-

Schüttgüter wie Baustoffe, Kohle, Getreide, Futtermittel oder Mineralstoffe müssen oft über Straßen, Bahntrassen, Wasserläufe oder durch Naturschutzgebiete transportiert werden. Dabei entwickeln sich große Mengen Staub, die zu Verschmutzungen in der Umgebung führen können. Auch beim Verladen, Abfüllen und Palettieren entstehen Staubwolken – erhöhter Reinigungsaufwand, Gesundheitsschäden oder gefährliche Reaktionen können die Folgen sein. Anlagen der Beumer Group sollen dafür sorgen, dass bei diesen Arbeiten nur noch minimale Mengen Staub frei werden.

Anzeige
Mit Gurtförderanlagen lassen sich Schüttgüter schnell und effizient vom Abbauort über unwegsames Gelände zum Zielort transportieren. Dabei muss die Umwelt vor herabfallendem Material geschützt sein. (Foto: Beumer)

Mit Gurtförderanlagen lassen sich Schüttgüter schnell und effizient vom Abbauort über unwegsames Gelände zum Zielort transportieren. Dabei muss die Umwelt vor herabfallendem Material geschützt sein. (Foto: Beumer)

Um große Mengen Schüttgut beispielsweise vom Steinbruch oder Bergwerk zum Werk oder Hafen zu befördern, hat Beumer kurvengängige Gurtförderer im Programm. Diese bewältigen lange Distanzen, große Steigungswinkel und enge Kurvenradien und lassen sich individuell an die jeweilige Aufgabenstellung und Topografie anpassen.

Je nach Anforderung bietet Beumer offene Muldengurtförderer für höhere Durchsätze, stärkere Massenströme sowie größere Kurvenradien und geschlossene Pipe Conveyor, die das Fördermaterial vor Umwelteinflüssen und gleichzeitig die Umwelt vor dem Fördermaterial schützen. Um auch bei den offenen Muldengurtförderern die Staubentwicklung bei der Förderung zu minimieren, können diese abgedeckt oder eingehaust werden. Zum Portfolio gehören auch mechanische Senkrechtförderer wie Gurtbecherwerke. Diese sind in der Zementindustrie ein unverzichtbares Bindeglied in der Produktion. Beumer dichtet die Schlote dieser Becherwerke ab, damit kein Staub austreten kann. Dieser rieselt dagegen in den Becherwerksfuß, der mit einem dynamischen Boden ausgestattet ist. Feuchtes und klebriges Material kann sich nicht festsetzen und wird wieder in den Transportprozess aufgenommen.

Verladen, ohne dass etwas daneben geht

Um Silofahrzeuge schnell und staubfrei zu beladen, hat Beumer Losebeladeköpfe entwickelt. Diese sind nach dem sogenannten Doppelwandsystem konstruiert. Materialeinlauf und Entstaubungssystem sind voneinander getrennt. Setzt der Losebeladekopf auf einen Einfüllstutzen auf, senkt sich sein Verschlusskegel weiter ab und gleichzeitig öffnet sich der Auslaufstutzen. Die Absenktiefe des Verschlusskegels ist variabel. Mithilfe des Füllstandsmessgeräts lässt sich die Füllhöhe im Fahrzeug einstellen. Der Anwender kann den Losebeladekopf seitlich bewegen, um geringe Positionsungenauigkeiten auszugleichen.

Alternativ gibt es den Losebeladekopf mit einem integrierten Druckluftfilter. Damit lassen sich die zentralen Entstaubungssysteme von den Staubtransporteinrichtungen unabhängig betreiben. Der aus dem Silofahrzeug abgesaugte Staub wird während der Beladung dem Fördergutstrom wieder zugeführt. Der Druckluftfilter besteht aus Filterschläuchen zwischen innerem Teleskoprohr und äußerem Faltenbalg. Die Absaugung erfolgt über einen außen angebrachten Ventilator. Durch Zeitrelais gesteuerte Druckluftstöße sorgen für die Reinigung.

Offene Fahrzeuge staubfrei beladen

Die Beumer Group hat die rotierende Abfüllmaschine Beumer Fillpac in ihr Produktportfolio aufgenommen und mit verschiedenen Features ausgerüstet. (Foto: Beumer)

Die Beumer Group hat die rotierende Abfüllmaschine Beumer Fillpac in ihr Produktportfolio aufgenommen und mit verschiedenen Features ausgerüstet. (Foto: Beumer)

Für die staubfreie Beladung offener Fahrzeuge lassen sich verschiedene Teleskopbeladeanlagen einsetzen. Dabei wird der Losebeladekopf bis auf den Fahrzeugboden abgesenkt und die Materialzufuhr eingeschaltet. In der unteren Entstaubungshaube befindet sich ein Füllstandsschalter, der durch das aufsteigende Material bedämpft wird. Dieser sorgt dafür, dass der Losebeladekopf automatisch hochgezogen wird. Der Rand der Entstaubungshaube bleibt beim Hochziehen immer auf dem Materialkegel stehen, damit kein Staub nach außen dringen kann. Die Faltenbälge oder Teleskoprohre für die Staubabsaugung werden an ein zentrales Entstaubungsluftnetz angeschlossen. Entsprechende Einrichtungen oder Segmentschieber fördern das Material der Anlage zu. Die Losebeladeköpfe lassen sich mit Füllstandsmeldern ausrüsten. Ist das Fahrzeug gefüllt, schalten diese die Materialzufuhr ab. Je nach spezifischer Eigenschaft des Materials kommen verschiedene Füllstandsmelder zum Einsatz. Kriterien für die Auswahl des richtigen Schalters sind beispielsweise die Schüttdichte, die Fließeigenschaft und die Produkttemperatur. Besonders in der Zementindustrie sind große Beladeleistungen gefordert. Stationär angeordnete Losebeladeköpfe reichen oft nicht mehr aus – vor allem dann, wenn das Silofahrzeug während der Beladung auf einer Fahrzeugwaage steht und nicht verfahren werden darf. Der Anwender muss den Losebeladekopf zu jedem Einfüllstutzen des Fahrzeuges fahren können. Je nach Materialeigenschaft und Fahrweglänge kann er zwischen verschiedenen fahr- oder schwenkbaren Fördereinrichtungen auswählen. Diese mobilen Fördereinrichtungen lassen sich je nach Platzverhältnissen mit ein oder zwei Losebeladeköpfen ausrüsten.

Säcke staubfrei befüllen

Damit das Schüttgut palettiert und verpackt zum Kunden transportiert werden kann, muss es zuerst in Säcke abgefüllt werden. Hier liefert der Intralogistik-Anbieter Beumer die Abfüllmaschine Fillpac. Die neue Maschine lässt sich in bestehende Verpackungslinien integrieren und an die Gegebenheiten beim Kunden anpassen. Das Besondere am Fillpac: Über eine spezielle Wägeelektronik wird die Gewichtsgenauigkeit der Säcke sichergestellt. Ausschuss aufgrund zu hoher oder zu geringer Füllgewichte kann nahezu ausgeschlossen werden. Über eine

spezielle Software kommuniziert die Wägeeinrichtung permanent mit dem Füllstutzen. Die automatische Sackgewichtskorrektur ermittelt das Füllgewicht der Säcke während des Befüllens. Damit werden immer exakte Füllungsgrade erreicht.

Der Füllstutzen ist mit einer speziellen Haube ausgerüstet. Diese reduziert die Abgabe des Staubs an die Umgebung auf ein Minimum. Zudem befinden sich Absaugpunkte an beiden Seiten im Bereich des Füllstutzens. Der Staub wird direkt dort, wo er entsteht, abgesaugt und dem Prozess wieder zugeführt. Damit lassen sich Säcke so gut wie staubfrei befüllen. Der Dreistellungszylinder, der Grob- und Feinstrom regelt, ist zudem vor Staub geschützt, weil er vertikal und außerhalb des Schmutzbereichs angeordnet ist. Der Zylinder für den Sackabwurf befindet sich ebenfalls im staubfreien Bereich oberhalb des Füllstutzens. Anschließend werden die Papier-, PE- oder PP-Säcke auf Paletten verschiedener Größen gestapelt – mit dem Hochleistungs-Lagenpalettierer Paletpac. Damit bei diesem Prozess kein Staub austritt, müssen die Säcke schonend gehandhabt werden. Beumer führt dazu den Palettierer mit einer Klammer- oder der neu entwickelten Doppelbanddrehvorrichtung aus. Diese bringen die Säcke formstabil in die geforderte Position, ohne diese zu deformieren.

Die Doppelbanddrehvorrichtung: Zwei parallel angetriebene Gurtförderer, die während der Drehung mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten angetrieben werden, bringen die Säcke in die gewünschte Position. (Foto: Beumer)

Die Doppelbanddrehvorrichtung: Zwei parallel angetriebene Gurtförderer, die während der Drehung mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten angetrieben werden, bringen die Säcke in die gewünschte Position. (Foto: Beumer)

 

Für Sie entscheidend

Technische Details

  • Gurtförderer von Beumer bewältigen lange Distanzen, große Steigungswinkel und enge Kurvenradien. Dazu gehören offene Muldengurtförderer für höhere Durchsätze sowie geschlossene Pipe Conveyor, die den Kontakt zwischen Fördermaterial und Umwelt verhindern.
  • Losebeladeköpfe zur Beladung von Silofahrzeugen: Materialeinlauf und Entstaubungssystem sind durch eine Doppelwand voneinander getrennt. Mithilfe eines Füllstandsmessgeräts lässt sich die Füllhöhe im Fahrzeug einstellen.
  • Offene Fahrzeuge können mit verschiedenen Beumer-Teleskopanlagen beladen werden. Der Losebeladekopf wird bis auf den Fahrzeugboden abgesenkt, bevor die Materialzufuhr eingeschaltet wird. Während des Beladeprozesses wird er automatisch hochgezogen.
  • Beumer Fillpac zur Abfüllung von Schüttgut in Säcke: Eine spezielle Wägeelektronik stellt sicher, dass die Säcke exakt nach gewünschtem Gewicht befüllt werden.
  • Staubfrei Palettieren: Der Beumer Paletpac stapelt Papier-, PE- oder PP-Säcke auf Paletten verschiedener Größen, ohne sie zu deformieren.

Unternehmen

Beumer Group GmbH & Co. KG

Oelder Str. 40
59269 Beckum
Deutschland

Zum Firmenprofil