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Märkte

Digitalen Druck integrieren

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Rückblick: Zur interpack 2008 geht mit Linoprint eine neue Drop-on-Demand-Technologie für das individuelle Dekorieren und Kennzeichnen von Faltschachteln, Etiketten und Blistern an den Start. Die Drop-on-Demand-Systeme zielen auf ein anderes Marktsegment als die Bogenoffset-Drucklösungen von Heidelberg. Weil dieses Segment eine flexible Ausrichtung auf Projekt- und Projektierungsgeschäfte verlangt, präsentiert sich Linoprint mit einem eigenen Auftritt in Düsseldorf. Auf der interpack 2008 zeigt Linoprint Technologiestudien seiner Drucksysteme und testet gezielt den Markt. Inzwischen ist aus dem Innovationsprojekt der Heidelberger Druckmaschinen AG eine eigenständiges Geschäftsfeld geworden. Und auf der interpack 2011 wird Linoprint Drucksysteme zeigen, die auf die Anforderungen des Verpackungsmarktes zugeschnitten sind. Aus Studien sind erprobte und bereits angewendete Lösungen geworden. Die modular aufgebauten Linoprint-Systeme lassen sich in bestehende Anlagen ebenso integrieren wie in neue. Sie adressieren im ersten Schritt insbesondere Unternehmen der Pharma-, Kosmetik- und produzierenden Industrie sowie Verpackungsunternehmen und Anbieter von Verpackungslinien. Vor annähernd drei Monaten hat Daniel Dreyer die Gesamtverantwortung bei Linoprint übernommen. „Linoprint integriert digitalen Druck in den Herstellungsprozess von Verpackungen, das ist unser Leitbild", sagt er, der mit seinen Mitarbeiten in den zurückliegenden Wochen die Anforderungen des Verpackungsmarktes abermals geprüft und die eigene Strategie zur Marktbearbeitung abgesteckt hat. Dreyer weiter: „Unser Linoprint Kernmarkt ist die Verpackungsindustrie, die abfüllende Industrie. Die klassischen Heidelberg Zielgruppen im Verpackungsdruck fokussieren dagegen hauptsächlich auf Faltschachteln und Nassleimetiketten". In der Verpackung sieht Heidelberg ein sehr attraktives Marktsegment, in das Linoprint hineinwachsen soll. Aber eben außerhalb der bisherigen Heidelberg-Geschäftsfelder.

„Geschäftsprozessintegration ist unser Business"
Doch wie definiert Dreyers-Team seinen Kernmarkt? „Unser Handlungsfeld haben wir in vier Qualitätsstufen unterteilt", berichtet er. Stufe 1 umschreibt die einfachen Anwendungen Tracking and Trace, Marking and Coding. Wenn es um Eindrucke geht, eine einfache Symbolik, eine Farbe, eine deutlich höhere Qualität für Anwendungen in den Bereichen Pharma, Baumarkt, Sprachversionen, länderspezifische Eindrucke, die besser als Continious Inkjet sein müssen, spricht man bei Linoprint von Qualitätsstufe 2. Die Steigerung davon ist das sogenannte Marketingprinting mit 4 Farben und Sonderfarben, wie z.B. in der Haarcoloration - das ist Stufe 3. „Like Offset" spiegelt dann Qualitäten der Stufe 4. Linoprint strebt schwerpunktmäßig Zielmärkte im Qualitätsbereich 2 und 3 an, Qualität 1 entspricht nicht dem Qualitätsverständnis der Heidelberger und steht deshalb nicht im Fokus.
„Der Verpackungsmarkt entwickelt sich in Richtung kleiner Auflagen und individualisierten Informationen, wobei UV-Inkjet natürlich gewisse Limitierungen kennt und im Moment noch nicht mit dem Offset verglichen werden kann", erklärt Oliver Stenzel, Head of Design Management bei Linoprint. Der Digitaldruck ist in der Verpackungsindustrie angekommen, davon ist Dreyer überzeugt. Als Arbeitsfeld im Verpackungsmarkt sieht Linoprint alles, was auf Materialien der Verpackungsindustrie gedruckt werden kann. Besonders in den bereits weiter oben erwähnten Bereichen Pharma, Chemie, DIY sehen die Linoprint-Macher große Chancen. „Alles, was sich rund um das Etikett dreht, was in den short run reingeht, ist für uns prinzipiell interessant", sagt Dreyer. Da wundert es nicht, dass bei einem großen Darmstädter Chemie- und Pharmaunternehmen zehn Thermotransfer-Drucker durch drei Linoprint DriveLine B ersetzt wurden (siehe Kasten). In einer Inhouse-Druckerei werden dort mit der DriveLine B Labels für die im Betrieb abgefüllten Chemikalien hergestellt. Die DriveLine B nennt Dreyer „unsere Folienexpertin, die Labels und Folienendlosmaterial gleichermaßen wheel to wheel in Vierfarbdruck produzieren kann". Die Anlage bietet für die tagesgenaue Produktion alle Möglichkeiten in Sachen Labeling an. Bei der Anwendung handelt es sich um einen typischen Fall der Qualitätsstufe 2. Optionale Anpassung an alle verbindlichen Gesetzgebungstexte/-vorschriften sind machbar. Der Markt erschließe sich Linoprint von unten nach oben, soll heißen: Die Kunden werden mit der Zeit merken, welche zusätzlichen Anwendungen noch möglich sind.

Wie beim Beispiel des Chemie- und Pharmabetriebs geschehen, spricht Linoprint einerseits direkt Endkunden an, andererseits sind aber auch die Hersteller von Verpackungsmaschinen wie z. B. Blisterlinien Adressaten des Linoprint Angebots.
Die Anforderungen an die Digitaldrucker sind noch im Entstehen, der Markt ist sehr dynamisch. In der Pharmaindustrie z. B. geht der Trend ganz klar dahin, dass auf der Rückseite der Blister individuelle Informationen aufgedruckt werden. Eventuell über Datamatrix-Codes verschlüsselt, so dass auch der Endverbraucher überprüfen kann, wo diese Tablette hergestellt wurde und ob sie authentisch ist. „An der Stelle ist der klassische Flexodruck limitiert", sieht Dreyer noch ein weites Handlungsfeld.
Linoprint bietet mehr als ein Produkt, nämlich fünf Prinzipien zusätzlich:
Linoprint Systems: Der Linoprint-Baukasten umfasst Transport- und Druckmodule für eine große Palette von Bedruckobjekten aus unterschiedlichsten Materialien, die jeweils spezifische Ansprüche an den Verarbeitungsprozess stellen.
Unter Linoprint Fit sind Beratung, Planung und Konstruktion im Zusammenspiel mit dem Kunden vereint.
Linoprint Flow umfasst die Integrations- und Steuerungssoftware, die zahlreiche Optionen bietet und individuell für die vorgesehenen Funktionen des Drucksystems vom Standalone-Betrieb bis zur vollständigen Anbindung an ein ERP System entwickelt wurde. Auch können Bearbeitungsschritte der Druckvorstufe integriert werden, so dass ein Arbeiten mit PDF-Dateien möglich ist. Für jede Variante gilt: Die Benutzeroberfläche ist sehr übersichtlich gestaltet und die Bedienung ist denkbar einfach.
Linoprint Lab sorgt für die Abstimmung von Tinte und Substrat. Das Linoprint-Labor analysiert die benötigten Druckeigenschaften und führt umfangreiche Untersuchungen durch, bevor ein System beziehungsweise eine bestimmte Tinte dem Kunden empfohlen wird.
Linoprint Services sorgen für die Effizienz der Systeme, die nicht zuletzt auf der hohen Servicequalität von Heidelberg beruht. Wartung und Reparaturen vor Ort werden von speziell geschulten Mitarbeitern durchgeführt und es steht ein 24-Stunden-Remote-Service zur Verfügung. Serviceteile und die entsprechenden Verbrauchsmaterialien stehen ebenso bereit.

DriveLine B: Folienexpertin für Labels und Folienendlosmaterial
Die DriveLine B wurde zunächst als Standalone-Anlage konstruiert, die unabhängig von den übrigen Produktionsprozessen arbeitet, sich aber durch entsprechende Integration auf Wunsch eng in die Gesamtabläufe einbinden lässt. Die Anlage eignet sich für besonders empfindliche Materialien, beispielsweise besonders dünne Aluminium- und Kunststofffolien oder Verbundmaterialien, wie Selbstklebeetiketten. Die Folie bzw. das Trägermaterial mit den Etiketten wird mit äußerster Präzision über einen gekühlten Zylinder geführt, so dass es beim Druckvorgang nicht zu Verformungen des Substrats kommen kann. Aufgrund ihrer exakten Materialführung liefert DriveLine B einen hochwertigen Vierfarbdruck, die Anlage ist aber auch in einer Version für den einfarbigen Druck mit bis zu acht Graustufen erhältlich. Auf Wunsch stellt Linoprint migrationsarme Tinten zur Verfügung, die für Pharma- und Lebensmittelverpackungen freigegeben sind. Bedruckt werden Substratbreiten von maximal 340 Millimetern.

 

Über die Firma
Heidelberger Druckmaschinen AG Print Media Academy
Heidelberg
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