliebt ist. Auf Platz zwei der Spirituosen-Weltrangliste steht Japan mit etwa 18 Litern pro Kopf, dicht gefolgt von Bolivien mit knapp 15 Liter pro Kopf. Die Deutschen trinken laut Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie im Durchschnitt 5,4 Liter pro Kopf.

Softdrinks international beliebt

Konsum-Spitzenreiter sind die abgefüllten Softdrinks (2014: rund 91 Liter pro Kopf). Standen 2009 mit etwa 31 Litern pro Kopf die karbonisierten Erfrischungsgetränke innerhalb dieses Segments noch konkurrenzlos auf Rang eins, könnten ihnen die abgefüllten Wässer mit rund 30 Litern pro Kopf diese Position nun bald streitig machen (Canadean 2014).

Weltweit wird mehr Wasser getrunken

Mit einem Absatzanteil von rund 35 Prozent und einer Steigerung von etwa 14 Prozent 2014 ist der asiatische Raum der international größte Markt für abgefülltes Wasser, gefolgt von Westeuropa (rund 22 Prozent), Nordamerika (etwa 16 Prozent) und Lateinamerika (rund neun Prozent). Enormes Wachstumspotenzial für abgefülltes Wasser wird auch in Afrika vermutet: 2014 gab es hier ein Plus von knapp neun Prozent. Die Westeuropäer trinken nicht bedeutend mehr abgefülltes Wasser als bisher, bleiben aber nach wie vor Spitzenreiter im Konsum, allen voran Italien, Deutschland und Portugal (Canadean 2014).

Der deutsche Markt für Mineral- und Heilwasser stieg 2014 zum vierten Mal in Folge. Laut Verband Deutscher Mineralbrunnen trank jeder Deutsche im Durchschnitt 143,5 Liter, über vier Fünftel davon waren Mineralwässer mit Kohlensäure. Erfrischungsgetränke waren dagegen in Deutschland erstmals seit 2004 wieder weniger beliebt, so die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke. 119,3 Liter pro Kopf rannen 2014 durch deutsche Kehlen, 2013 waren es noch 125,5. Laut GfK griffenn die Deutschen 2014 deutlich weniger zu Fruchtsäften: Diese machten nur fünf Prozent des gesamten Getränkeverbrauchs in Deutschland aus, wohingegen der Genuss von Nektaren vergleichbar zum Vorjahr blieb.

Gesundes Trinken – neue Kreationen

Weltweit steht gesundes Trinken im Fokus. Die Nachfrage nach stillem Wasser und Getränken mit Zusatznutzen wächst. Neuentwicklungen alkoholfreier Getränke, die für ein gesundes, entspannendes Trinkerlebnis stehen, gibt es zahlreiche: so zum Beispiel ein mit Spirulina-Algen angereichertes Mineralwasser, ein mit Chili-Extrakt versetztes Kokosnusswasser oder ein Artischockenwasser, das aus frischen Artischocken nebst natürlichen Aromen wie Apfel, Zitrone, Mönchsfrucht und Minze besteht. Sicherlich gewöhnungsbedürftig: schwarzes Mineralwasser, das seine dunkle Farbe aus der Fulvinsäure bezieht. Diese soll viele Millionen Jahre alt und durch die Zersetzung von prähistorischen Pflanzen entstanden sein. Der Nutzen: Dank eines hohen ph-Werts des Wassers wird offensichtlich der Säurehaushalt im Körper reguliert.

(mns)

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