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30.11.2007

Resale profitiert vom gestiegenen Interesse an Gebrauchtmaschinen

Die gute internationale Wirtschaftslage beflügelt die Maschinennachfrage. Neben dem Neugeschäft steigt das Interesse an gebrauchten Maschinen und Anlagen weiter an. Davon profitiert die weltgrößte Gebrauchtmaschinenmesse Resale. Fünf Monate vor dem Start ist die Ausstellerliste länger als zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. Viele Firmen haben zudem eine größere Standfläche gebucht. Auf der Einkäuferseite wächst das Interesse genauso stark. Aus über 100 Ländern haben sich potenzielle Besucher schon bei den Veranstaltern informiert. Damit zeichnet sich ein ähnlich gutes Ergebnis wie bei den letzten Veranstaltungen ab. An der 14. Resale – vom 23. bis 25. April 2008 in Karlsruhe – werden wieder mehr als 500 Aussteller und über 10.000 Besucher teilnehmen.

Die Gebrauchtmaschinenkonjunktur verzeichnet im laufenden Jahr erfreuliche Zuwächse, meldet der Bundesverband des Deutschen Exporthandels (BDEx), Berlin. Wie sich die dynamische Wirtschaftsentwicklung auswirken kann, verdeutlicht der BDEx exemplarisch am Nahen Osten. "Es gibt dort Länder, die nicht unmittelbar mit Ölreichtum gesegnet sind", beobachtet Jens Nagel. "Sie profitieren trotzdem vom allgemeinen Aufschwung in der Region", so der Geschäftsführer des BDEx. "In diesen Staaten sehen wir sehr gute Chancen für deutsche Gebrauchtmaschinenexporteure – etwa in den Bereichen Lebensmittelverarbeitung und Bau." Nagel nennt ausdrücklich Jordanien, aber auch Ägypten, Syrien und den Libanon. "Zentralasien entwickelt sich ebenfalls stark", hat der Handelsexperte ein weiteres Beispiel parat. "Hier sind deutsche Gebrauchtmaschinen und -anlagen zunehmend gefragt – besonders für Textilverarbeitung, am Bau und beim Aufbau der Infrastruktur."

Andere unterstützende Verbände und Träger der RESALE bestätigen den Trend. Eine hohe Auslastung gibt es bei den Mitgliedsfirmen der Fachgruppe Gebrauchtmaschinen im FDM, Bonn. "Sehr erfreulich ist, dass die Inlandsnachfrage seit Ende des letzten Jahres wieder zugenommen hat", formuliert FDM-Verbandsgeschäftsführer Kurt Radermacher. "Nicht zuletzt hierfür verantwortlich sind natürlich auch die immer länger werdenden Lieferzeiten bei Neumaschinen, die zurzeit rege nachgefragt werden", analysiert Radermacher. "Bei der momentan guten konjunkturellen Situation drücken in den Fertigungsbetrieben die Aufträge – und je nach Anwendung sind gebrauchte Werkzeugmaschinen dann eine hervorragende, sofort verfügbare Lösung." Auch die Auslandsnachfrage ist laut FDM spürbar gestiegen und die ohnehin schon hohen Exportanteile im Gebrauchtmaschinenhandel bleiben Alltagsgeschäft für die Anbieter.

Auf der Resale werden Maschinen in 23 Angebotsbereichen gezeigt – für alle Branchen. Metallbearbeitungsmaschinen stellen wieder das größte Angebot, gefolgt von Kunststoff- und Kautschukverarbeitungsmaschinen. "Auch Antriebs- und Fördertechnik, Bau-, Holzbearbeitungs- und Verpackungsmaschinen und Nutzfahrzeuge sind stark vertreten", sagt Resale-Veranstalter Florian Hess. Gleiches gilt für Nahrungsmittel- und Textilmaschinen sowie für Maschinen und Anlagen im Bereich Entsorgung und Recycling. "Weiterhin gibt es viele Anbieter von Mess- und Prüftechnik", fährt der Geschäftsführer der Hess GmbH, Weingarten/Baden, fort.  

  

 

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