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Mit einem Projektvolumen von einer Million Euro startete kürzlich Quali Meat, ein auf drei Jahre ausgelegtes grenzüberschreitendes Forschungsprojekt Bayerns und Österreichs. In einem dreistufigen Prozess untersuchen fünf Projektpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft, darunter auch Multivac, unter der Leitung des Management Center Innsbruck (MCI) die Wechselwirkungen zwischen Verpackungsmaterialien und Verpackungsgut. Erklärtes Ziel ist die Entwicklung von Verpackungen, die Fleisch länger frisch halten und die Sicherheit für den Konsumenten erhöhen.

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Mit einem Projektvolumen von einer Million Euro startete kürzlich Quali Meat, ein auf drei Jahre ausgelegtes grenzüberschreitendes Forschungsprojekt Bayerns und Österreichs. (Foto: Management Center Innsbruck)

Mit einem Projektvolumen von einer Million Euro startete kürzlich Quali Meat, ein auf drei Jahre ausgelegtes grenzüberschreitendes Forschungsprojekt Bayerns und Österreichs. (Foto: Management Center Innsbruck)

Rund 86 kg Fleisch verzehrt jeder Deutsche im Schnitt jährlich, auch wenn die Zahlen in den letzten Jahren leicht rückläufig sind. In Österreich beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch immerhin rund 100 kg, Spitzenreiter ist die USA mit 120 kg. Dabei gelangt ein großer Teil der Fleischprodukte mittlerweile in Folie verpackt in die Haushalte. Welche Wechselwirkungen sich zwischen den verwendeten Folien und den Lebensmitteln ergeben und welche Empfehlungen für den Einsatz in der Praxis abgeleitet werden können, ist nun Aufgabe der Expertenrunde aus Wissenschaft und Wirtschaft.

In einem ersten Schritt werden unterschiedlichste Verpackungsmaterialien aus konventionellen, nachwachsenden und ressourcenschonenden Rohstoffen analysiert und hinsichtlich ihrer mechanischen Eigenschaften sowie Barrierefunktionen beziehungsweise Dichtigkeit charakterisiert. Im zweiten Arbeitspaket stehen die Wechselwirkungen zwischen den getesteten Materialien und den Fleischprodukten im Fokus. Mit der Messung von Farbe, Textur, Keimzahl und Fetten erwarten sich die Projektteilnehmer umfassende Erkenntnisse darüber, welchen Einfluss die Verpackungsmaterialien auf die Haltbarkeit der Lebensmittel haben und welche Folien das Fleisch am besten frischhalten. Wie diese Erkenntnisse in der Praxis anwendbar sind, soll dann in einer dritten Projektstufe geklärt werden. Hier bringt Multivac seine Expertise zu Verpackungen, Verpackungsmaschinen und den gesamten Verpackungsprozess ein und führt darüber hinaus Bemusterungen im Corporate Training & Innovation Center am Stammsitz in Wolfertschwenden inklusive der Fertigung passender Maschinenwerkzeuge durch.

Dem weltweit agierenden, aber dennoch im Allgäu verwurzelten Verpackungsmaschinenhersteller ist dabei die Berücksichtigung ökologischer und ressourcenschonender Kriterien beim Verpacken von Lebensmitteln und insbesondere von frischem Fleisch sehr wichtig – ein Anliegen, dem sich im Übrigen alle Projektpartner von Quali Meat verpflichtet fühlen. „Zudem werden wir uns bei diesem wichtigen Interreg-Projekt tatkräftig für die Entwicklung einer neuartigen Methode zur Qualitätskontrolle, dem Aufbau von Expertenwissen innerhalb der Organisation und damit einer stärkeren fachlichen Vernetzung von akademischen Institutionen und Firmenpartnern einsetzen“, erklärt Stefan Scheibel, Senior Director Corporate Training & Innovation Center.

Vorrangiges Ziel des Projektes ist es, die Sicherheit für den Verbraucher durch den Einsatz geeigneter Verpackungen deutlich zu erhöhen. Stefan Scheibel fügt hinzu: „Die Ausweitung eines Expertennetzwerks im Bereich Fleisch führt zudem zu einer konsequenten, permanenten Optimierung des Verpackungsprozesses von Lebensmitteln und zur Steigerung der Wertschöpfung insgesamt.“ Darüber hinaus dient Quali Meat auch der Standortentwicklung der Regionen Bayern und Tirol.

Unternehmen

Multivac Sepp Haggenmüller SE & Co.KG

Bahnhofstr. 4
87787 Wolfertschwenden
Deutschland

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