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Ausgehend vom Wunsch, die Klimabilanz seiner Verpackungen zu verbessern, hat Frosta, eines der großen Unternehmen der Tiefkühlkost-Branche, den gesamten Lebenszyklus seiner Produkte unter die Lupe genommen: von der Auswahl der Rohstoffe bis zur Wiederverwertung der Verpackungen. Letztlich entschied sich das Unternehmen unter anderem dazu, alle Verpackungen mit Druckfarben auf Wasserbasis zu drucken.

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Der Verzicht auf lösemittelbasierte Farben schlägt sich für Frosta aber nicht nur in der besseren Umwelt­bilanz seiner Verpackungen nieder. Sie ermöglichen auch mehr Effizienz und damit auch niedrigere Produktionskosten. So konnte das Unternehmen seinen Farb- und Energieverbrauch wesentlich reduzieren, weil die Abluftreinigung und die Aufbereitung der Farbrückstände der Lösemittel entfallen. Damit leisten die wasserbasierten Druckfarben nicht nur einen entscheidenden Beitrag zu mehr Umweltschutz, sondern helfen gleichzeitig, Kosten zu reduzieren.

Insgesamt konnte Frosta die Klimabilanz seiner Folienverpackungen um 30 Prozent verbessern. (Foto: Follmann)

Insgesamt konnte Frosta die Klimabilanz seiner Folienverpackungen um 30 Prozent verbessern. (Foto: Follmann)

Wasser statt Lösemittel

Wasserbasierte Farben gewinnen als umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen lösemittelbasierten Farben immer mehr an Bedeutung. Die Druckfarben sind der lösemittelhaltigen Konkurrenz nicht nur in Sachen Umweltverträglichkeit weit überlegen, auch in der Verarbeitung haben sie längst aufgeschlossen. Die Druckfarben-Systeme Folco Aquaflex beispielsweise hat Hersteller Follmann speziell für flexible Verpackungen aus Kunststoff und Papier entwickelt. Die Farbserien eignen sich sowohl für den Flexodruck als auch für den Tiefdruck auf Kunststofffolien wie PE, PP, PET, PA und OPP sowie auf saugenden, ungestrichenen und gestrichenen Papieren.

Dazu lassen sich mit den Farben auf all diesen Bedruckstoffen brillante Farbtöne und eine gute Punktschärfe erzielen. Gute Haftung selbst auf kompostierbaren Folien kennzeichnen die Farbserien ebenso wie die problemlose Reemulgierung beim Druckvorgang, gute Beständigkeiten, geringer VOC-Gehalt und eine schnelle Trocknung. Mit den Farben ist sowohl der Frontaldruck als auch der Konterdruck möglich, und auch bei der Anwendung in Mehrschichtfolien können Betreiber hervorragende Verbundwerte erreichen.

Effizient im Prozess

Auch im Produktionsprozess ermöglichen die Farben Vorteile: Während bei lösemittelhaltigen Farben eine thermische Nachverbrennung erforderlich ist, entfällt dieser Entsorgungsprozess hier. Dazu sind die einkomponentigen Lösungen direkt verarbeitungsfähig. Für den Anwender bedeutet das: schnellere Rüstzeiten bei gleichzeitiger Gewährleistung der Farbechtheit.

Dabei sind die wasserbasierten Farben extrem ergiebig. Sie laufen selbst bei hohen Druckgeschwindigkeiten schäumungsarm und zeichnen sich durch eine hohe Nassknitterfestigkeit aus. „In der Praxis hat sich gezeigt, dass bei Verwendung der wasserbasierten Druckfarben Folco Aquaflex die Standzeiten der Flexodruckformen im Vergleich zu lösemittelbasierten Druckfarben deutlich erhöht werden. Durch die hervorragende Reemulgierung beim Druckvorgang sind auch lange Druckjobs kein Problem, die hohe Viskositätskonstanz der Farben verringert den Aufwand für Korrekturen“, erklärt Lutz Becker, Produktmanager bei Follmann.

Kunden erhalten bei der Umstellung auf die umweltfreundliche Alternative zudem technischen Support vom Labor bis zur Druckmaschine sowie umfassende Beratung und Unterstützung in Sachen Analytik, Colorimetrie und Prozessoptimierung.

Die umweltfreundlichen Farbsysteme eigenen sich für alle gängigen Drucksysteme. (Foto: Follmann)

Die umweltfreundlichen Farbsysteme eigenen sich für alle gängigen Drucksysteme. (Foto: Follmann)

Verpackung als Visitenkarte

Weil Ressourcenschonung und nachhaltiges Denken entscheidende Themen bei Frosta sind, war die Umstellung auf wasserbasierte Druckfarben die logische Konsequenz. Zumal weil das Unternehmen bei den gewählten Druckfarbsystemen keinerlei Abstriche in puncto Druck- und Verarbeitungsqualität, Farbbrillanz und Prozessstabilität machen musste.

Die wasserbasierten Farben spielen in der hochsensiblen Lebensmittelbranche ihre überzeugenden Vorteile aus: So ist es Frosta gelungen, die Klimabilanz seiner Folienverpackungen insgesamt um 30 Prozent zu verbessern und den Materialverbrauch deutlich zu reduzieren. Einen entscheidenden Beitrag dazu haben, neben der Nutzung von FSC-zertifizierten Rohstoffen, sortenreinen Kunststoffen und der Reduzierung der Folienstärke, auch die wasserbasierten Druckfarben geleistet.

„Nachhaltigkeit gehört zu unserem Markenkern. Dabei haben wir die gesamte Wertschöpfungskette vom Saatgut bis zum Gelben Sack im Blick. Und selbstverständlich kommt der Verpackung in puncto Energie- und Ressourcenverbrauch aber auch in Sachen Umwelt- und Verbraucherschutz große Bedeutung zu. Die wasserbasierten Farben passen da perfekt zu unserer Philosophie“, resümiert Torsten Matthias, Marketingleiter bei Frosta.

Autor

Arthur Gaj, Technical Support Paper and Film bei Follmann

Unternehmen

Follmann GmbH & Co. KG

Heinrich-Follmann-Str. 1
32423 Minden
Deutschland

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