Der Konzernumsatz des Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer AG (KBA) übertraf in den ersten sechs Monaten mit 726,5 Mio. € den Vorjahreswert (2005: 691,0 Mio. €) um 5,1 %. Der Auftragseingang im gleichen Zeitraum erreichte dagegen mit 719,3 Mio. € den durch einige Großaufträge geprägten Rekordwert der Vorjahresperiode von 860,9 Mio. € nicht. Begründet wird dies mit der gegenüber 2005 in der Berichtsperiode etwas ruhigeren Geschäftsentwicklung bei Bogenoffset-, Tiefdruck- und Wertpapierdruckmaschinen. Im Juli 2006 zogen die Bestellungen im Segment Bogenoffsetmaschinen wieder deutlich an und auch bei Rollen- und Sondermaschinen gab es erfreuliche Verkaufserfolge. Der hohe Auftragsbestand zum 30. Juni mit 1.033,7 Mio. € (2005: 1.062,9 Mio. €) sichert eine gute Auslastung der Produktionswerke im laufenden Jahr. Nach dem mit –6,5 Mio. € noch negativen ersten Quartal schloss KBA das zweite Quartal mit einem Betriebsergebnis von 18,8 Mio. € (2005: –0,4 Mio. €) sehr positiv ab. Diese auch im Branchenvergleich respektable Ertragswende wurde hauptsächlich im Bereich Rollen- und Sondermaschinen realisiert. Das Segment Bogenoffsetmaschinen liegt noch deutlich hinter dem Renditeziel für 2006 zurück. Der Vorstandsvorsitzende Albrecht Bolza-Schünemann weist darauf hin, dass es unter den aktuellen Marktverhältnissen schwierig sei, für nachweisbare Anwendervorteile der sehr modernen KBA-Bogenoffsetflotte die notwendige Innovationsprämie in der Preisgestaltung gegenüber eher konventionellen Produkten durchzusetzen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich bei einem mit –0,1 Mio. € leicht negativen Finanzergebnis auf 18,7 Mio. € (Vorjahr: –6,1 Mio. €). Nach Steuern ergibt sich ein Konzernergebnis von 12,5 Mio. € (2005: –6,6 Mio. €) und ein Ergebnis je Aktie von 77 Cent (Vorjahr: –41 Cent). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zum 30. Juni 2006 ist mit 52,9 Mio. € (2005: 64,2 Mio. €) weiter erfreulich, der freie Cashflow mit 32,5 Mio. € (2005: 56,5 Mio. €) ebenfalls.