21.07.2004, 00:00
Die kanadische Alu- und Packmittelgruppe Alcan, inzwischen auch Besitzer der Pariser Gruppe Pechiney, wird sich mit 20 Prozent an einem neuen Alu-Standort beteiligen, der unter Führung der Oman Oil Company (OOC) und der Abu Dhabi Water and Electricity Authority (ADWEA) in Sohar (Oman) errichtet werden soll. Das gab die Gruppe gestern in Paris bekannt. Das neue Werk ist auf eine Jahreskapazität von 330 Kilotonnen ausgelegt. Alcan will mit seiner Beteiligung seinen Rang als weltweit führender Hersteller von Billigaluminium untermauern und zugleich "seinen Aktionären mehr Wert schaffen", erklärte die Chefin der Alcan-Sektion Rohmetalle, Cynthia Carroll. Zudem könne sich das Projekt auf die zur Zeit ausgefeilteste Version der Pechiney-Fusionstechnologie AP30 stützen. Die Vereinbarung mit den beiden arabischen Partnern sieht vor, dass diese für deren Nutzung eine Lizenz erhalten und Alcan sowohl für die Errichtung des Standorts als auch seines späteren Betriebs die Federführung erhalten soll. Ferner können die Kanadier an der für später geplanten zweiten Kessel-Linie 60 Prozent erwerben und damit Zugriff auf weitere 330 Kilotonnen pro Jahr erhalten. Eine exklusive Energiequelle "zu wettbewerbsfähigen Bedingungen und mit ausreichenden Mengen" ist laut Alcan langfristig gesichert. Unter Vorbehalt der noch ausstehenden endgültigen finanziellen Vereinbarungen dürfte die Errichtung des Werkes im Herbst nächsten Jahres beginnen und die Produktion gegen Ende 2007 starten.
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