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Produktsicherheit und Nachhaltigkeit

Wir möchten für Übersicht im Dschungel der Gesetze und Verordnungen sorgen und Lebensmittelskandale vorsorglich vermeiden helfen, sagt Wolfgang Bahmann, Sprecher der Geschäftsführung Chesapeake Deutschland Branded Packaging, führender Hersteller von Verpackungen aus Karton mit Schwerpunkt Süßwaren, Kosmetik, Gebrauchsgüter. Den industriellen Partnern aktiv Rechtssicherheit beim Einkauf von Faltschachteln zu vermitteln, ist ein besonderes Anliegen des Unternehmens, das sich ganz dem Motto „Liebe deine Verpackung wie dein Produkt" widmet. „Denn in Partnerschaft können die hohen Qualitätserwartungen noch besser erfüllt werden", betont Anja Kramer, Leiterin des Qualitätsmanagements von Chesapeake Deutschland, Branded Packaging.

Die Verordnung 2023 / 2006 legt die Regeln der Guten Herstellungspraxis für Verpackungshersteller und Inverkehrbringer fest. Mit dem neuen IFS-Verpackungsleitfaden (IFS: International Food Standard) steht jetzt innerhalb der Lieferkette ein pragmatisches Mittel zur Verfügung, die Eignung von Verpackungsmaterialien für den Kontakt mit Lebensmitteln zu überprüfen. Verpackungs- und Lebensmittelhersteller werden zur engen Zusammenarbeit aufgefordert. Aktuell wird der IFS Verpackungsleitfaden durch den FFI GMP-Leitfaden (FFI: Fachverband Faltschachtel Industrie, GMP: Good Manufacturing Practice) ergänzt. Chesapeake Deutschland, Branded Packaging nahm den IFS-Verpackungsleitfaden und die bevorstehende Veröffentlichung des FFI GMP-Leitfadens, der sich direkt an die Faltschachtelhersteller wendet, zum Anlass, einen zweiten Workshop zum Thema Sicherheit und Lebensmittelverpackungen zu veranstalten. Diesmal fand er im Deutschen Verpackungs-Museum in Heidelberg unter dem Motto „Produktsicherheit und Nachhaltigkeit bei Lebensmittelverpackungen" statt. Externe und interne Fachleute referierten zu vier hochaktuellen Themenkomplexen: GMP-Richtlinien für die Herstellung von Kartonverpackungen für die Lebensmittelindustrie, UV-Druck bei Lebensmittelverpackungen, Nachweis der lebensmittelrechtlichen Konformität sowie Umwelt und Nachhaltigkeit.

GMP-Standard für die Faltschachtelindustrie
Anja Kramer vom Chesapeake Deutschland Qualitätsmanagement zeigte gemeinsam mit Werkstudent Roland Meier, welche wichtige, moderierende Stellung der Packmittelhersteller in der Lieferkette einnimmt. Sie stellten vor, welche Aufgaben der Verpackungshersteller zu erfüllen hat und wie seine Situation innerhalb der GMP-Thematik aussieht. In welchem Gesetzesrahmen er agiert, machten sie deutlich. Sie führten den FFI GMP-Standard ein und fokussierten dabei, wie dieser die Lücke zwischen gesetzlichen Ansprüchen, Kundenanforderungen und praktischer Umsetzung von GMP schließt. Am Beispiel der täglichen Praxis mit allen Kontrollmechanismen zeigten sie, wie Good Manufacturing Praxis bei Chesapeake Deutschland aussieht.

Dass UV-Druck und Lebensmittelsicherheit durchaus miteinander vereinbar sind, unterstrich Referent Dr. Bernhard Fritz, Product Manager Sheetfed Systems, Hersteller von Druckfarben, Sun Chemical. Migrationsarme UV-Druckfarben aus dem Hause Sun Chemical „bilden den State of the art", sagt Dr. Fritz. Weiter ins Detail führte Dr. Jutta Richter, Technische Leiterin von Weilburger Graphics und zeigte, dass beim Thema UV-Lacke für Lebensmittelverpackungen „alles im grünen Bereich" und damit sicher sein kann. Wichtigste Voraussetzungen seien der Informationsfluss innerhalb der Lieferkette (Um welches Lebensmittel handelt es sich? Wie soll die Verpackung aufgebaut sein?) sowie übersichtliche, nachverfolgbare Herstellungsprozesse. Dr. Ralph Derra, Geschäftsführer der ISEGA Forschungs- und Untersuchungsgesellschaft stellte analytische Methoden zur Konformitätsprüfung von UV-bedruckten Verpackungen vor. Zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit präsentierte Eva von Falkenstein vom ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg, was man mittels Werkzeugen wie Ökobilanz und Product Carbon Footprint aussagen kann und wie diese auf die Karton- und Faltschachtelindustrie anwendbar sind.

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Chesapeake Deutschland mit Hauptsitz in Stuttgart ist ein innovatives, mittelständisches Unternehmen der Verpackungsindustrie mit vier Standorten in Deutschland. Es stellt hochwertige Verkaufsverpackungen aus Karton her - Schwerpunkt Süßwaren, Kosmetik, Gebrauchsgüter, Tabak?waren. Über eine besondere Kompetenz verfügt Chesapeake bei der Herstellung von Faltschachteln für die Süßwarenindustrie. Auf diesen Bereich, in dem das Unternehmen Marktführer in Deutschland ist, entfallen über 60 Prozent der Umsätze. Für die führenden Süßwarenhersteller und Konfiserien entwickelt Chesapeake seit Jahren individuelle Verpackungslösungen, die Akzente setzen: im Design, in der Verarbeitungs- und Veredelungstechnologie, im Preis und in der Umweltverträglichkeit.

Was muss man über Sicherheit und den Einkauf von Faltschachteln wissen?
Wege zur Rechtssicherheit bei der Materialauswahl und dem Einkauf von Faltschachteln: 5 Hinweise für mehr Sicherheit von Chesapeake Deutschland, Branded Packaging:
Lebensmittelhersteller sollten sich Beratung durch ihren Verpackungshersteller und im Falle von Karton durch ihren Faltschachtelhersteller holen. Denn dieser verlangt von seinen Lieferanten (Kartonproduzenten, Druckfarben- und Lackhersteller, Folienhersteller, Klebstoffhersteller) Unterlagen über die lebensmittelrechtliche Konformität ihrer Materialien. Konformität bedeutet in diesem Falle die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben bezüglich GMP und dem No-Migration Prinzip. So wird die Lieferkette transparent. Auf der Basis von Informationen der Materialhersteller nimmt der Faltschachtelhersteller eigene Risikoanalysen vor. Vorhersehbare Wechselwirkungen zwischen Verpackung und Lebensmittel, die zu Geschmacks- und Geruchsabweichungen oder Migration in das Lebensmittel führen würden, können so innerhalb der Lieferkette direkt angegangen werden.

Zertifizierungen nach Hygiene-Management-Standards, wie zum Beispiel BRC/IOP, zeigen die offensive Auseinandersetzung mit dem Thema Produktsicherheit an.
Bereits vor der Verpackungsentwicklung müssen Überlegungen über Migration greifen. Druck darf nicht mit dem Lebensmittel in Berührung kommen. Wie sieht es mit dem Innendruck aus? Welche Materialien sollen eingesetzt werden?
Der Lebensmittelhersteller sollte sich vor Ort bei seinem liefernden Verpackungsproduzenten über die Betriebshygiene, die Personalhygiene und Produktionshygiene informieren und sich selbst ein Bild davon machen.
Eine vertrauensvolle Kommunikation aller beteiligten Partner vom Entwicklungsstadium einer Verpackung bis zur Produktion bietet die Voraussetzung für sicherere Verpackungen.

 

Über die Firma
Chesapeake Stuttgart GmbH
Stuttgart
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