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In zwei Drittel der Unternehmen der Verpackungsbranche (70%) fehlen aktuell noch die notwendigen Kompetenzen, um den digitalen Wandel zu meistern. Das ergab eine aktuelle Befragung der Managementberatung Porsche Consulting in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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In zwei Drittel der Unternehmen der Verpackungsbranche (70%) fehlen aktuell noch die notwendigen Kompetenzen, um den digitalen Wandel zu meistern. (Foto: Porsche Consultin)

In zwei Drittel der Unternehmen der Verpackungsbranche (70%) fehlen aktuell noch die notwendigen Kompetenzen, um den digitalen Wandel zu meistern. (Foto: Porsche Consultin)

Das Ergebnis ist alarmierend: Denn gerade die Verpackungsbranche ist stark von digitalen Neuerungen betroffen. Mit Hilfe von Mikrochips und intelligenter Datenverarbeitung sollen moderne Verpackungen den Alltag leichter machen: So erinnert beispielsweise die Medikamentenschachtel den Patienten künftig an die rechtzeitige Einnahme der Arznei. Und der Joghurtbecher ändert seine Farbe, wenn die Kühlkette unterbrochen wird. „Die Funktion der Verpackung wandelt sich von der reinen Schutzhülle zur intelligenten und individualisierten Technologie, die das verpackte Produkt sinnvoll ergänzt“, sagt Stephan Lechel, Partner bei Porsche Consulting. Die Hälfte der befragten Manager (52%) stuft solches „Smart Packaging“ als große Chance für die Zukunft ein.

Doch nicht nur die Verpackungen werden digitaler. Laut der Umfrage spielt die Digitalisierung in Verpackungsunternehmen besonders an der Schnittstelle zu ihren Kunden, also beispielsweise den Lebensmittelproduzenten, eine wichtige Rolle (85%). 70 Prozent der befragten Manager sind überzeugt, dass sie Aufträge in zwei Jahren in einem digitalen System von ihren Kunden entgegennehmen werden. Bisher ist das erst bei zwei von zehn (21%) der Fall. Zudem finden die Manager besonders wichtig, dass die Planung und Steuerung der Produktion (83%) sowie der maschinelle Herstellungsprozess der Verpackungen selbst (78%) digitalisiert werden.

In zwei Drittel der Unternehmen der Verpackungsbranche (70%) fehlen aktuell noch die notwendigen Kompetenzen, um den digitalen Wandel zu meistern. (Foto: Porsche Consultin)

In zwei Drittel der Unternehmen der Verpackungsbranche (70%) fehlen aktuell noch die notwendigen Kompetenzen, um den digitalen Wandel zu meistern. (Foto: Porsche Consultin)

Gut die Hälfte der Manager glaubt, dass die Innovationen der Industrie 4.0 in ihrem Unternehmen bis in zwei Jahren Wirklichkeit werden. Dann werde die optimale Reihenfolge von Aufträgen automatisch ermittelt und für die Produktion eingeplant werden (55%). 57 Prozent der Befragten erwarten für 2018, dass auch die Herstellung der Verpackungen auf Basis von Echtzeitdaten gesteuert wird. „Wenn Kundenaufträge automatisch in der optimalen Reihenfolge bearbeitet werden, steigen Produktivität und Flexibilität“, so Stephan Lechel. „So wird die bestmögliche Auslastung von Maschinen und Ressourcen erreicht. Und der Kunde bekommt eine verlässliche Aussage, wann er seine Bestellung erhält.“ Voraussetzung sei eine moderne IT-Infrastruktur, die Kapazitäten und Produktionsaufträge abgleicht und miteinander in Einklang bringt.

Die Umfrage ergab außerdem, dass bisher nur 15 Prozent der Unternehmen auf Daten wie den Lagerbestand ihrer Kunden Zugriff haben und so automatisch informiert werden, wenn Nachschub benötigt wird. In den kommenden zwei Jahren werde sich dieser Wert aber fast verdreifachen (43%), so die Prognose der Manager. Ein solcher Echtzeit-Datenaustausch, bei dem der Hersteller die Verantwortung über den Produktbestand bei seinen Kunden übernimmt, ist in der Handelsbranche bereits weit verbreitet. Das erhöht die Kundenbindung und vermeidet zugleich unnötige Vorräte. Insgesamt wird dem digitalen Wandel eine große Bedeutung für die Verpackungsbranche zugeschrieben. Drei von vier Befragten (75%) fürchten, dass ihr Unternehmen seinen Marktanteil ohne Digitalisierungsstrategie nicht halten kann. Dennoch beschäftigt sich erst ein Drittel (35%) intensiv damit. Porsche-Berater Stephan Lechel rät den Unternehmen, nicht zu lange zu zögern: „Diejenigen, die jetzt in den Kompetenzaufbau für die Digitalisierung investieren, können einen entscheidenden Vorsprung vor ihren Wettbewerbern erreichen“, so Lechel.

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