-

Im stationären Handel gewinnen digitale Technologien an Bedeutung. Erfolgreich sind Konzepte, die Shoppern, Markenartiklern und Händlern einen Mehrwert bieten. Ob die individuelle Ansprache, ein multisensorisches Markenerlebnis oder eine Feedback-Möglichkeit: digitale Techniken sorgen für Interaktion.

Anzeige

Hey du, ja… genau du! Der große Vorteil im stationären Handel ist, dass Kunden von Verkäufern individuell angesprochen und beraten werden. Doch was tun, wenn gerade kein Verkäufer verfügbar ist oder man sich erst einmal inspirieren lassen möchte? Digital-Signage-Anwendungen, die uns mit allgemeinen Botschaften beglücken, schöpfen das Potenzial in der Kundenansprache nicht aus. Intelligente Displays können dagegen mehr: Sie bieten „interaktives Infotainment“ und revolutionieren damit die Kundenansprache am Point of Sale. Dank künstlicher Intelligenz erkennt die im Display eingesetzte Software Alter, Geschlecht und Stimmung des Betrachters und spielt automatisch die passenden Informationen und Produktbotschaften aus.

Die Software erkennt Alter, Geschlecht und Gefühle der Shopper und nutzt die Informationen für die Auswahl zielgenauer Angebote. (Foto: Sensape)

Die Software erkennt Alter, Geschlecht und Gefühle der Shopper und nutzt die Informationen für die Auswahl zielgenauer Angebote. (Foto: Sensape)

Für Oreo ist aktuell eine Installation im Einsatz, die den Shopper auffordert, eine Kekspackung aus dem neben der Infostele platzierten Display zu nehmen. Belohnt wird er dafür mit einem Coupon, einem Rezept oder einem lustigen Augmented-Reality-Motiv aus der Oreo-Welt. Die Inhalte passen sich dynamisch an, je nachdem, wer vor dem Display steht.

Dynamische Inhalte

Wer glaubt, dass mit Floorstickern, Regalwobblern und jeder Menge Bildschirme mittlerweile aller bespielbarer Raum im Handel belegt sei, der irrt. Die Content Bowl Auma 360° lenkt die Aufmerksamkeit der Shopper nach oben – an die marketing-technisch bisher jungfräuliche Ladendecke.

Betritt der Shopper einen definierten Bereich in der Nähe der digitalen Entertainment-Kuppel, taucht er in eine multisensorische Markenwelt ab. Filmsequenzen in HD-Qualität laufen im Inneren der Bowl ab, ergänzt durch Musik und den passenden Duft. Die von Cosalux entwickelte Platzierung Auma 360° bietet ein Erlebnis für alle Sinne und lässt sich perfekt für Sonderflächen nutzen. 2016 wurde die Installation im Weber Original Flagshipstore Berlin mit dem Digital Retail Award ausgezeichnet. Hier schaffen verschiedene Projektionen, Grillgeräusche und Aromen Erlebnisinseln und fördern das Kauferlebnis.

Intelligentes Display, das Spaß macht: Die Inhalte passen sich dynamisch an den Betrachter an. 
(Foto: Sensape)
Die Content Bowl eröffnet dem Shopper im Store eine multisensorische Markenwelt mit Film, Musik und Duft. (Foto: Cosalux)
I like – gelungenes Shopper Involvement: Mit dem Drücken des like-Buttons helfen sich Konsumenten bei der Auswahl. (Foto: TLM)

The Like Machine – Produktbewertung am Regal

Bewertungen anderer Konsumenten über ihre Erfahrungen mit Produkten sind Verbrauchern im Auswahl- und Kaufprozess wichtig. Dass Kundenbewertungen sogar der wichtigste Kauf­impuls der Deutschen sind belegt eine aktuelle GfK-Umfrage im Auftrag des Kölner Lokalmarketing-Unternehmens Greven Medien.
Bisher spielten sich diese Bewertungen allein im Internet ab. Doch jetzt können sich Marken in den USA dem Kundenurteil auch direkt am Regal stellen, indem sie „The Like Machine“ einsetzen. Das Mini-Bewertungstool fordert zum „Liken“ auf – das heißt zum Drücken des entsprechenden Buttons am Gerät. Dieser ist direkt beim Produkt platziert und bildet die Gesamtanzahl positiver Bewertungen ab, die das Vertrauen der Verbraucher in offensichtlich beliebte Produkte erhöhen.

Augmented Reality – Virtuelle Instore-Konzepte

Augmented-Reality-Anwendungen, welche die reale mit einer virtuellen Welt verknüpfen, gibt es schon länger. Spätestens mit dem Erfolg von Pokémon Go sind sie in unser aller Bewusstsein gerückt. Glücklicherweise bietet diese Technik weitaus mehr Möglichkeiten, als virtuelle Monster zu jagen. So lassen sich beispielsweise ein reales Handelsumfeld und ein virtuelles Display-Muster verknüpfen. Damit kann die ideale Display-Platzierung zwischen Marktleiter und Merchandiser entschieden werden, bevor die Zweitplatzierung überhaupt im Markt eintrifft.

„Anders macht mehr Spaß“ – auch am POS. Die POS-Dekoration der STI Group setzt die neuen „Pick-up-Minis“ im Handel aufmerksamkeitsstark in Szene.

„Anders macht mehr Spaß“ – auch am POS. Die POS-Dekoration der STI Group setzt die neuen „Pick-up-Minis“ im Handel aufmerksamkeitsstark in Szene.

Bei der Entwicklung von Displays und Verpackungen nutzt die STI Group die virtuelle Platzierung im Regal oder auf der Handelsfläche, um die Vertriebsteams der Markenartikelindustrie in ihren Jahres- und Platzierungsgesprächen zu unterstützen.

Shopper erfolgreich involvieren

Auch im Bereich B2C spielen Augmented-Reality-Anwendungen mittlerweile eine Rolle. Bahlsen macht es mit der Launch-Kampagne für „Pick up Minis“ vor: Kunden können die kleinen Geschwister des beliebten Pick-up-Riegels im Handel auf ganz besondere Weise erleben. Dazu installieren sie die Pick-up Live-App auf ihrem Smartphone und richten selbiges auf die Dekosäule der Launch-Kampagne im Handel. Der Pick-up-Riegel wird als virtuelle Figur sichtbar, mit der man sich fotografieren lassen, ein Selfie schießen und es über soziale Netzwerke teilen kann. Die Zielgruppe als Kommunikator vervielfältigt ihr positives Markenerlebnis – lustig, authentisch und alles andere als langweilig. Pick-up-Mini eben. Im Handel weist die POS-Dekoration in Form eines überdimensionalen Pick-up-Riegels auf die „Meet-&-Greet“-Kampagne mit Augmented-Reality-Integration hin. Die auffällige POS-Dekoration, die von der STI Group realisiert wurde, wird durch einen Torbogen als Palettenüberbau sowie Wellpapp-Standees mit dem Kampagnen-Testimonial und dessen „Mini me“ ergänzt.

Die Zielgruppe gibt den Ton an

Doch Spaß-Kampagnen wie diese funktionieren nicht für alle Produkte und nicht für alle Zielgruppen. „Die Marke dirigiert das Kampagnen-Orchester, aber die Zielgruppe gibt den Ton an“, verbildlicht Frank Rehme, POS-Evangelist und früherer Leiter der Metro Group Future Store Initiative die Herausforderung für erfolgreiche digitale POS-Kampagnen. „Das ,Wie‘ ist klar – Smartphones, Apps, soziale Netzwerke oder Beacons machen die digitale Shopper-Jagd am POS möglich. Doch am Ende sind es die originellen Ideen und schlüssigen Argumente, die den Verbraucher überzeugen und Abverkäufe am Point of Sale steigern. Darin liegt die eigentliche Herausforderung eines digital vernetzten POS, denn die Gretchenfrage bleibt: Wie überzeuge ich den Shopper bloß von meinem Angebot? Gutes Shopper-Marketing ist also mehr denn je gefragt, anspruchsvoll erweitert um die digitale Dimension“, resümiert Rehme.

Auch München ist den Trends auf der Spur

Wenn Sie sich für Verpackungen interessieren, dann könnte Sie auch unser <a href="http://www.packagingsummit.de/
"> Packaging Summit am 14. März 2018 </a> interessieren: Design, Packaging und Marke – dieser Dreiklang steht im Fokus des Packaging Summit, den die neue verpackung zusammen mit W&V (Verlag Werben & Verkaufen GmbH) veranstaltet. Im Hochhaus des Süddeutschen Verlags in München diskutieren Markenartikler, Designer, Packmittelhersteller und Wissenschaftler darüber, wie sich Marke, Produkt, Verpackung und Kommunikation in ihrer Wirkung ergänzen. Und wie sich Antworten auf moderne Fragestellungen finden lassen. <a href="http://www.packagingsummit.de/programm/
"> Hier finden Sie das vollständige Programm </a>.

Der Packaging Summit findet am 14. März in München statt. (Grafik: Hüthig)

Wie Markenartikler und Verpackungshersteller den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft begegnen können ist auch Thema des Packaging Summits, der in diesem Jahr am 14. März in München stattfindet. Hier werden Fragestellungen beantwortet wie:

  • Was erwarten Markenartikler und Handel von Designern und Verpackungsherstellern?
  • Wie wandelt sich die Welt der Konsumgüter durch Digitalisierung?
  • Wie können globale Megatrends auf der einen Seite und lokale Bedürfnisse auf der anderen in zukunftsorientierte Verpackungsinnovationen übersetzt werden?
  • Wie rückt das Unboxing die Verpackung in den Mittelpunkt des Erlebens?
  • Wie verändert sich das Verpackungsdesign im Zeitalter von Industrie 4.0?

Hier finden Sie das komplette Programm, direkt zur Anmeldung gelangen Sie hier.

Unternehmen

STI Group STI - Gustav Stabernack GmbH

Richard-Stabernack-Straße
36341 Lauterbach
Deutschland

Zum Firmenprofil