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Seit über 150 Jahren werden in Europa Rüben angebaut, um Zucker daraus zu gewinnen. Davor galt das begehrte Süßungsmittel als Luxusgut. Lange und gefährliche Importwege aus Indien beziehungsweise Persien machten es so teuer, dass es sich im antiken Rom nur sehr reiche Patrizier leisten konnten. Heute dagegen ist industriell her­­gestellter Zucker ein selbstverständliches und frei verfügbares Lebens- und Genussmittel. Es kommt von Firmen wie der Nord­zucker AG mit Sitz in Braunschweig, die seit 1938 im Geschäft ist und mit rund 3.300 Mitarbeitern an 18 europäischen Standorten Zucker für die Lebensmittelindustrie, Handel und Verbraucher produziert. Nordzucker ist heute Europas zweitgrößter Zuckerhersteller.

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Etwa 20 Prozent der erzeugten Menge vertreibt Nordzucker in Form von Sackware. Dafür setzte man jahrzehntelang auf Papier-Ventilsäcke. Über die Verwendung von Folienbeuteln für Puderzucker und von Big-Bags kam Nordzucker mit dem Packmittel Kunststoff in Berührung. Eine der wichtigsten Erfahrungen war, dass sich Bedenken hinsichtlich der sensorischen Beeinflussung des Zuckers durch PE-Folien als gegenstandslos erwiesen und Foliensäcke keine Akzeptanzprobleme bei den Abnehmern zu befürchten hätten.

Die Nordzucker AG produziert eine breite Palette unterschiedlicher Zuckerprodukte für viele Anwendungen in Industrie und Haushalt und für jeden Geschmack.  (Foto: Nordzucker)

Die Nordzucker AG produziert eine breite Palette unterschiedlicher Zuckerprodukte für viele Anwendungen in Industrie und Haushalt und für jeden Geschmack. (Foto: Nordzucker)

Die Notwendigkeit zur Vereinheitlichung der Verpackung an mehreren Standorten und ein Projekt zur Modernisierung der Absackung in Uelzen führten vor einigen Jahren dazu, sich intensiv mit den Thema FFS als Alternative zu vorgefertigten Papiersäcken zu beschäftigen. Dabei standen die Vorteile des Kunststoffs als robustes, hygienisches und optisch attraktives Packmittel, kombiniert mit den Kosteneinsparpotenzialen des FFS-Absackverfahrens im Fokus.

Erhöhter Produktschutz durch PE-Folien

Wichtige Argumente für Nordzucker bestanden im erhöhten Produktschutz, den PE-Folien im Vergleich zu Sackpapier bieten – sowohl gegenüber mechanischen Belastungen als auch dem Eindringen von Feuchtigkeit. FFS-Foliensäcke sind rundum verschlossen und verhindern Produktaustritt ebenso sicher wie Kontamination – ein entscheidender Aspekt für ein Produkt, das als Lebensmittel ganz besonderen Hygieneanforderungen unterworfen ist. Das gleiche gilt für die Eigenschaft von Foliensäcken, keine Faseranteile beim Öffnen freizusetzen – ein Problem, das bei Papiersäcken immer große Aufmerksamkeit erforderlich macht.

"Sweet-Family“-Kristallzucker während des Absackprozesses in der Topas. (Foto: Nordzucker)
Rundherum sicher und hygienisch verpackt: Kristallzucker aus der Produktlinie „Sweet Family“ verlässt die Topas in 25-kg-Säcken. 
(Foto: Nordzucker)

Für die Logistikexperten von Nordzucker war entscheidend, dass sich FFS-Foliensäcke ebenso gut wie die traditionellen Ventilsäcke palettieren lassen. Erreicht wird dies durch die Eckenschweißung, die für eine perfekte kastenförmige Ausbildung des gefüllten Sackes sorgt und damit die Voraussetzung für ein optimales Stapelbild schafft. Eine Noppenprägung der Folie verbessert den Zusammenhalt der Säcke und stabilisiert dadurch den Stapel. Die Eckenschweißung verhindert darüber hinaus, dass Produktreste im Sack verbleiben und erleichtert dadurch das Recycling.

Nordzucker mit drei Topas-Absackanlagen

In der Folge investierte Nordzucker in drei Topas-Absackanlagen und stellte die Verpackung von 25-kg-Kristallzucker an den Standorten Uelzen, Kleinwanzleben und Nordstemmen auf FFS um. Zurückblickend haben sich die Erwartungen mehr als erfüllt, wie Dr. Thomas Mörle-Heynisch, Manager, Nordzucker Service Center – Central Europe, den Erfolg des Projekts bewertet: „Unsere Absackbetriebe können jetzt ihre Mitarbeiter deutlich flexibler einsetzen. Für sie hat sich das Arbeitsumfeld aufgrund der reduzierten Staubbelastung wesentlich verbessert. Von großem Wert für uns ist der Zugewinn an Flexibilität, da wir unterschiedliche Produkte durch eine einfache Anpassung der Sacklänge absacken können und keine neuen Säcke in einem anderen Format beschaffen müssen.“

Über 950 verkaufte Maschinen sichern der Topas inzwischen die Position der meistverkauften FFS-Absackanlage weltweit. (Foto: Windmöller + Hölscher)

Über 950 verkaufte Maschinen sichern der Topas inzwischen die Position der meistverkauften FFS-Absackanlage weltweit. (Foto: Windmöller + Hölscher)

Die Topas ist mit 950 verkauften Maschinen die meistverkaufte FFS-Absackanlage der Welt. In der Ausführung Topas SL ist sie heute zudem mit einer Leistung von 2.600 Sack/h die schnellste, bedienerfreundlichste und zuverlässigste FFS-Maschine im Markt – Ergebnis 40-jähriger Erfahrung mit dem Verfahren FFS, kreativer Ingenieurskunst und dem Einsatz modernster Technologien bei Windmöller & Hölscher.

 

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Über Windmöller & Hölscher

Das Familienunternehmen Windmöller & Hölscher ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Maschinen und Systeme zur Herstellung und Verarbeitung flexibler Verpackungen. Das Produktsortiment umfasst Hochleistungsmaschinen für Extrusion (Folienherstellung), Druck und Verarbeitung. Als weltweit vertretenes Unternehmen mit rund 2.500 Mitarbeitern bietet W & H seinen Kunden alles aus einer Hand: von Beratung und Engineering über die Lieferung hochwertiger Maschinen bis hin zur kompletten Verpackungsmittelproduktion. Maschinen von Windmöller & Hölscher sind heute in über 130 Ländern und bei mehr als 5.000 Kunden im Einsatz. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Lengerich, Deutschland, erwirtschaftete 2015 rund 720 Mio. Euro Umsatz.

 

 

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Münsterstraße 50
49525 Lengerich
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