Die Seidenader Maschinenbau GmbH, Markt Schwaben, hat ein Verfahren entwickelt, mit dem inline und bei einer Produktionsgeschwindigkeit von bis zu 600 Spritzen pro Minute ein durchstochener Nadelschutz bei Spritzen erkannt wird. Nadeln von vorgefüllten Spritzen, die den Nadelschutz durchdringen, gefährden zum einen die Sterilität von Nadel und Produkt, zum anderen bergen sie eine große Verletzungsgefahr für Ärzte und Pflegepersonal. Ein durchstochener Nadelschutz ist weder visuell noch von Kamera- und Bildverarbeitungssystemen sicher zu erkennen. Hochspannung, angelegt am unteren Bereich der Spritze, macht diese Defekte am Nadelschutz zuverlässig sichtbar, da durch die Leitfähigkeit der heraustretenden Nadel ein Überschlag entsteht. Nach Angaben des Herstellers haben Tests gezeigt, dass diese Methode sogar die Fehlerstellen bei Spritzen erkennt, bei denen die Nadel durch einen festen Plastikschutz (RNS) umgeben ist. Die Inspektionsstation lässt sich auf einem Sternrad in einer automatischen Inspektionsmaschine der Seidenader-VI-Serie integrieren. Die als fehlerhaft erkannten Spritzen können über einen separaten Auswurf ausgeschleust werden.