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10.05.2010

Deutsche Hülsenindustrie in Kostenfalle

Die deutsche Hülsenindustrie, die Papierhülsen für die Papier-, Folien- und Textilindustrie herstellt, hat ein schwieriges Jahr 2009 hinter sich. Mengenmäßig brach aufgrund der Wirtschaftskrise der Absatz um - 15 Prozent und mehr ein. Seit Ende letzten Jahres hat sich die Auftragslage in der Hülsenindustrie wieder deutlich gebessert und der Absatz bewegt sich auf dem Niveau der Jahre 2005 und 2006. Mit voller Wucht haben aber jetzt die explodierenden Papierrohstoffpreise die schon angeschlagene Branche getroffen.

Der Preisschub geht einher mit einer erheblichen Unsicherheit bei der Rohstoffversorgung. In den letzten Tagen ist es bei dem Rohstoff "Hülsenwickelkarton" aufgrund des knappen Altpapierangebots zu Lieferengpässen gekommen. Dies hat zur Folge, dass sich auch die Auslieferung von Hülsen verzögern kann. Die gesamt Wertschöpfungskette gerät ins Stocken. Verantwortlich für die Altpapierknappheit sind vor allem neue Kapazitäten zur Altpapierverarbeitung und die zunehmende Nachfrage aus Asien.

Angesichts des Ausmaßes der Rohstoffpreissteigerungen sind jetzt Preisanpassungen für Hülsen unvermeidlich, wie es in einer Pressemitteilung der Fachvereinigung Hartpapierwaren und Rundgefäße heißt. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass der Rohstoff "Hülsenwickelkarton" einen Kostenanteil von derzeit bis zu 65 Prozent an der fertigen Hülse hat.

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