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18.05.2010

Rohstoffpreise für Kunststoffverpackungen ziehen drastisch an

Drastisch steigende Rohstoffpreise bei Kunststoffen GDA-Fachverbandsvorsitzender Wienböker: „Gravierende Einschnitte, die die Produktion verteuern und die Margen unter Druck setzen“ Düsseldorf, 17. Mai 2010 -

Seit Monaten ziehen die Rohstoffpreise für flexible Verpackungsmaterialien, insbesondere für Kunststoffe wie Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) drastisch an. So sind die Preise vielfach um ein Drittel bis die Hälfte im Jahresvergleich angestiegen. „Für die Hersteller von flexiblen Verpackungen sind dies gravierende Einschnitte, die die Produktion verteuern und die Margen weiter unter Druck setzen“, erklärte Dr. Ulf Wienböker, Vorsitzender des Fachverbandes Flexible Verbundstoffe im Gesamtverband der Aluminiumindustrie e.V. (GDA).

Polypropylen ist im Zeitraum März 2009 bis März 2010 um fast 50 Prozent gestiegen, LDPE um circa 40 Prozent, HDPE um über 30 Prozent, PET um fast 30 Prozent. Diese Entwicklung ist umso problematischer, als die schlimmsten Auswirkungen der Wirtschaftskrise inzwischen überwunden sind und allmählich eine leichte Erholung der Nachfrage, auch bei flexiblen Verpackungen in jüngster Zeit eingekehrt ist. „Dieses zarte Konjunkturpflänzchen droht unter den drastisch steigenden Preisen auf der Rohstoffseite einzuknicken“, so Wienböker.

Eine Ursache dieser Preisdynamik sieht er in der Verknappung von Kunststoffen. Einige Rohstofflieferanten begrenzen sogar Liefermengen, was die Gefahr von Produktionsstopps heraufbeschwört. Dies könnte die Erholung bei flexiblen Verpackungen schnell dämpfen, zumal die Auftragslage eher von kurzfristigen Orders geprägt ist.

Der GDA-Fachverband Flexible Verbundstoffe repräsentiert 24 Mitgliedsfirmen, die meist mittelständisch organisiert sind und rund 9.600 Mitarbeiter beschäftigen. Hauptabnehmer der Produkte sind die Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Kleinere Absatzmärkte sind technische Anwender aus den Industriebereichen Bau, Automobil, Elektrotechnik und Chemie. Etwa zwei Drittel des Umsatzes werden durch Exporte hauptsächlich ins europäische Ausland erwirtschaftet.

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