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Auch im Monat April veröffentlichen wir wieder unseren exklusiven Geschäftsklimaindikator, erstellt durch das Ifo Institut. Hier erfahren Sie, wie sich die Bereiche Papier und Pappe, Kunststoff, Glas, Holz sowie Weißblech im Februar 2018 entwickelt haben.

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Im Verpackungssektor wurde die konjunkturelle Stimmung, die vom Ifo Institut für Wirtschaftsforschung im Rahmen des Konjunkturtests ermittelt wird, im Februar erneut etwas gedrückt. Ausgelöst wurde dies durch die Entwicklung in den Bereichen Papier und Feinstblech, während in einigen anderen Sparten eine Fortsetzung der Besserungstendenzen zu erkennen war.

Indikator gesunken: Bei Vollpappekartonagen ist das Geschäftsklima erstmals wieder leicht in die Unterkühlungszone geraten. Die momentane Situation wurde bei weitem nicht mehr so positiv bewertet wie zuletzt, und im Hinblick auf die Perspektiven hat die Skepsis eher noch zugenommen. In der Sparte Wellpappen und -kartonagen hat zwar die günstige Geschäftslage angehalten, in den Erwartungen ist jedoch trotz voller Auftragsbücher der Optimismus  gewichen. Die Hersteller von Faltschachteln berichteten über eine deutlich weniger gute Geschäftslage als zu Jahresbeginn und blickten nun sogar skeptisch in die Zukunft. Der Geschäftsklimaindikator für Beutel hat sich etwa auf dem hohen Niveau des Vormonats behaupten können. In der Sparte Feinkartonagen war man zwar mit der gegenwärtigen Geschäftslage nicht mehr zufrieden, hinsichtlich der Aussichten in den nächsten sechs Monaten hat der Pessimismus jedoch spürbar nachgelassen. Die Produktionspläne zeigen dennoch weiter nach unten. (Alle Grafiken: Redaktion)
Leichte Erholung: Der Anstieg des Geschäftsklimaindikators bei Flaschen und sonstige Hohlkörper bis 5 l hat sich fortgesetzt. Die Urteile zur momentanen Lage fielen weiterhin überwiegend positiv aus, eine wesentliche Änderung zeichnete sich offenbar für das kommende halbe Jahr nicht ab. Auftragsreserven sind ausreichend vorhanden, die Fertigung soll aber bei anhaltendem Lagerdruck nicht ausgedehnt werden. In der Sparte Hohlkörper über 5 l hat sich an der guten Stimmung nichts Wesentliches verändert. Hier zeigten die Produktionspläne vor dem Hintergrund prall gefüllter Auftragsbücher nach oben. Bei Beuteln, Tragetaschen und Säcken wurde die gegenwärtige Situation vermehrt positiv eingestuft, und die Skepsis in den Erwartungen ist gewichen. Bei verbessertem Auftragsbestand soll auch die Fertigung wieder hochgefahren werden. In der Sparte Dosen, Hülsen und Kästen stagnierte der Klimaindex.
Besserungstendenzen: Das ohnehin günstige Geschäftsklima im Bereich Glas hat sich erkennbar aufgehellt. Bei Getränkeflaschen wurde die momentane Situation weiterhin deutlich positiv beurteilt. In den Geschäftserwartungen kam nun sogar wieder großer Optimismus zum Ausdruck. Die Auftragspolster galten als gut ausreichend, die Lieferschwierigkeiten hielten an. Trotzdem beabsichtigten die Firmen, ihre Produktion in naher Zukunft etwas einzuschränken. Auch in der Sparte Verpackungs- und Medizinglas tendierte der Klimaindikator nach oben. Nachfrage und Fertigung zogen kräftig an, die Auftragsreserven wurden aufgestockt. Dementsprechend kündigten die Pläne der Firmen eine weitere Expansion der Produktion an. In beiden Glassparten kam es zu höheren Verkaufspreisen, man sah aber keine Spielräume, sie in den nächsten Monaten nochmals heraufzusetzen.
Geringer Anstieg: Die Stimmung in der Sparte Holzpackmittel und Paletten hat sich erneut etwas verbessert. Bei der Beurteilung der gegenwärtigen Geschäftslage überwogen vermehrt die positiven Stimmen, im Hinblick auf die künftige Entwicklung hat sich der Optimismus aber abgeschwächt. Neue Order konnten abermals mehr registriert werden als im Vormonat, und auch die Produktion wurde erhöht. Die Auftragsbestände insgesamt nahmen ebenfalls zu und lagen nach wie vor über dem saisonal üblichen Maß. Die Lieferengpässe konnten nicht beseitigt werden. Demzufolge soll auch die Fertigung weiter ausgedehnt werden, wenngleich die Zahl derartiger Meldungen erkennbar abgenommen hat. Vielfach konnten Steigerungen der Verkaufspreise durchgesetzt werden, und auch in den nächsten Monaten rechnete man mit einer Fortsetzung dieser Tendenz.
Deutlicher Dämpfer: Das Geschäftsklima bei Feinstblechpackungen hat sich spürbar abgekühlt. Ihre aktuelle Geschäftslage stuften die Unternehmen vor dem Hintergrund regen Orderzugangs und forcierter Fertigung jedoch weiterhin noch überwiegend positiv ein. Die Auftragsbestände konnten zwar wieder angereichert werden, sie übertrafen das Normalmaß andererseits nur noch wenig. Als saisonüblich wurden nach wie vor die Fertigwarenlager empfunden. Die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate waren von nachlassender Zuversicht geprägt, die Produktionspläne kündigten aber eine weitere Expansion an. Im Vormonat konnten die Verkaufspreise angehoben werden, und auch für die nahe Zukunft sah man Chancen für Steigerungen – allerdings nicht mehr so häufig.