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Eine Mitteilung der Europäischen Kommission zur Wirtschaftspolitik der EU vom 10. Oktober 2012 sieht biobasierte Produkte als einen Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum und neuen Arbeitsplätzen. Der Branchenverband European Bioplastics begrüßt diese EU-Verlautbarung und fordert konkretere Maßnahmen.

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„Die Biokunststoffindustrie ist ein wichtiger Teil des Markts für biobasierte Produkte. Unsere Branche prägt dieses Jahrhundert durch industrielle Prozesse, die auf nachwachsenden Rohstoffen basieren sowie durch innovative Kunststoffprodukte mit geringerem Kohlenstoffverbrauch“, erklärt Andy Sweetman, Vorsitzender von European Bioplastics.

Die Mitteilung der Kommission betont, dass „biobasierte Märkte wegen der großen Nachfrage unter günstigen gesetzlichen Regelungen einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise in Europa leisten können. Die richtigen Rahmenbedingungen sind allerdings notwendig, um entsprechende Anreize zur industriellen Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen zu schaffen […]“. Diese Einschätzung teilt auch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. So stellte Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär kürzlich während des Fachkongresses „Biopolymere – Kunststoffe der Zukunft“ fest: „Wenn wir […] in Zukunft erfolgreich wirtschaften wollen, muss es unser Ziel sein, die Rohstoffbasis durch Innovationen auf Basis nachwachsender Rohstoffe langfristig zu sichern“. European Bioplastics begrüßt und bestätigt diese Verlautbarungen der Europäischen Kommission und des Bundesministeriums.

Die Biokunststoffindustrie hat neue biobasierte Polymere wie PLA, PTT oder Erzeugnisse auf Stärkebasis in den Handel gebracht. In einer zweiten Welle werden heute Massenkunststoffe wie PE oder PET von fossilen auf erneuerbare Ressourcen umgestellt. Der Einsatzbereich von biobasierten Kunststoffen reicht inzwischen von kurzlebigen kompostierbaren zu langlebigen technischen Anwendungen. „Diese Entwicklung wird von führenden Industrie- und Markenunternehmen vorangetrieben, die ihre Produkte weiterentwickeln wollen und sich einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise verschrieben haben“, erklärt Hasso von Pogrell, Geschäftsführer von European Bioplastics. „Die wichtigste Frage momentan für Politiker ist: Wo sollen diese Investitionen getätigt werden? Aktuelle Marktdaten von European Bioplastics zeigen, dass die Produktionskapazitäten von Biokunststoffen am stärksten in Südamerika und Asien wachsen.

Maßnahmen auf EU- und Mitgliedstaats-Ebene sind sinnvoll, um die Entwicklung des Biokunststoffmarktes weiter zu dynamisieren und die europäische Wettbewerbsfähigkeit auf globaler Bühne zu fördern. „Wir fordern die Europäische Kommission und die Bundesregierung auf, die Empfehlungen der Leitmarkt-Initiative für biobasierte Produkte in taugliche Maßnahmen zu verwandeln. So würden exakt die innovativen Wirtschaftszweige gefördert, die Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission, als Schlüssel für die nächste industrielle Revolution in Europa sieht“, sagt von Pogrell.

Weblink zum Thema
Die vollständige Pressemitteilung der EU-Kommission ‚Neue industrielle Revolution für eine Rückkehr der Industrie nach Europa‘ finden sie hier. Weitere Informationen der EU-Kommission zu diesem Thema finden ebenfalls auf der Homepage der EU-Kommission.

(dw)

Unternehmen

European Bioplastics e.V.

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10117 Berlin
Deutschland

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