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Personality

The land of the free

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„Ich bin ein großer Amerika-Fan", bekennt er. „Als Kind bin ich mit meinen Eltern oft dorthin gereist und konnte viel von dem Land sehen. Als Austauschschüler habe ich mein Abitur an einer Highschool gemacht. Mich fasziniert die abwechslungsreiche Landschaft, die vom Arktischen Ozean bis zum Golf von Mexiko und von den Küsten des Pazifiks bis zur Küste des Atlantiks reicht. Auch die Menschen schätze ich sehr. So unterschiedlich die verschiedenen Regionen und die Menschen die dort leben auch sind, in der Regel sind sie immer offen und kommunikativ."

Nach dem er ein internationales Studienprogramm für Betriebswirtschaftslehre in London und Reutlingen absolviert hat, ist Dreyer seit 1998 in mehreren nationalen und internationalen Funktionen für das Heidelberger Unternehmen aktiv. Angefangen hat er als interner Berater und war unter anderem als Assistent des Vertriebsvorstands und später des CEO tätig. Einen Teil seiner beruflichen Laufbahn verbrachte Dreyer in Amerika. Er war drei Jahre lang verantwortlich für die Projektplanung und Steuerung der Entwicklung von Rollendruckmaschinen in Durham, New Hampshire. „Das passte natürlich gut zusammen. Meine Frau und ich wohnten nah an der Atlantikküste ca. eine Autostunde von Boston und den White Mountains entfernt und verbrachten dort eine wunderschöne Zeit", erinnert sich Dreyer.
Boston gilt als die Metropole der Neuengland-Staaten Connecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island und Vermont. Landschaft und Bewohner Neuenglands erfüllen alle touristischen Klischees und Sehgewohnheiten aus Hollywoodfilmen. Die Orte sind oft ländlich geprägt, die Nebenstraßen führen über überdachte Holzbrücken und es gibt scheinbar endlose Wälder. Ganz so, wie John Irving und Stephen King die Gegend in vielen ihrer Romane beschreiben.

Leidenschaftlicher Rennradfahrer
„Die Landschaft von New Hampshire und Maine ist einfach traumhaft. Auf einem Tandemrennrad haben meine Frau und ich viele Touren unternommen", sagt Dreyer. So konnte er seiner zweiten Leidenschaft Rennradfahren nachgehen. Schon als Jugendlicher hat Dreyer Touren auf dem Rennrad unternommen. „Zusammen mit einem Freund bin ich einmal von Süddeutschland bis in die Provence und durch die Alpen zurück geradelt", sagt Dreyer. „Das Rennradfahren macht mir immer noch viel Spaß. Aber durch meinen Job und meine drei kleinen Kinder komme ich kaum noch dazu, denn mit ihnen verbringe ich meine Freizeit am liebsten. Dadurch, dass ich in Heidelberg wohne und arbeite, schaffe ich es immerhin, jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, egal, ob es regnet oder schneit."

Fragen an Daniel Dreyer
Wer oder was hat Ihr Interesse an der Verpackung geweckt?

Vor meinem Einstieg bei der Heidelberger Druckmaschinen AG hatte ich beruflich zwar nur wenige Berührungspunkte mit der grafischen Industrie, aber das Thema Druck beziehungsweise Verpackungsdruck hat mich schon immer fasziniert. Den Eintritt in die Branche brachte ein Rundgang durch das Vorführzentrum von Heidelberg nach meinem Bewerbungsgespräch. Den Geruch der Farbe und die Geschwindigkeit und Präzision der Maschinen haben mich begeistert. In den zwölf Jahren bei Heidelberg habe ich mich mit vielen Facetten des Drucks beschäftigt, dem Flexodruck, dem Akzidenz-Rollendruck, der Weiterverarbeitung und nun bei Linoprint dem digitalen Inkjet-Druck für den Verpackungsbereich. Wenn man eine Zeit lang in der Industrie verbracht hat, konsumiert man Gedrucktes anders als vorher. Ein Beispiel: Seit meiner Zeit in der Weiterverarbeitung kann ich mir keine klebegebundene Zeitschrift mehr anschauen, ohne die Bindung zu überprüfen.

Welche verpackungstechnischen Leistungen bewundern Sie besonders?
Mir gefallen Verpackungen, die das Produkt in den Mittelpunkt stellen und nicht zum Selbstzweck dienen. Wenn eine Verpackung sich schlecht öffnen lässt, kann sie noch so innovativ oder einzigartig sein, dann hat sie aus meiner Sicht ihr Ziel verfehlt. Mich fasziniert auch der Stellenwert der Verpackung als Teil des Produktkonzepts bei Kosmetik-, Lifestyle- und Pharmaprodukten und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten.

Drei Dinge, auf die Sie prima verzichten können?
Rauchen, Fernseher, Fitness-Studio.

Wer oder was bewegt Sie nach Büroschluss am meisten?
Meine Frau und meine drei Kinder.

Welchen Missstand in Markt, Technik und Gesellschaft würden Sie am liebsten auf der Stelle ändern?
Dass Agrarrohstoffe Gegenstand von Finanzspekulationen sind und Kraftstoffe aus Lebensmitteln hergestellt werden, obwohl ca. eine Milliarde Menschen weltweit hungern müssen.

Ein Buch, eine CD, ein Film: Was mögen Sie nicht missen?
Buch: „Die Brüder Karamasow" von Fjodor Dostojewski.
CD: „Lament" von Ultravox.
Film: „Pulp Fiction" von Quentin Tarantino.

Im Autoradio höre ich am liebsten ...
... einen lokalen Sender und dass es auf meiner Strecke keine Staus gibt.

Mit ausreichend Geld würde ich sofort ein Bild/eine Skulptur kaufen von ...
Ich würde sie mir auch mit ausreichend Geld nicht kaufen, aber ich mag sehr gerne die Skulpturen von Alberto Giacometti.

Am liebsten das Bild/die Skulptur mit dem Titel ...
... „L'Homme qui marche I".

Sänger, Musiker, Schauspieler, Performer, Aufführungen oder Sportler: Wen möchten Sie noch unbedingt live erleben?
Elvis: Ok, das klappt wohl nicht mehr, aber gerne würde ich noch einmal Simon and Garfunkel erleben, oder auch die Dire Straits beziehungsweise Marc Knopfler.

Sportler oder Sportarten, die Ihre besondere Aufmerksamkeit verdienen?
Rennradfahren.

Treiben Sie Sport zum Ausgleich?
Radfahren und Laufen/Wandern.

Und die gegenwärtige körperliche Verfassung ...
... ist prima!

Die geistige Verfassung ...
... ist konzentriert und entspannt zugleich.

Auf meinem Nachttisch liegt gerade das Buch mit dem Titel ...
... „Das Amt und die Vergangenheit: Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik".

Haben Sie ein Lebensmotto?
„Wer mit Bedacht handelt, erreicht, was er erstrebt."

Wenn ich umsiedeln müsste, dann nach...
... USA (im Nord-Osten wo wir beruflich schon drei schöne Jahre verbracht haben).

Drei Dinge, die ich noch unbedingt erledigen möchte...
... Meine Kinder gesund bis ins hohe Alter begleiten und in 20 Jahren Opa werden, die Pyramiden sehen.

Was glauben Sie, schätzen Ihre Kollegen besonders an Ihnen?
Meine freundliche Art, dass ich jederzeit erreichbar und entscheidungsfreudig bin, aber falsche Entscheidungen auch revidieren kann.

Und womit gehen Sie Ihren Kollegen besonders auf den Wecker?
Mit meinem guten Gedächtnis.

Besonders kreativ im Büro werde ich...
... am späteren Nachmittag. Das ist für mich die beste Zeit für kreative Arbeit.

Welche verpackungstechnische Denkrichtung sollte unbedingt weiter verfolgt werden?
Der hohe Wert der Verpackung als Element zur Produktsicherheit/-authentizität sowie die vollständige Integration aller anfallenden Druckprozesse innerhalb des Verpackungsprozesses.

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an Fehlentwicklungen bei der Verpackung denken?
Folienverschweißte Verpackungen, die sich nicht öffnen lassen, ohne den Inhalt zu beschädigen.

Welche Rolle ordnen Sie der Verpackung in der Wirtschaft zu?
Der Verpackungsdruck ist ein wichtiges Differenzierungselement und ein klares Wachstumssegment. Außerdem bieten Verpackungen noch vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten in Richtung Personalisierung, Just-in-time-Produktion und Produktsicherheit, die besonders für industrialisierte Märkte sehr interessant sind. Damit kann sich die Druckindustrie differenzieren und fit machen für die Zukunft.

 

Über die Firma
Heidelberger Druckmaschinen AG
Heidelberg
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