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16.08.2010

Bischof + Klein begeht 25 Jahre Nachhaltigkeitsmanagement am 24./25. September mit Fachtagung und Tag der offenen Tür

Wie werden wohl die Verpackungen der Zukunft aussehen? Die Ressourcen werden knapper und teurer - was heißt das für ein Unternehmen, das jährlich rund 100.000 Tonnen Kunststoffe verarbeitet? Kann man in der Produktion ohne Lösemittel auskommen? Die Gesellschaft wird älter - wie muss sich die Personalpolitik darauf einstellen? Das fragt sich derzeit Bischof + Klein, ein Verpackungshersteller aus Lengerich mit rund 2200 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von gut 400 Mio. Euro. Dabei kann das Familienunternehmen auf eine 25-jährige erfolgreiche Arbeit im Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement zurückblicken. So hat der Komplettanbieter für flexible Verpackungen und technische Folien den Umweltschutz seit 25 Jahren fest in die Unternehmenspolitik integriert, wie auch die gerade erneut bestandene Überprüfung zum Managementsystem EMAS bestätigt.

"Doch gut, selbst sehr gut ist vielleicht eines Tages nicht mehr gut genug", sagt Geschäftsführer Volker Pfennig. Deshalb wird B+K 25 Jahre Nachhaltigkeitsmanagement nicht nur mit einem Tag der offenen Tür am 25. September feiern, sondern auch bei einer Fachtagung unter dem Motto "Nachhaltigkeit leben" am 24. September offen alle sozialen und ökologischen Herausforderungen diskutieren, die sich jetzt und in Zukunft stellen. Mit Blick auf die Wertschöpfungskette geht es insbesondere um die Themen Rohstoffeinsatz, Produktionsmanagement, Kundenorientierung und Kreislaufwirtschaft. Dazu hat das Unternehmen seine Kunden und Lieferanten ebenso eingeladen wie Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Nachhaltigkeit. Zum Beispiel Professor Franz Josef Radermacher, Ökonom und Informatiker, der sich für eine andere Art zu wirtschaften stark macht, denn, so sagt das Mitglied des Club of Rome: "Wir brauchen keine Ökonomie, die die Umwelt zerstört, die arbeitenden Menschen loswerden möchte und die Gewinne ausweitet."    

Bischof + Klein will sich also dem Dialog stellen, auch dazu, ob die Ideen und Ziele, die sich das Unternehmen setzt, einer kritischen Betrachtung von außen Stand halten. Beispielsweise steht die Idee im Raum, um die Klimabilanz zu verbessern künftig ausschließlich regenerativen Strom einzukaufen. Für den Gesundheitsschutz der Beschäftigten soll noch mehr getan und in der Arbeitszeitpolitik darauf geachtet werden, dass diese Familie, Pflege von Angehörigen und Beruf gut verbinden können.

Ein ganzes Bündel von Maßnahmen hat ein engagiertes 34-köpfiges Nachhaltigkeits-Team vor allem junger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorgeschlagen. "Wir wollten sehr bewusst unsere jungen Beschäftigten einbeziehen, um unser Unternehmen fit für die Zukunft zu machen", so Geschäftsführer Horst Sundermann. "Dabei haben die Abteilungen jeweils Vorschläge für andere Bereiche erarbeitet, um die berühmte Betriebsblindheit zu überwinden."  

Der "lösemittelfreie Betrieb" ist eine der ehrgeizigen Visionen des Teams. "Die schwierige Aufgabe können wir aber langfristig nur meistern, wenn auch unsere Druckmaschinen-, Farb- und Kleberhersteller mit an diesem Strang ziehen",  sagt Pfennig. Sie alle haben bei der Tagung am 24. September die Gelegenheit, ihre Ideen und Pläne für nachhaltige Verpackungen vorzustellen.


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