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Die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) begrüßt die Initiative der Europäischen Kommission, eine Strategie für die Kunststoffindustrie in Europa zu entwickeln. Das unterstreicht der IK in einer Stellungnahme.

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Der IK begrüßt die vorgestellte EU-Strategie für die Kunststoffindustrie ausdrücklich. (Bild: picsfive – Fotolia)

Der IK begrüßt die vorgestellte EU-Strategie für die Kunststoffindustrie ausdrücklich. (Bild: picsfive – Fotolia)

Das recyclinggerechte Design sowie die Erhöhung der Rezyklatanteile sind laut dem Schreiben für die Kunststoff-Verpackungsindustrie die beiden zentralen Elemente der weit reichenden EU Plastics Strategy. Auch die Bekämpfung des weltweiten Littering liege im Interesse der Industrie, um die Zukunftsfähigkeit nachhaltiger Kunststoffprodukte zu gewährleisten.

Politik in der Pflicht

„Positiv bewerten wir vor allem die Tatsache, dass die Kommission eine Strategie formuliert hat, die politische Entscheidungsträger, die gesamte Wertschöpfungskette und Konsumenten gleichermaßen berücksichtigt und in die Pflicht nimmt“, erklärt IK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Bruder. „Mit ihrer freiwilligen Selbstverpflichtung setzt die Kunststoffindustrie politische Umweltziele der Plastics Strategy um.“ Viele der genannten Forderungen stünden im Einklang mit der Position der IK. In Deutschland sind einige der geforderten Maßnahmen sogar bereits umgesetzt oder sollen in naher Zukunft etwa im Rahmen des neuen Verpackungsgesetzes Wirklichkeit werden.

Freiwillige Selbstverpflichtung

Die Plastics Strategy formuliert das politische Ziel, dass im Jahr 2030 alle Kunststoffverpackungen recyclingfähig oder wiederverwendbar sein sollen und fordert von der Industrie ebenso ambitionierte und konkrete freiwillige Selbstverpflichtungen. Als Mitglied der unterzeichnenden Verbände European Plastics Converters (EUPC), Petcore Europe und Polyolefin Circular Economy Platform (PCEP) unterstützt die IK die am 16. Januar veröffentlichte freiwillige Selbstverpflichtung der Kunststoffindustrie als wichtigen Impuls zur Umsetzung der Plastics Strategy. Diese freiwillige Selbstverpflichtung formuliert konkrete Quoten für die Recyclingfähigkeit und Mehrwegnutzung für die Meilensteine 2020, 2030 und 2040. Eine besondere Bedeutung kommt den Verpackungen aus Polypropylen und Polyethylen (Polyolefinen) zu, die mit ca. 70 % den Großteil am Kunststoffverpackungsmarkt in Europa ausmachen.

Zum Vergleich: In Deutschland sind bereits drei Viertel aller Kunststoffverpackungen recyclingfähig. Über 50 % der auf den deutschen Markt gebrachten Kunststoffverpackungen für den privaten Endverbraucher werden heute schon recycelt.

Strategie-Schwerpunkt: Recycling

„Die Forderungen der Plastics Strategy zum Ausbau des Recyclings sehen wir als Chance für Deutschland und Europa, die eigene Kreislaufwirtschaft unter ökologischen und ökonomischen Aspekten weiter zu stärken. Schließlich tragen recycelte Kunststoffe zur Ressourceneffizienz bei, sparen Kosten und erweitern die Lieferantenbasis für die Verpackungshersteller. Die Industrie investiert entsprechend in Forschung, Entwicklung und Produktion. Potenziale zum weiteren Einsatz von Rezyklaten sieht die IK vor allem bei Konsumverpackungen im Non-Food-Bereich sowie bei Industrieverpackungen“, so Dr. Bruder. „Hier sind die Einsatzmöglichkeiten bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.“

Aktuell hemmen laut IK allerdings die mangelnde Qualität und Verfügbarkeit des Recyclingmaterials dessen erhöhten Einsatz. Und auch der Verbraucher spiele eine wichtige Rolle, insbesondere bei der Abfalltrennung. „Außerdem bedarf es Investitionen in modernste Sortieranlagen, um die geforderten Mengen zu bewältigen und optimal zu sortieren. Mit der Verabschiedung des Verpackungsgesetzes in Deutschland sind derartige Investitionen erfreulicherweise bereits angelaufen, “ kommentiert Dr. Bruder.

Ganzheitliche Sicht auf Kunststoffverpackungen

Im Zusammenhang mit den Diskussionen über die Plastics Strategy und den Aspekt des Recyclings vermissen wir bisher eine ganzheitliche Sicht auf Kunststoffverpackungen, die mit ihren vielfältigen Schutzfunktionen einen wesentlichen Beitrag zur Ressourceneffizienz und zum Klimaschutz leisten. Das umweltgerechte Design von Kunststoffverpackungen geht daher über die Recyclingfähigkeit deutlich hinaus.

Unternehmen

IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V.

Kaiser-Friedrich-Promenade 43
61348 Bad Homburg v.d.H.
Deutschland

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