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Dresden ist eine Reise wert

Die 1990 in Dresden gegründete Wissenschaftliche Gesellschaft für Fördertechnik und Verpackung (WGFV) e.V. hatte sich das Ziel gesetzt, Wissenschaft und Praxis einander näher zu bringen und dazu beizutragen, die in der Nachwendezeit durch die Insolvenz des Dresdner Verpackungsinstituts entstandene Lücke in Forschung und Entwicklung wieder zu schließen. So entstand die - für einen kürzlich gegründeten, im nahezu „sponsoringfreien" Raum angesiedelten kleinen Verein - kühne Idee, eine zunächst eintägige, später dann zweitägige Verpackungstagung zu organisieren. Dass das Ergebnis dieser Idee auch nach 20 Jahren noch Bestand hat, ist neben der stets interessanten Auswahl an Themen und Referenten dem Engagement der Initiatoren zu verdanken. Zu denen gehörten neben dem WGFV-Vorstand mit Gerhard Großmann an der Spitze Richard Eschke, Joachim Hennig, Ulrich Mack, Laszlo Felföldi, Günter Grundke und Monika Kaßmann. Im Laufe der Jahre kam eine ganze Reihe von Fachleuten aus dem In- und Ausland hinzu, die die Tagungsreihe mit Rat und Tat unterstützten.

Umweltschutz als Motto
Das Motto der ersten Tagung war „Der Beitrag der Verpackungstechnik zum Umweltschutz", wobei der Schwerpunkt bei den Konsequenzen lag, die sich aus der am 1. Dezember 1991 in Kraft getretenen Verpackungsverordnung ergaben, und die Rolf Jansen in seinem Eingangsreferat „Die Verpackung im Spannungsfeld von Logistik und Umweltschutz" darstellte. Im Jahr darauf konnten bereits „Erste Praxiserfahrungen und Strategien für die Zukunft" abgeleitet werden. Bei der dritten Veranstaltung ging es um Ein- oder Mehrweg, abbaubare Werkstoffe und umweltfreundliche Verpackungen.

Seit der vierten Tagung standen Schwerpunkte zur Verpackungstechnik auf dem Programm, die sowohl vom Lehrstuhl Verarbeitungsmaschinen der TU Dresden, als auch von prominenten Gästen bestritten wurden. Zwei Jahre später wurde das Tagungsmotto „Reserven in Verpackungsanlagen erkennen und nutzen" kreiert. Hier kamen Maschinenhersteller und Anwender im Rahmen einer Podiumsdiskussion zu Wort.

Einen breiten Kreis sprach 1998 das Thema „Die Verpackung in der Distribution - Abstimmung tut not" an. Damit hatten die Organisatoren erstmals die Verflechtungen zwischen Verpackungsherstellern und -anwendern, Händlern und Distributoren thematisiert. Die Programme ab 1999 berücksichtigten den enormen Einfluss der Automatisierungstechnik mit ihren gesteuerten Antrieben, Bussystemen, den Informationserfassungs- und -verarbeitungsmöglichkeiten. Auch 2002 berichteten profilierte Fachleute über die Automatisierungstrends, die auf der Interpack zu erkennen waren.

Hightech in der Verpackungsbranche
Die Programme der nächsten Tagungen spiegelten neben dem Einfluss des Beirats, der die Organisatoren während mehrerer Veranstaltungen mit Ideen und Kontakten unterstützte, auch den Wechsel an der Spitze der WGFV von Gerhard Großmann, dem Fördertechniker, zu Eugen Herzau, der die Packstoffe und deren Veredlung mehr ins Spiel brachte, wider. So befasste sich der Themenkreis „Hightech in der Verpackungsbranche" 2004 nach einer spannenden Einführung mit dem Titel „Die Verpackung macht den Unterschied" und der vom Moderator Dieter Berndt aufgeworfenen Frage „Wie viel Hightech braucht die Verpackung?" mit Produktschutz und der Sicherheit des Verbrauchers. Neben neuen maschinentechnischen Lösungen und modernen Entwicklungsmethoden für Verpackungsanlagen ermöglichte ein Blick in die Entwicklungslabors und Designerbüros der Pack- und Hilfsmittelhersteller das Erkennen von Tendenzen auf dem Gebiet der Hightech-Packstoffe und Farben. Möglichkeiten und Grenzen des Digitaldrucks rundeten das Bild ab. 2006 widmete sich die Tagung dem Markt China und beleuchtete Chancen und Risiken für die Verpackungsbranche. Ein breit gefächertes Thema war folgerichtig „Produktpiraterie und Produktschutz".

Effizienzsteigerung war der rote Faden ab der 17. Tagung. 2008 spielten die Bedrohungen der weltweiten Finanzkrise ebenfalls eine große Rolle. Umso wichtiger erschien es, sich durch gezielten Erfahrungsaustausch zu orientieren und zu unterstützen. Ein Jahr später war die Veranstaltung dann ganz im Bann der Weltwirtschaftskrise. Den Auftakt bildete der Vortrag des Finanzmarktexperten Dirk Müller, der den interessierten Zuhörern Hintergrundinformationen zum Börsengeschehen gab wie: „Was steckt hinter der aktuellen Krise?", „Ist die Globalisierung wirklich ein Segen?". Sowohl in Zeiten knapper Kassen als auch im Hinblick auf begrenzte Ressourcen spielt Effizienz im Abpackprozess eine immer größere Rolle. Das bewiesen die Fachvorträge, die Möglichkeiten der Optimierung und Effizienzsteigerung im Management, bei Produktions- und Geschäftsprozessen sowie bei der Mensch-Maschine-Interaktion aufzeigten. Auch bei der Veranstaltung in diesem Jahr steht die Effizienz im Mittelpunkt.

Für Sie entscheidend

Dresdner Verpackungstagung
Bei der Veranstaltung am 2. und 3.Dezember 2010 wird die Effizienz im Mittelpunkt stehen, diesmal unter der Überschrift: „Verpackungskompetenzen vernetzen - Prozesse erfolgreich gestalten." Nach einer kurzen Reminiszenz an Dresdner Verpackungstraditionen und der Präsentation neuer Entwicklungen aus Dresden werden Erfolge durch partnerschaftliche Zusammenarbeit präsentiert. Neues aus der Materialforschung, der Weg vom Druckzylinderlieferanten zum Entwicklungspartner und die Notwendigkeit einheitlicher Bedienstrukturen in der Anlage sind ebenso Themen wie Kooperation auf schwäbisch, die Migrationsproblematik und Innovation zwischen Planung und Zufall.

 

 

 

Seit 20 Jahren sorgen die Dresdner Verpackungstagungen stets für eine interessante Auswahl an Themen und Referenten. (Foto: WGFV)
Über die Firma
WGFV Wissenschaftliche Ges. für Fördertechnik + Verpackung e.V.
Dresden
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