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„Der Wettbewerb international nimmt zu“, betonte Steffen Schnizer, Sprecher des Vorstands vom Fachverband Faltschachtel-Industrie (FFI). Schnizer, Geschäftsführer der Multi Packaging Solutions GmbH aus Obersulm, sagte zudem, dass es im Bereich Pharma starke Produktionsverlagerungen nach Osteuropa gebe. Deshalb arbeite die Faltschachtelbranche an effizienteren Produktionsmöglichkeiten, da die Geschäftsprozesse von besonderer Wichtigkeit für die Zukungsfähigkeit der Industrie seien, Digitalisierung ist dabei ein bedeutendes Schlagwort.

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Mit einem Produktionsvolumen in Höhe von 842.313 Tonnen ging der Absatz der deutschen Faltschachtel-Industrie im Geschäftsjahr 2016 um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Der Umsatz sank im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent auf 1,822 Milliarden Euro. Damit setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Zwischen 2013 und 2016 reduzierte sich das Produktionsvolumen um ein Prozent, was einer Seitwärtsbewegung entspricht. Gleichzeitig sank dabei der Produktionswert aber um drei Prozent.

Christian Schiffers (links), Geschäftsführer des Fachverbandes Faltschachtel-Industrie (FFI), und Steffen Schnizer, Sprecher des FFI-Vorstands, verkündeten in Frankfurt die Leistungszahlen der deutschen Faltschachtelbranche. (Foto: FFI)

Christian Schiffers (links), Geschäftsführer des Fachverbandes Faltschachtel-Industrie (FFI), und Steffen Schnizer, Sprecher des FFI-Vorstands, verkündeten in Frankfurt die Leistungszahlen der deutschen Faltschachtelbranche. (Foto: FFI)

Volumenrückgang, zunehmender Wettbewerb unter nationalen und europäischen Herstellern sowie Margendruck sprechen deutlich für ein schwieriger werdendes Umfeld. Dies zeigt sich insbesondere im Rückgang der Profitabilität. So fiel der Umsatzerlös der deutschen Faltschachtel-Industrie von 2.172 Euro pro produzierter Tonne im Jahr 2015 auf 2.162 Euro pro Tonne im Jahr 2016. Vor allem die vermehrten Produktionsverlagerungen nach Osteuropa bei Pharma-, Food- und Non-Food-Produkten sowie die Substitution durch Kunststoffverpackungen im Niedrigpreissegment setzen den deutschen Faltschachtelunternehmen zu. „Die weitere Automatisierung, Optimierung und Digitalisierung der gesamten Geschäftsprozesse wird deshalb ein Schlüssel zum Erhalt und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sein“, sagt Steffen Schnizer, Sprecher des Vorstands des Fachverbands Faltschachtel-Industrie e. V. (FFI).

(Grafik: FFI)

(Grafik: FFI)

 

„Unsere Mitgliedsunternehmen zeichnen sich durch eine überdurchschnittliche Innovationskraft aus und sind auch im internationalen Vergleich oft Benchmark bei neuen Technologien und Prozessen“, so Steffen Schnizer. Im europäischen Vergleich steht die deutsche Faltschachtel-Industrie für rund ein Fünftel des europäischen Produktionsvolumens. Damit ist sie etwa doppelt so groß wie Großbritannien, Frankreich oder Italien.

Branchenkonsolidierung schreitet voran

Die generelle Branchenkonsolidierung wird auf absehbare Zeit mit leichten Schwankungen weiter voranschreiten. Beim FFI stehen dem Austritt eines Vollmitglieds sowie zwei assoziierter Mitglieder in 2016 sieben Neuaufnahmen von assoziierten Mitgliedern gegenüber. Damit repräsentiert der Verband in 2016 etwa zwei Drittel des deutschen Faltschachtelmarktes. Bei einem Rückgang der produzierten Tonnage um 3,2 Prozent verloren die FFI-Mitgliedsunternehmen lediglich 2,2 Prozent des entsprechenden Produktionswertes in 2016. Damit zeigen sie sich insgesamt besser als der Branchendurchschnitt.

Pro Carton ECMA Sustainability Award 2016:
Die auffälige Verpackungsform greift die Bildmarke (die dreieckige Form eines Lichtkegels) von Varta auf und sorgt somit am Point of Sale für perfekte Wiedererkennung. Zusätzlicher Clou sind die unterschiedlichen Möglichkeiten der Warenpräsentation. (Foto: FFI)
Pro Carton ECMA Finalist 2016 Confectionery:
Eine Veredelung mit Kaltfolie sorgt für metallischen Glanz, Sichtfenster gestatten den Blick auf den Inhalt. Das Überreichen erleicht eine in die Packung integrierte schmuckvolle Kordel als Tragegriff. Die Verpackung wird von Hand aufgerichtet, unten befüllt und verschlossen. (Foto: FFI)

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Über den Fachverband  Faltschachtel-Industrie (FFI)
Der FFI – Fachverband Faltschachtel-Industrie e. V. – vertritt seit 1948 die Interessen von mehr als 60 Unternehmen mit über 80 Produktions­standorten dieses Industriezweigs, der jährlich circa 842.000 Tonnen Faltschachteln produziert, was einem Produktionswert von rund 1,82 Milliarden Euro entspricht. Die FFI-Mitglieder repräsentieren dabei rund zwei Drittel des Branchenumsatzes. Die Faltschachtelbranche beschäftigt circa 9.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vielfältigen Berufsbildern. Branchenspezifische Berufe, wie Verpackungsingenieur, Drucker, Packmitteltechnologe, Verpackungsentwickler oder Mediengestalter, gehören ebenso dazu, wie kaufmännische, technische und logistische Berufe. Traditionell zeigt sich die Industrie mit derzeit rund 700 Auszubildenden zukunftsorientiert und verantwortungsbewusst. Der FFI-Fachverband unterstützt seine Mitglieder mit vielfältigen Produkten sowie Dienstleistungen und trägt so nachhaltig zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei. Das Gremien- und Informationsangebot des FFI ist einmalig in Europa. Er sorgt systematisch für Know-how-Transfer und Kompetenzsteigerung durch Informationsveranstaltungen und Fortbildungsseminare, aber auch mit Leitfäden, Richtlinien, Mustern und Checklisten.

Unternehmen

FFI Fachverband Faltschachtel-Industrie e. V.

Kleine Hochstraße 8
60313 Frankfurt am Main
Deutschland

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