Branchen: Lebensmittel, Pharma, Kosmetik, Chemie, Nonfood
Artikel
11.10.2011
Box in Box
Mehrwegverpackung | Die „Varioboxx", eine Standard-Trägerbox mit einer darin eingepassten, produktabhängig geformten Inlaybox, ist eine Mehrwegverpackung für ein großes Produktspektrum. Damit lassen sich Teile formgenau, leicht handhabbar platzieren, staubdicht verpacken, sicher, kostengünstig und umweltfreundlich transportieren.
Die Ökobilanz bei Herstellung und Einsatz der Varioboxx könne sich sehen lassen, sagt Michael Däbritz, Geschäftsführer der VARIOPLAST Konrad Däbritz GmbH aus Ötisheim. Das unterstreiche auch die erfolgreiche Teilnahme beim Industriepreis 2011( unter den zehn Besten) und beim Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg (Preis im Bereich Umweltbewusstsein angekündigt). Diese Varioboxx wurde von Varioplast entwickelt und zum Patent angemeldet, die Gebrauchsmusterfreigabe ist inzwischen erteilt.
Als Lieferant für Präzisionsspritzguss hat das Unternehmen aus Ötisheim in großer Anzahl verschiedenartige, dekorative Teile zu transportieren. Der Anspruch dabei ist hoch: Vor allem die Oberflächengüten müssen unbedingt gewahrt werden. Deshalb sind in Otisheim innerhalb des Unternehmens und beim Versand zu den Kunden ist die kostengünstige, transparente und sichere Logistik von großer Bedeutung.
Die Mehrwegverpackung - Varioboxx - besteht aus:
Trägerbox,
Inlay,
Deckel.
Die Trägerbox ist ein auf Tragfähigkeit, Gewicht und Stapelbarkeit optimiertes Spritzgussteil aus einem Thermoplast. Sie ist aber auch als Recyclat-Variante herstellbar und kann ESD-fähig mit Inlay geliefert werden. Konstruktiv und spritztechnisch im eigenen Hause ausgelegt, wurde besonders Wert gelegt auf eine kostengünstige Herstellung, die auf eigenen Maschinen realisierbar ist. Eingesetzt werden momentan Maschinen mit Schließkräften bis 450 t.
Die Trägerbox hat die Größe von einem Viertel einer Europalette, wiegt mit Inlay und Deckel 1,5 kg und wird, bestückt mit Teilen aus dem Automotive-Bereich, bis zu einer Stapelhöhe von ca. 15 Boxen eingesetzt. Aufgrund des geringen Gewichts der Box ist das Handling beim manuellen Transportieren von Vorteil, berichtet der Hersteller.
Die Ökobilanz zeigt die Vorteile auf
Im Transport auf der Straße und bei der Herstellung zeigen sich die Benefits in der Ökobilanz der Box. Bezogen auf eine LKW-Ladung ergeben sich Gewichtseinsparungen bis 2 t, was der Umwelt gut tut und dazu beiträgt den Ausstoß von CO2 zu reduzieren.
Die Öko-Bilanz zur Varioboxx sieht wie folgt aus:
Reduzierung von ca. 2 kg CO2 je Box bei der Herstellung,
Dieselverbrauchsreduzierung von ca. 2 l je 100 km und eine CO2 Emissionsreduzierung von ca. 5 kg je 100 km; (hochgerechnet auf eine LKW-Ladung mit 1.430 Varioboxxen gegenüber herkömmlichen Boxen).
Der Clou der „Box in Box"-Lösung ist das Inlay. Es passt sich konturgetreu außen der Trägerform an, und ist als tiefgezogene Folie mit einer Wandstärke zwischen 0,2 und einem Millimeter in seiner Formgebung frei gestaltbar. So können die zu transportierenden Teile in ihrer Kontur sicher platziert, gehalten und transportiert werden. Durch die Transparenz sieht man auf einen Blick „ ob, und was drin ist", ein nicht zu unterschätzender Vorteil beim Gang durch die Lagerhalle. Der Deckel, auch ein Thermoformteil, ist exakt in das Inlay eingepasst und verschließt die Box staubdicht. Bei Bedarf kann er formabhängig gestaltet werden und zusätzlich zur Fixierung der Teile in der Box beitragen.
Sicherlich ist die Trägerbox auch ohne das „Forminlay" verwendbar, beispielsweise als Träger für horizontal geschichtete Trays, die kleine, flachbauende Teile tragen. Eine Transport-Variante, die intern bei Varioplast häufig genutzt wird.
Die kostengünstige Herstellung der Inlays ermöglicht eher einen Austausch bei Verschmutzung oder Defekt als eine Reinigung oder Reparatur. Auch die thermogeformten Inlays und Deckel werden ebenfalls im Hause Varioplast hergestellt im Fertigungsbereich -Thermoformen-. So kann das neue Produkt -Varioboxx- komplett als Mehrwegverpackung für qualitativ hochstehenden, veredelten Spritzguss den diversen Kundenbereichen wie Automotive, Medizintechnik, Elektrotechnik, Haushalt und Verpackung angeboten werden. Eine Boxgröße (400 x 600 x 195 mm) ist serienmäßig in Produktion, eine weitere Größe (400 x 300 x 195 mm) wird ab Herbst 2011 in das Lieferprogramm aufgenommen. Diese Produkte werden auch im elektronischen Markt (eshop) angeboten. Die Varioboxx ist neben verschiedenen Prozessinovationen in eigenen Fertigungsabläufen, eine der Neuheiten, die Varioplast im Jahr 2011 auf den Markt brachte. Alle Neuheiten werden auf der Fakuma (18. bis 22. Oktober in Friedrichshafen) gezeigt.
Autor: Redaktion
Ausgabe: 10/2011 Oktober
Weitere Infos
Firmen
-
Rondo AG
4123 Allschwil -
Körber Medipak GmbH
20097 Hamburg
-
Harro Höfliger
71573 Allmersbach im Tal -
Langen Packaging Group
6604 BV Wijchen -
Müller & Bauer GmbH & Co. KG
72555 Metzingen



