News

24.10.2002

Kunststoffverpackungen: Branchenwachstum setzt sich fort

Kunststoff

Die langjährige positive Entwicklung von Kunststoffverpackungen setzt sich auch im Konjunkturtal fort. Bei seiner Jahrestagung in Berlin zog der Industrieverband Kunststoffverpackungen e. V. eine insgesamt positive Bilanz zur wirtschaftlichen Entwicklung seiner Branche. Der Produktionswert der deutschen Hersteller von Kunststoffverpackungen und -folien stieg im Jahr 2001 um 3,2 Prozent auf über 8,6 Milliarden Euro. Der bisherige Jahresverlauf deutet auf eine weitere Umsatzzunahme hin. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben die Hersteller von Kunststoffverpackungen und -folien mit rund 4,4 Milliarden Euro um 4,3 Prozent mehr erlöst, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Noch stärker stieg die Produktionsmenge um 5,1 Prozent auf 1,7 Millionen Tonnen. Aufgrund nachlassender konjunktureller Impulse erwartet der Verband für das Gesamtjahr etwas geringere Steigerungsraten. Auch im laufenden Jahr trug der Außenhandel zur positiven Branchenentwicklung bei. Im ersten Halbjahr konnten die Exporte um 5,5 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro gesteigert werden. Sie machen bereits rund 45 Prozent des Branchen-Produktionswertes aus. Nicht ganz so stark nahmen die Importe - um 4,6 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro zu.

Differenzierte Entwicklung

Die bisherigen Wachstumsträger der Branche, wie insbesondere Folien und Folienprodukte, konnten sich im Vorjahr auf hohem Niveau behaupten, wobei hochwertige Mehrschichtfolien für die Lebensmittelindustrie bei guter Kapazitätsauslastung mit rund drei Prozent die größten Nachfrageimpulse verspürten. Im bisherigen Verlauf des Jahres 2002 zog die Nachfrage nach Verpackungsfolien noch stärker an. Deutlich aufwärts ging es auch mit Kunststoffverschlüssen, die im Vorjahr 13 Prozent und im ersten Halbjahr 2002 sechs Prozent zulegen konnten. Mit einem Plus von rund 14 Prozent bei den Stückzahlen sind Kunststoff-Flaschen unter allen Sektoren der Branche im Jahr 2001 am stärksten gewachsen. Diese Entwicklung setzte sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit einem Plus 19,4 Prozent auf rund 5,4 Milliarden Stück fort. An dieser Entwicklung ist maßgeblich die PET-Flasche beteiligt, die sich als unzerbrechliches, leichtes Gebinde in fast allen Bereichen des Getränkemarktes rasch durchsetzt. Bei Großbehältern aus Kunststoff misstraut der IK-Verband der amtlichen Statistik, die eine sprunghafte Stückzahlerhöhung alleine in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um mehr als 32 Prozent bei nur 5 Prozent höherem Umsatz ausweist.

Unter Kostendruck

Mit permanenten Produktivitätssteigerungen, stetigen Rationalisierungsfortschritten und kontinuierlicher Optimierung von Kunststoffverpackungen ist es der Branche bislang gelungen, Kostensteigerungen weitestgehend aufzufangen: Die amtlichen Preisindizes für Folien und Kunststoffpackmittel (1995= 100) lagen zur Jahresmitte 2002 zwischen 95,4 (für Becher/ Dosen) und 107,6 (für Kunststoff-Flaschen). Im ersten Halbjahr 2002 mußte die Branche wieder einmal drastische Preissteigerungen für Kunststoff-Rohstoffe um bis zu 30 Prozent hinnehmen. Hinzu kamen Mehraufwendungen für Energie, Transport, Verpackung und Personal. Weil diese neuerlichen Kostensteigerungen vielfach nicht mehr durch betriebliche Maßnahmen ausgeglichen werden können, sind viele Hersteller von Kunststoffpackmitteln gezwungen, diese Mehrbelastungen entsprechend ihrer Wertschöpfung in ihren Preisen zu berücksichtigen. In dem immer frostiger werdenden konjunkturellen Umfeld sehen die Hersteller von Kunststoffpackmitteln nur noch vereinzelt Chancen, die in den beiden vergangenen Jahren um insgesamt fünf Prozent erhöhte Mitarbeiterzahl nochmals zu vergrößern. Rund 60.000 Beschäftigte haben in der Branche einen - hoffentlich auch künftig - krisensicheren Arbeitsplatz.

Wegbereiter des Fortschritts

Dem Produktionswert nach haben Kunststoffe heute einen Anteil von rund 38 Prozent am deutschen Packmittelmarkt. Die Branche ist davon überzeugt, dass sie die vor zwei Jahren erreichte Marktführerschaft und ihre technologische Spitzenstellung im Verpackungssektor auch unter den erschwerten konjunkturellen Gegebenheiten verteidigen und noch weiter ausbauen kann. Damit wird die Kunststoffverpackung auch künftig einer der Wegbereiter des Fortschritts sein.

Weitere Infos

     
Partner-Sites
Aktuelle Ausgabe

Januar

Service:
Archiv | Probeheft | Abo

Januar