Branchen: Lebensmittel, Pharma, Kosmetik, Chemie, Nonfood

Artikel

05.08.2011

Weiterverkauf mit Mehrwert

Packmittel

Neue Wege im Palettenmanagement | Das häufigste Verfahren im Palettenhandling ist der Palettentausch, der jedoch zunehmend in die Kritik gerät: Viele Unternehmen beklagen, dass der hohe Verwaltungsaufwand und die damit verbundenen Kosten mittlerweile in keinem Verhältnis mehr zum eigentlichen Nutzen stehen.

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Neue Wege im Palettenmanagement | Das häufigste Verfahren im Palettenhandling ist der Palettentausch, der jedoch zunehmend in die Kritik gerät: Viele Unternehmen beklagen, dass der hohe Verwaltungsaufwand und die damit verbundenen Kosten mittlerweile in keinem Verhältnis mehr zum eigentlichen Nutzen stehen.

Da es beim Tauschgeschäft meist an gebrauchsfähigen Paletten mangelt, werden unzählige Palettenscheine geschrieben, Palettenkonten verwaltet und ständig neue Paletten benötigt. Aufwändige Ein- und Ausgangskontrollen, tägliche Diskussionen über mangelnde Qualitäten mit Spediteur und Fahrern gehören genauso zum Logistik-Alltag ‚an der Rampe' wie Schwund, Diebstahl und Missbrauch.

Palettenhandling als Managementaufgabe
All diese Probleme verursachen unkalkulierbare Kosten und binden unnötige Mitarbeiter-Kapazitäten.„Die Palette gehört unter die Ware - und sonst nirgendwo hin!", lautet dagegen das Credo von Marcus Falkenhahn von der Falkenhahn AG, einem der Vorreiter in Sachen effektives Palettenmanagement. Dies wird möglich, wenn man die Palette als Verpackungsmittel betrachtet und an den Empfänger weiterverkauft.

Der Weiterverkauf ist eine intelligente und vor allem kostengünstige Form der Mehrfachnutzung der Palette. Beim System des Weiterverkaufs wird die Palette als Teil der Verpackung (Handelsware) und nicht mehr als Transportmittel betrachtet. In der Konsequenz wird die Palette wie ein Umkarton behandelt und entweder im Angebotspreis mit einkalkuliert oder - gängiges Erfolgsmodell der Praxis - mit der Ware weiterverkauft und dementsprechend fakturiert. Dieses Prinzip bietet viele Vorteile: Durch den Weiterverkauf geht die Palette in das Eigentum des Käufers über, unklare Eigentumsverhältnisse gehören der Vergangenheit an. Die Zettelwirtschaft durch unzählige Palettenscheine und der damit verbundene Verwaltungsaufwand haben ein Ende.

Bislang gab es hier - außer im Chemiebereich - jedoch nur Insellösungen. Es fehlte ein durchgängiges Konzept, das die Interessen aller Beteiligten - Verlader, Empfänger und Spediteur - berücksichtigt. Hauptproblem beim Weiterverkauf ist die Abnutzung und der damit einhergehende Wertverlust einer neuen Palette. Verständlicherweise hat der Empfänger der Palette, der beim Tausch bislang die geringsten Kosten zu tragen hatte, kein Interesse, diesen Wertverlust zu tragen. Somit muss für den Empfänger ein Anreiz geschaffen werden, der ihm ausreichend Vorteile bietet, auf ein neues System umzusteigen. Die Falkenhahn AG hat sich in den vergangenen Jahren daher intensiv mit dem System des Weiterverkaufs beschäftigt und ein innovatives Konzept entwickelt, das den Weiterverkauf für alle Seiten attraktiv macht.

Die Erfahrung der vergangenen drei Jahre zeigt, dass alle Beteiligten profitieren: Der Versender, dem beim Tausch einer Palette Logistik- und Verwaltungskosten von bis zu 1,40 € entstehen (s. Fraunhofer-Studie 2009), spart durch die Umstellung vom Tausch auf Weiterverkauf - so die Erfahrung aus der Praxis - je nach Branche zwischen 0,93 € und 1,28 € ein. Geht man von einer durchschnittlichen Ersparnis von 1,10 € und einem Palettenumschlag von 500.000 Paletten pro Jahr aus, summiert sich die Einsparung auf stolze 550.000 €.

In der Praxis subventioniert der durchschnittliche Versender den Weiterverkauf einer nagelneuen Palette mit zwischen 0,50 und 0,75 Euro und schafft damit einen echten Mehrwert für den Empfänger: Denn dieser erhält eine neuwertige Palette zum Gebrauchtpreis, um sie dann entweder selber zu nutzen oder mit einem kleinen Gewinn von einem Palettenhändler abholen zu lassen. Den größten Nutzen aus dem System des Weiterverkaufs ziehen die Speditionsunternehmen, da diese nur noch für die reine Fracht und nicht mehr für den Ausgleich der Paletten zuständig sind. Somit werden günstigere Frachtraten möglich. Das System des Weiterverkaufs kann frei und individuell unter den Logistikpartnern vereinbart werden. Die Umstellung ist jederzeit möglich, da es für den Palettentausch keine Gesetzesgrundlage gibt.

Einzige Voraussetzung für einen reibungslosen Weiterverkauf ist lediglich ein einheitlicher Palettenstandard: Alle Paletten müssen genormt sein, damit - ähnlich wie beim Tausch - Plagiate und Billig-Nachbauten nicht in den Kreislauf gelangen. Hier erfüllt die WORLD Palette der Falkenhahn AG ebenso wie die EUR-Palette alle erforderlichen DIN-Standards.

„Die Palette gehört unter die Ware – und sonst nirgendwo hin!“
Marcus Falkenhahn

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