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04.01.2012
Neues Veredelungsverfahren
Chip-off-Effektlackierungen
Mit der Chip-off-Effektlackierung hat die Weilburger Graphics GmbH, Gerhardshofen, in Zusammenarbeit mit der Merck KGaA und der Model Kramp GmbH eine Zwei-Komponenten-Lackveredelung entwickelt, die auch über Einfachlackmaschinen mit UV-Trocknung zu applizieren ist.
Chip-off | Effektlackierung | Veredelungsverfahren | UV-Trocknung
Mit der Chip-off-Effektlackierung hat die Weilburger Graphics GmbH, Gerhardshofen, in Zusammenarbeit mit der Merck KGaA und der Model Kramp GmbH eine Zwei-Komponenten-Lackveredelung entwickelt, die auch über Einfachlackmaschinen mit UV-Trocknung zu applizieren ist. Der neuartige Effekt basiert auf unterschiedlichen Oberflächenspannungen der beiden Lackkomponenten und erzeugt hierüber eine optisch und haptisch zu erfassende 3D-Struktur. Diese inhomogene Struktur ähnelt bei vollflächiger Applikation beider Lackkomponenten einem getrockneten Schaum. Durch Variationen der beiden Lackformen lassen sich jedoch auch Effekte erzeugen, die an Oberflächenstrukturen von oxidierten Metallen, Polystyrolen oder Schaumstoffen erinnern. Durch Zugabe von Effektpigmenten kann der Effekt hier noch optisch verstärkt werden. Das Besondere an der Anwendung mit eingearbeiteten Pigmenten ist die durch das Aufreißen der Lackoberfläche im zweiten Gang erzeugte scharfe Kantenbildung im obersten Lack. Diese verursacht während des Trocknungsprozesses eine räumliche Neuausrichtung der im Lack befindlichen Effektpigmente, wodurch die Pigmente im Randbereich des obersten Lackes eine andere Interferenz erzeugen als im homogen ausgerichteten Innenbereich. Eine Kombination aus unterschiedlichen Pigmenten im ersten und zweiten Lack ist hier ebenso möglich wie eine Kombination aus zwei verschiedenen Pigmenten im finalen Oberlack.
04.01.2012, 08:00
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