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Nach Angaben von Europen in Brüssel, der europäischen Organisation für Umwelt und Verpackung, hat sich die Gesamtquote bei stofflichen Verwertung von Verpackungen in der Europäischen Union (EU-27) leicht von 63,3 % im Jahr 2010 auf 63,6 % im Jahr 2011 erhöht. Die Organisation beruft sich dabei auf Daten von Eurostat.

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Die Verpackungsmenge im EU-Markt stieg dabei von 2010 bis 2011 um 1,9 %. Im gleichen Zeitraum verminderte sich die Menge von deponierten Verpackungsabfällen um 2,7 %. Mit einer durchschnittlichen Recyclingquote von 50,6 % sind in denjenigen Mitgliedstaaten, die der EU 2004 und 2007 beigetreten sind, weitere Anstrengungen erforderlich, damit diese die aktuellen EU-Ziele erreichen können.

„Die Daten von Eurostat sind ermutigend und zeigen deutlich, dass die Lieferkette Verpackung insgesamt gesehen die Ziele der EU bei Recycling und der stofflichen Verwertung erfüllt oder übertrifft“, erklärte Virginia Janssens, Geschäftsführer von Europen. Es müsse jedoch auch betont werden, dass für die vollständige Umsetzung und Durchsetzung der EU-Rechtsvorschriften über Abfälle in allen Mitgliedstaaten die bestehenden Lücke zwischen den Mitgliedstaaten geschlossen werden müsse.

Die unterschiedlichen Definitionen der Mitgliedsstaaten für Recycling und Rückgewinnung, Berechnungsmethoden, Durchführung und Durchsetzung des EU-Rechts, von Abfall-Management-Infrastrukturen und Verbrauchsmengen von verpackten Waren sind ein echtes Hindernis für alle Mitgliedstaaten, die die gleichen Ziele erreichen sollen. Die Ausgangspunkte der Mitgliedstaaten für Recycling-und Verwertungsquoten sind sehr unterschiedlich, so dass es für alle Mitgliedsstaaten gemeinsam schwer ist, ein einzelnes Ziel (und Zeitplan) zu erreichen. Diese Herausforderungen waren ein zentrales Diskussionsthema auf dem 20. Europen-Jahrestreffen am 9. Oktober.

„Neue EU-Ziele sollten die Auswirkungen möglicher Harmonisierungen der Berechnungsmethoden und Definitionen auf die bestehenden Recycling-und Verwertungsquoten widerspiegeln „, erklärte Janssens. Sie fügte hinzu, dass der Schwerpunkt auch auf die Verbesserung der Regelungen über erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) auf nationaler Ebene zielen sollte. Janssens weiter: „Europen fordert gesetzliche Bestimmungen in der EU Packaging and Packaging Waste Directive (PPWD), sodass gleiche Wettbewerbsbedingungen für den Betrieb von konkurrierenden EPR-Systemen bestehen, beispielsweise eine harmonisierte Definition der EPR sowie Mindestanforderungen für EPR-Systeme, um Transparenz und Effizienz sowie klare Aufgaben und Verantwortlichkeiten für die Mitgliedstaaten und Betreiber zu gewährleisten.“

Europen will in Kürze eine eingehende Analyse der Statistik von 2011 über Verpackungen und Verpackungsabfälle zur Verfügung stellen.

(dw)