Branche: Lebensmittel

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20.05.2011

Convenience bleibt im Fokus

Packmittel

Packmittel | Verpackungslösungen aus Kunststoff sind aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Weniger Zeit, eine steigende Anzahl von Singlehaushalten: Der gesellschaftliche Wandel führt dazu, dass Verpackungen dem Verbraucher in seiner Doppelbelastung zwischen
Privat- und Arbeitsleben Hilfestellung geben.

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Interview mit Werner Holl, Managing Director von ES-Plastic

Packmittel | Verpackungslösungen aus Kunststoff sind aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Weniger Zeit, eine steigende Anzahl von Singlehaushalten: Der gesellschaftliche Wandel führt dazu, dass Verpackungen dem Verbraucher in seiner Doppelbelastung zwischen
Privat- und Arbeitsleben Hilfestellung geben.

Wie ein Unternehmen auf Verbrauchertrends aufgreift und umsetzt, zeigt uns ein Beispiel aus der Nähe Passaus: neue verpackung-Chefredakteur Matthias Mahr sprach mit Werner Holl, Managing Director von ES-Plastic.

neue verpackung: Welche Trends zeichnen sich Ihrer Meinung nach im Bereich Packmittel ab und was bieten Sie Ihren Kunden an?

Werner Holl: Viele Verbraucher finden aufgrund ihrer Doppelbelastung von Job und Privatleben kaum noch Zeit für die Zubereitung aufwändiger, selbstgekochter Gerichte. Daher gehen wir davon aus, dass der Bedarf an Convenience-Lebensmitteln in den nächsten Jahren weiter steigt und die Industrie entsprechende Verpackungen benötigt. Wir unterstützen unsere Kunden aus den Lebensmittelbetrieben und entwickeln individuelle Verpackungen, die umweltfreundlich und praktisch, bzw. „convenient" sind. Kleine technische Kniffs erleichtern die Handhabung von Fertiggerichten. So bieten wir beispielsweise zweigefachte PP-Schalen für Pastagerichte mit einer Perforation an. Nach dem Erhitzen in der Mikrowelle kann man die Soße kleckerfrei auf die Nudeln kippen. Ähnlich funktioniert das auch bei Milchreis mit Kompott. Hier lässt sich der Reis einfach aufwärmen und das durch die Perforation abgetrennte Kompottfach bleibt kalt.

neue verpackung: Wie gehen Sie und Ihre Kunden mit der aktuellen Rohstoffpreis-entwicklung um?

Werner Holl: Momentan verhält sich der Markt für Rohstoffpreise völlig unberechenbar und die Preise steigen kontinuierlich weiter. Einige Wochen konnten wir die Preiserhöhungen für unsere Kunden einigermaßen gut abfangen, kamen aktuell jedoch nicht um eine Preisanpassung herum. Selbstverständlich korrigieren wir unsere Berechnungen umgehend nach unten, sobald sich der Rohstoffmarkt wieder entspannen sollte.

neue verpackung: Sind Sie in der Verpackungsentwicklung hinsichtlich Packmittel- und Packstoff-Innovationen sowie dem geeigneten Füllgut aktiv tätig oder wird dies von Ihren Kunden forciert?

Werner Holl: Beides. Unsere Entwicklungsabteilung mit hauseigener Konstruktion und Werkzeugbau-Abteilung bietet innerhalb kurzer Zeit maß-geschneiderte Verpackungslösungen für Kunden an. Genauso wichtig ist uns, bestehende Produkte laufend zu verbessern sowie auf die Marktbedürfnisse optimal zu reagieren.

neue verpackung: Welchen Herausforderungen muss sich ES-Plastic bei seinen Kunden stellen?

Werner Holl: Unsere Produkte entsprechen in ihrer Gesamtheit den jeweils gültigen lebensmittelrechtlichen EU-Verordnungen und EU-Richtlinien sowie den entsprechenden internationalen Vorschriften. Außerdem gilt es, füllgutspezifische Anforderungen an die Mindesthaltbarkeit sowie eine störungsfreie Verarbeitung auf den Abpackanlagen zu gewährleisten.

neue verpackung: Welchen Service bieten Sie rund um Ihre Produkte?

Werner Holl: Für Standardartikel garantieren wir Mindestlagermengen plus einen 24 Stunden-Lieferservice innerhalb Deutschlands. Unser kompetenter Außendienst betreut und berät unsere Kunden in fast allen Belangen. Bei Neuentwicklungen erfolgt zusätzlich eine Beratung durch unsere eigenen Konstrukteure aus der Produktentwicklung. Sollten technische Probleme auftreten, sind unsere Anwendungstechniker schnell vor Ort und helfen.

neue verpackung: Wie wichtig ist der Werksstoff „Bioplastics" für Sie? Sehen Sie hier schnelle Wachstumschancen?

Werner Holl: Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe ermöglicht eine weitere Einsparung fossiler Ressourcen. Biokunststoffe, bzw. „Bioplastics" sind daher eine bedeutende Innovation für eine nachhaltige Entwicklung, der wir uns nicht entziehen wollen und können. Die Hersteller von Rohware stecken mitten in der Entwicklungsphase. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten 1-2 Jahren ausreichend Rohstoffe für die Serienproduktion erster Produkte vorhanden sein werden.

neue verpackung: Stichwort Nachhaltigkeit - Eine Modeerscheinung für Sie oder eine deutliche Philosophie? Wie gehen Sie bei ES-Plastic damit um?

Werner Holl: ES-Plastic hat bereits 2002, lange bevor man von Nachhaltigkeit sprach, die Rippenschale entwickelt und auf den Markt gebracht. Zuvor waren alle Schalen glattwandig und mussten durch die fehlenden Versteifungsrippen aus einer dickeren Folie gefertigt werden. Mit dem neuen Design und Veränderungen in der Werkzeugtechnik konnten wir damals ca. 30 Prozent Material einsparen.

2008 erfolgte ein weiterer großer Schritt mit der Entwicklung unserer Serie „Eco Pro" und der Schale „Evolution". Neue Technologien und Rezepturen ermöglichten weitere, erhebliche Materialeinsparungen bei konstant hoher Schalenqualität. Zusätzliche Vorteile des geringen Gewichts sind die Treibstoffersparnis beim Transport und ein reduzierter Energiebedarf für den Versiegelungsprozess. Polypropylen ist zu 100 Prozent recycling?fähig. Soweit möglich, führen wir den Produktionsausschuss wieder dem Produktionskreislauf zu. Wir nutzen seit Jahren Abwärme aus der Produktion und von Kompressoren zum Heizen. Im letzten Jahr haben wir ältere Kühlanlagen durch eine neue, effektivere Kühlanlage für die Werkzeuge ersetzt. Nicht zu vergessen unsere Photovoltaik-anlage auf dem Dach unseres Verwaltungsgebäudes, mit der wir pro Jahr rund 30.000 kWh erzeugen. Der Strom fließt direkt in das Stromnetz und versorgt die angeschlossenen Haushalte. Weiterer positiver Effekt des mittels Solarenergie gewonnen Stroms, ist eine jährliche CO2-Reduzierung von ca. 30?Tonnen. Was die Nachhaltigkeit im ökonomischen und ökologischen Sinne betrifft, haben wir viele Ideen umgesetzt und lenken unsere Aufmerksamkeit auch künftig auf Verbesserungsmöglichkeiten.

Für Sie entscheidend
Technik

Klickmechanismus für sicheres Arretieren der Spießchen

Standard-Siegelwerkzeuge verwendbar

Geruchsbarriere

Beste Bandlauf- und Stapelfähigkeit durch maximale Präzision

Marketing
Ungewöhnliches Design

Erhältlich in allen RAL- und Pantone-Farben

Hochwertige Platzierung am POS

PP-Schale hundertprozentig recyclebar

Neuentwicklung mit Pfiff: Die „magische" Spießchenschale
Eine der neuesten Entwicklungen von ES-Plastic ist die Spießchenschale. Insgesamt vier Fleisch, -Gemüse,- oder Fruchtspießchen scheinen in der recyclebaren PP-Schale zu schweben. Nichts rollt auf dem Boden umher, alles ist sicher im oberen Bereich fixiert. Ermöglicht wird diese Form der Präsentation durch zwei kleine, seitliche Ablageflächen, in denen sich jeweils vier Vertiefungen befinden. Per Klick kann man die Stäbchen schnell und sicher in den Kerben verankern, die sogar ein Kopfstand nicht durcheinander bringt. Als Standardversion gibt es die MAP-Schale (Modified Atmosphere Packaging) in schwarz, im Format 275 mm Länge, 175 mm Breite und 63 mm Höhe, bei einem Volumen von 1.832 ml. Jedes Spießchen bietet auf 210 mm Länge ausreichend Platz für leckere Fleischstückchen oder andere Köstlichkeiten. Verschlossen wird die Schale mit einem passenden Deckel oder via Oberfolien-versiegelung. Anlass für den Entwurf dieser Schale war die Anfrage eines Kunden, der darin trocken gewürzte Fleischspieße aufbewahren wollte. Zunächst trafen sich die Entwicklungsleiter beider Unternehmen zu ersten Gesprächen, um über die Wünsche und das Design zu sprechen. Im folgenden Schritt fertigte ES-Plastic Skizzen an, entwickelte innerhalb von 10 Tagen eine erste Musterform und stellte sie dem Kunden vor. Innerhalb einer weiteren Woche wurde der Clip-Mechanismus überarbeitet und neue Muster angefertigt. Das ausgeklügelte Klicksystem der Spießchenschale kann auch auf andere Formate, wie etwa 227 mm Länge und 178 mm Breite übertragen und alternativ mit querliegenden Spießchen bestückt werden. Die Schale ist in jeder beliebigen RAL- und Pantone-Farbe herstellbar.

 

 

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