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Für die Hersteller und Abfüller von Getränken und Liquid Food steht bei der Abfüllung und Verpackung die Nachhaltigkeit sowie das Verpackungsdesign ebenso im Vordergrund wie die effiziente und kostensenkende technische Lösung. Auf der Drinktec 2017, Weltleitmesse für die Getränke und Liquid-Food-Industrie, werden diese Themen im kommenden Jahr in allen Facetten beleuchtet.

Die Drinktec 2017 stellt das Thema Verpackungen, Verpackungstechnik, aber auch Verpackungsdesign in den Fokus. (Foto: Messe München)

Die Drinktec 2017 stellt das Thema Verpackungen, Verpackungstechnik, aber auch Verpackungsdesign in den Fokus. (Foto: Messe München)

Ohne Verpackungen wäre eine gesicherte Versorgung der Verbraucher in der globalisierten Welt undenkbar. Und es gibt viele, immer wieder neue und noch nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten, Verpackungen einzusparen, sie sinnvoller einzusetzen oder weniger Ressourcen für ihre Herstellung zu verbrauchen. Auf der Drinktec, die vom 11. bis 15. September 2017 in München stattfindet, bieten die Hersteller Lösungen zu diesen Fragen.

Denn die Drinktec 2017 stellt das Thema Verpackungen, Verpackungstechnik, aber auch Verpackungsdesign in den Fokus. Nahezu jeder zweite Aussteller präsentiert spezifische Verpackungslösungen für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie. Dazu gehören neben der Abfüll- und Verpackungstechnik mit Aseptikanlagen, der Reinigungs-, Füll- und Verschließtechnik, Inspektions- und Sortiermaschinen, Etikettier- und Ausstattungstechnik und neuerdings digitalem Direktdruck auch Aus- und Einpackmaschinen, Sammelpackmaschinen, Be- und Entpalettierer sowie Fördereinrichtungen. Behältnisse, Packmittel, Ausstattung und Verschlüsse, Sammelpackungen und Mehrstückverpackungen stellen einen zweiten Schwerpunkt dar. Auch und speziell beim Thema Verpackung bietet die Leitmesse damit eine unglaubliche Vielfalt. So sehen das auch die Besucher, von denen bei der letzten Drinktec 97 Prozent Bestnoten für die Bereiche Behältnisse, Packmittel und Verschlüsse sowie Abfüll- und Verpackungstechnik vergaben.

Verpackung, soviel steht fest, sollte immer Teil der Lösung sein. Für die World Packaging Organisation ist „bessere Lebensqualität durch bessere Verpackung für mehr Menschen“ das Ziel. „Nachhaltigkeit wird sich von einer Nebensächlichkeit zu einem notwendigen Bestandteil bei dem Entwurf neuer Produktinnovationen entwickeln“, meint das Marktforschungsinstitut Mintel in seiner Studie „Global Food and Drink Trends 2016“. Ähnlich sieht das Volker Kronseder, der Vorsitzende des Drinktec-Fachbeirats und stellvertretender Vorsitzende des VDMA Fachverbandes Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen. Umweltschutz sowie Energie- und Ressourceneinsparung sind aus seiner Sicht die wichtigsten Zukunftsaufgaben für die Branche. Die größten Innovationspotentiale liegen für Kronseder in den Themen Industrie 4.0, digitaler Direktdruck, Intralogistik sowie eben Nachhaltigkeit. Besuchermagnete auf der Drinktec zu diesen Themen werden unter anderem die „PET-Point“ und die „World of Lables“ sein: eigene Ausstellungsbereiche rund um die Themen PET sowie Etikettiertechnik und Etiketten.

Neben der Umweltverträglichkeit spielen vor allem die Lebensmittelsicherheit, das Gesundheitsbewusstsein, aber auch die Lifestyle-gerechte Präsentation von Lebensmitteln und Getränken eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung der Konsumenten. In punkto Sicherheit sind Kriterien wie Hygiene, Haltbarkeit oder Rückverfolgbarkeit ausschlaggebend. Eine lückenlose Informationskette über Transportstationen sowie aktive Verpackungen, die beispielsweise mit RFID-Antennen und Transponder ausgestattet sind, gewinnt mit steigender Internationalisierung an Bedeutung.

Und was die Präsentation anbelangt, so steht der Convenience-Faktor einer Getränkeverpackung im Vordergrund. Der On-the-go-Konsum hat nach GfK Roper in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Den Verbrauchern wird der Convenience-Faktor heute immer wichtiger – und sie sind bereit, für solche Produkte mehr Geld auszugeben, wenn sie das mobile Leben erleichtern.

Verpackungen dienen auch als wichtiges Instrument für Marketing- und Verkaufszwecke. Hier ist das Verpackungsdesign gefragt. Ist die Gestaltung der Verpackung oder ein designtes Etikett auf Getränkebehältern wichtiger als der Inhalt? Nein, aber klar ist auch: ansprechende, interessante und pfiffige Verpackungen und Etiketten sind wesentlich am Verkaufserfolg eines Produktes beteiligt. Einer Umfrage der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungs-gesellschaft zufolge gibt es vier Kernbereiche innerhalb des Innovations-managements, die am intensivsten von den Verpackungsmittelherstellern verfolgt werden: Design, Funktionalität, Prozess- und Ablaufverbesserungen sowie Materialinnovation. Zwei derzeit bedeutende Trends im Konsumentenverhalten sind die steigende Nachfrage nach kleineren und nach wieder verwertbaren Verpackungseinheiten. Bei Materialinnovationen handelt es sich beispielsweise um den Einsatz nachwachsender Rohstoffe wie Biokunststoffe auf Basis von Maisstärke. Wer dazu mehr wissen will: Die Top Zukunftsthemen im Bereich Verpackung werden in der „Innovation Flow Lounge“ der Drinktec 2017 diskutiert. Nach dem großen Erfolg bei der Premiere zur Drinktec 2013 geht diese neue Networking-Plattform bei der Drinktec 2017 in die zweite Runde.

Hinter modernen Verpackungen steht immer Hightech – in doppelter Hinsicht. Sowohl was die Verpackungstechnik betrifft, als auch was die Verpackungen und die Materialien selbst angeht. Glas, der Klassiker unter den Getränkeverpackungen, schützt seit jeher die Produkte perfekt, da es inert und diffusionsdicht ist. Eine der permanenten Herausforderungen für die Verpackungsglasindustrie ist die Fertigung von Leichtglasbehältern. Das ist auch gelungen. Bei den Getränkedosen wurde der Absatz in Deutschland 2014 laut BCME (Beverage Can Makers Europe) mit 1,86 Mrd. verkauften Behältern gegenüber dem Vorjahr um beeindruckende 30,4 Prozent gesteigert. Auch europaweit war die Getränkedose in den vergangenen Jahren sehr gefragt. Allein 2014 wurden auf dem gesamten Kontinent 63 Mrd. Dosen verkauft. Auch bei den jungen Craft-Beer-Brauereien in den USA ist die Dose ein äußerst beliebtes Produkt- und Marketingvehikel. Für Johanna Mercier vom Dosenhersteller Ball Packaging ist die Drinktec mit ihrer internationalen Ausrichtung – rund zwei Drittel der 70.000 Fachbesucher kommen aus dem Ausland – die perfekte Werbeplattform: „Die Drinktec ist eine sehr internationale Messe. Hier können wir unsere Position als innovativer Partner ideal darstellen und das Unternehmen und unsere Services anders präsentieren, als es in einem normalen Kundengespräch möglich wäre.“

Und wie sieht es bei PET aus? Auch hier tut sich extrem viel: in Sachen Lightweighting ebenso wie beim Einsatz von recycelten PET-Rohstoffen oder pflanzlichen Rohstoffen. Darüber hinaus entwickeln Maschinenbauer Innenbeschichtungen mit einer Glashaut, die sensiblen Getränken besonders auch in kleineren Behältern eine längere Haltbarkeit verspricht. Alle Innovationen und Entwicklungen im PET-Bereich präsentiert die Drinktec 2017 im Ausstellungsbereiche PET-Point auf 11.000 Quadratmeter Fläche.

Was die Verpackungsmaschinen anbelangt, so ist klar, dass sich auch hier, ebenso wie im Abfüllbereich, ein Trend zu einer Blockbildung mehrerer Maschinen herausbildet, beziehungsweise eine Komprimierung verschiedener Aggregate zu einer einzigen Verpackungsstraße. Möglich macht dies moderne Robotertechnologie. Neben einer Verringerung des Platzbedarfs auf bis zu einem Fünftel erhöht sich dadurch auch die Flexibilität der Verarbeitungsmöglichkeiten. Umstellungen auf andere Gebindearten geschehen vollautomatisch per Knopfdruck. Konventionelle Verpackungsmaschinen für PET, Dosen oder Glasflaschen können mit einer Gruppierstation und einem Bepalettierer zu einem Trockenteil-Block kombiniert werden, was die Effizienz des Verpackens deutlich erhöht. Im Drinktec-Forum präsentieren führende Experten aus Forschung und Praxis viele wegweisende Ideen und praxisnahe Lösungsansätze zu Fragen der Zukunft in diesem Bereich der Verpackungstechnik.

Verpackungshersteller und Verpackungsmaschinenbauer sowie die gesamte involvierte Peripherie werden auch zukünftig Konjunktur haben. „Insbesondere die zunehmende Technisierung der Nahrungsmittelproduktion in den Schwellenländern haben die Nachfrage in den letzten Jahren deutlich beflügelt“, kommentiert Richard Clemens, Geschäftsführer vom VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen die positiven Aussichten für die Zukunft. Die Drinktec 2017 mit ihrer Fokussierung auf Verpackungen und Verpackungstechnik wird dies nachhaltig befördern.

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