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Durchgängige Linie

Durch die Reduzierung von Funktionen, wie Transporteure als Pufferstrecken, vermindert sich der Platzbedarf, der nun nur noch von den funktionellen Aggregaten belegt wird. Das hat auch kürzere Wege für die Bediener zur Folge, die zudem von dem gesamtergonomischen Bedienkonzept profitieren können. Alle Maschinen arbeiten mit dem gleichen durchgängigen Steuerungs- und Antriebskonzept. Zusammen mit der intelligenten Linienkontrolle und der Block-Regelung ergibt sich ein permanent geregelter, kontinuierlicher Betrieb. Zusammen genommenbedeutet dies einen erhöhten Linienwirkungsgrad, geringeren Energiebedarf durch dynamisches Laufverhalten der Maschinen und optimierte Ersatzteilhaltung.

Der direkte Vergleich mit dem Anlagenlayout eines konventionellen Trockenteils lässt auf den ersten Blick die doch deutliche Platzeinsparung erkennen. Der ErgoBloc D kombiniert hintereinander in Reihe geschaltet die Komponenten Variopac Pro Verpackungsmaschine in den verschiedenen Varianten mit angegliedertem Schrumpftunnel, einen kurzen Accucase Gebindetransporteur, danach eine Robobox Gebindegruppierung mit Modulpal Palettierer unterschiedlicher Ausführung und angeschlossenem Zwischenlagenhandling.

Seit seiner Markteinführung ist der Variopac Pro inzwischen über tausendmal im Praxiseinsatz. Für die Integration in den ErgoBloc D erfuhr er nochmals eine umfassende Optimierung. So wurden die Bedienungssicherheit und der Bedienkomfort durch verschiedene Anpassungen weiter verbessert. Dazu gehört ein neu gestalteter Behälterzulauf mit sehr guter Zugänglichkeit, der auch für den Massentransport von Leichtgewichtsbehältern geeignet ist. Die Umstellzeiten verkürzen sich z. B. dank Einstelllehren. Auch die Reproduzierbarkeit der Einstellungen wird dadurch deutlich gesteigert. Das erhöht die Flexibilität. Für die drucklose Zuführung „weicher" Behälter ist eine Einzelantriebsstation integriert, die mit SEW-Movigear-Antriebstechnik ausgestattet ist. Um den sicheren Transport von großen Behältern zu gewährleisten, ist eine parallele Nutzung von zwei Spuren möglich. Zur Umstellung auf andere Behälter ist dabei keine Höhenverstellung der Sensorik, sondern nur eine Breitenverstellung nötig. All dies bietet höchste Sicherheit beim Handling von weichen bzw. leichtgewichtigen Flaschen.

Ergonomisches Einlegen der Folienrollen
Das Folieneinschlagmodul ist höhenverstellbar, ein Wechsel der Einschlagstäbe ist nicht notwendig. Im Folienschneidmodul wurde die Bedienungssicherheit z. B. durch den Einsatz von profilierten Einzugsrollen erhöht, was die Verschmutzung der Rollen mit Druckfarbe oder Folienbestandteilen reduziert. Auch wurde das Schneidemesser mit Servoantrieb ausgestattet, wodurch unter anderem eine Verwendung von dünneren Folien möglich ist, bis zu 25 µm bei 0,5-Liter-Sixpacks. Diese Umrüstung auf Servomesser ist übrigens auch als Upgrade nachträglich bei bestehenden Variopac Pro Maschinen möglich.

Auch das Einlegen der Folienrollen in die automatische Folienverschweißung wurde ergonomischer gestaltet. Mit Schnellwechselformatteilen ist ein zügiges Wiederanfahren der Maschine gewährleistet. Alle Produktionsparameter werden zentral am Bedienpult, einem 15-Zoll-Touchscreen, eingestellt. An dem Konzept der strikten Trennung von Bedien- und Serviceseite hielt Krones konsequent fest.

Im neuen Schrumpftunnel konnte die Luftverteilung durch verstellbare Schacht-Zwischenwände weiter optimiert werden. Eine optimierte Temperaturregelung führte zu rund 15 Prozent geringerem Energieverbrauch im Vergleich zum vorherigen Design. Die Zwischenwände sind justierbar für einspurigen, zwei- und dreispurigen Gebindedurchlauf.

Dank der vielen Detailverbesserungen in der Konstruktion des Variopac Pro und des Schrumpftunnels darf von einer längeren Lebensdauer der Maschine, höherer Verfügbarkeit, einem besseren Bedienkomfort und mehr Funktionssicherheit ausgegangen werden. Dabei bleibt sie aufgrund ihres modularen Maschinenkonzepts flexibel für zukünftige neue Verpackungsarten.

In Abhängigkeit von der Leistung des Variopac Pro kann der anschließende Accucase Gebindetransporteur in Modulbauweise von acht, 12 oder 16 Metern ein- oder zweispurig ausgelegt werden. Diese Gebindetransportstrecke dient zum Freifahren des Schrumpftunnels im Störungsfall.

Mit dem Modulpal System hat Krones generell eine Nachfolgegeneration für die Zwei-Säulen-Palettiermaschinen der Pressant Universal Familie geschaffen. Die Palettierer nutzen einen Jalousiegreiferkopf mit Servoantrieb und automatischer Lagenzentrierung und verfügen über hohe Ladekapazitäten. Der im ErgoBloc D beispielsweise zur Palettierung eingesetzte Ein-Säulen-Roboter Modulpal 1 ADR ersetzt den bisherigen Zwei-Säulen-Palettierer Pressant Universal Duplex. Wo bislang ein hoher Gebindezulauf leistungsbedingt erforderlich war, kommt nun der Modulpal 1 ADR mit unterem Gebindezulauf aus. Neben der hohen Leistung zeichnet sich diese Maschine auch durch eine hohe Tragfähigkeit von zweimal 700 Kilogramm aus. Neu ist das innovative Zwischenlageneinlegesystem, das die Zwischenlagen unterhalb des Jalousiegreiferkopfes des Modulpal platziert. Somit ist das Einlegen der Zwischenlagen auch bei hohen Leistungen möglich.

Durch seine vielseitigen Möglichkeiten erlaubt der Modulpal die Berücksichtigung von speziellen Kundenwünschen, eine kompakte Aufstellung und Multifunktions-Anwendungen. Servomotoren sorgen für ausgezeichnete Dynamik und minimierten Wartungsaufwand. Durch den Einsatz des modulares Systems und der Standardantriebe ist auch die Ersatzteilhaltung reduziert.

Dem Modulpal vorgeschaltet ist die Gebindegruppierstation Robobox, die mit ihren Vorteilen schon viele Betriebe überzeugt hat. Vor allem ihre Zuverlässigkeit zeichnet sie aus. Mit dem formschlüssigen Drehen der Gebinde auf einem Mattenkettentransporteur ist auch die sichere Behandlung von kritischen Verpackungen, zum Beispiel Shrinkpacks mit Petaloidböden, gewährleistet. Auch „stille" Produkte stellen für die Robobox kein Problem dar. Es werden keinerlei Wechselteile wie etwa Lückenteiler benötigt. Die Robobox schafft höchste Flexibilität für die Lagenvorbereitung, und das bei hohen Leistungen. Abhängig vom vorgeschalteten Variopac Pro können die Gebinde ein- oder zweibahnig in die Robobox einlaufen. Sollte einmal ein Modul ausfallen, kann das andere Modul die Produktion mit niedrigerer Leistung weiterfahren. Die einzelnen Dreheinheiten sind gewichtsoptimiert und mit einem Kollisionsschutz versehen.

Vereinfachtes Handling von Packhilfsmitteln
Für den ErgoBloc D hat Krones auch das Zwischenlagen-Einlegesystem neu konstruiert. Für die automatisierte Zwischenlagen-Versorgung wurden zwei Systeme entwickelt, zum Einen für die Verarbeitung flacher Zwischenlagen, zum Anderen für Zwischenlagen von der Rolle. Die Zuführung der Zwischenlagen erfolgt unter den Jalousie-Greiferkopf, dadurch entsteht kein Zeitverlust beim Auflegen einer Bodenlage. Dieses neue Design des Packhilfsmittel-Handlings spart teure Hallenfläche, erfordert in vielen Fällen nur einen Einleger auch bei hoher Leistung und damit ebenfalls ein geringeres Investment.

Ein Vergleich mit konventionellen Pack-/Palettieranlagen zeigt, dass der ErgoBloc D ein hohes Potenzial zur Einsparung von Hallenfläche bietet. Bei den Investitionskosten macht sich dies ebenfalls positiv bemerkbar. Hinzu kommt eine einfache und schnelle Installation.

 

 

Der ErgoBloc D kombiniert hintereinander die Komponenten Variopac Pro, Accucase, Robobox mit Modulpal Palettierer und Zwischenlagenhandling.
Über die Firma
Krones AG
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