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Das Landgericht Düsseldorf hat der Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in Berlin gegen Ball Packaging Europe in Ratingen stattgegeben. Demnach darf Ball Getränkedosen künftig nicht mehr mit der Werbeaussage „Die Dose ist grün“ bedrucken.

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Der Getränkedosenhersteller will künftig seine Kommunikationsaktivitäten intensivieren und dabei vor allem diejenigen Umweltvorteile der Getränkedose in den Vordergrund stellen, die keine andere Getränkeverpackung aufweist. „Das Gerichtsurteil betrifft lediglich eine bestimmte Werbeaussage. Tatsächlich hat sich die Getränkedose in den vergangenen Jahren in Sachen Umweltfreundlichkeit enorm verbessert“, erklärte Wolfgang Hinkel, Geschäftsführer Ball Packaging Europe Metall: „Das Urteil ist für uns Anlass, unsere Argumente präziser zu kommunizieren“.

Ball hat die neue Kommunikationsoffensive „Ohne Ende Gut“ gestartet, die zwei wichtige Vorteile von Getränkedosen hervorhebt, die keine andere Getränkeverpackung aufweist: Sie schützen dank ihrer hervorragenden Barriere-Eigenschaften ihren Inhalt optimal vor Licht- und Sauerstoffeinflüssen, daher bleiben Getränke in Dosen länger haltbar und frisch. Und: Getränkedosen sind unendlich oft und ohne Qualitätsverlust recycelbar. Das Recycling von Getränkedosen spart erhebliche Mengen an Energie und CO2-Emissionen.

„Die Getränkedose hat sich in den vergangenen Jahren in Sachen Umweltfreundlichkeit enorm verbessert, auch deshalb, weil wir kontinuierlich in Forschung und Entwicklung investiert haben“, so Wolfgang Hinkel. „Allein in unseren deutschen Werken haben wir von 2003 bis 2011 den Energieverbrauch um 43 Prozent und den Wasserverbrauch um 36 Prozent verringert. Zusätzlich haben wir den Materialeinsatz bei der Herstellung immer weiter reduziert. Erst kürzlich haben wir die leichteste Getränkedose vorgestellt, die derzeit technisch machbar ist und deren Gewicht um weitere rund 5 Prozent verringert werden konnte.“

Der drastisch verringerte Materialverbrauch bei der Produktion sowie die gestiegene Recyclingrate haben den ökologischen Fußabdruck der Getränkedose erheblich verbessert: Heute werden 96 von 100 in Deutschland verkauften Dosen recycelt. Damit erzielen Dosen Spitzenwerte bei der Recyclingrate, die keine andere Verpackungsart aufweist.

Das Unternehmen will weiterhin den Dialog mit den Umweltverbänden suchen, um eine offene und transparente Diskussion zu fördern. „Wir bevorzugen einen sachlichen, faktenbasierten und fairen Austausch“, so Hinkel. „Aus diesem Grund werden wir auch künftig alle Umweltverbände – auch die Deutsche Umwelthilfe – zu offenen Gesprächsrunden einladen.“

Ball Packaging Europe ist einer der führenden Getränkedosenhersteller Europas, dessen europäische Hauptverwaltung sich in Zürich, Schweiz, befindet. Ball Packaging Europe beschäftigt 2.800 Mitarbeiter und verfügt über zwölf Produktionsstandorte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Polen und Serbien. Das Unternehmen gehört zur US-amerikanischen Ball Corporation, die hochwertige Metallverpackungen für die Getränke-, Lebensmittel- und Haushaltswarenindustrie herstellt. Darüber hinaus liefert die Ball Corporation Luft- und Raumfahrttechnik sowie andere Technologien und Dienstleistungen vorwiegend an die US-amerikanische Regierung. Die Ball Corporation und ihre Tochtergesellschaften beschäftigen weltweit mehr als 15.000 Menschen und erwirtschafteten 2012 einen Umsatz von über 8,7 Mrd. US-Dollar.

(dw)

  • Nach dem Urteil des Landgerichts Düsseldorf darf der Getränkedosenhersteller Ball Packaging Getränkedosen künftig nicht mehr mit der Werbeaussage „Die Dose ist grün“ bedrucken (Bild: Ball Packaging Europe)

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