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„Die Globalität der Märkte widerspiegeln“

Die jüngste Mitteilung zeigt klar, wohin es für die Messe Düsseldorf geht. Mitte Februar kündigte die Messegesellschaft an, ihre Ausstellungen für die Themen Kunststoffe, Verpackung und Druck verstärkt in Richtung Südostasien auszubauen. Dazu wird sie ab 2012 die indonesischen Messen Indoplas, Indopack und Indoprint als Kooperationspartner unterstützen und als südostasiatische Businessplattformen ihrer jeweiligen Branchen weiterentwickeln.
Ein Geschäft, in dem Werner M. Dornscheidt ganz klar die Zukunft der Messe sieht. „Wir unterstützen die Aussteller bei der Erschließung neuer Märkte. Dazu gehört auch, dass wir die Themen der Nummer-1-Messen ins Ausland transportieren", sagt der 55-Jährige. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen daher seine internationale Präsenz und Kooperationen mit ausländischen Partnern sukzessive ausgeweitet. Heute ist die Messe Düsseldorf in allen Wachstumsregionen der Welt vertreten, verfügt über 68 Auslandsvertretungen und damit über lokale Marktkompetenz in über 127 Ländern. Tendenz weiter steigend, denn Dornscheidt peilt ein jährliches Wachstum der Düsseldorfer Messegesellschaft von 4 bis 5 Prozent an, und zwar im In- wie im Ausland.

Qualitätsmerkmal Markt- und Kundennähe
Die Internationalität sieht er auch für die Inlandsmessen als maßgebliches Qualitätsmerkmal. „Auf den Messen müssen Aussteller wie Besucher die Globalität der Märkte widerspiegeln", so sein Credo. „Hier werden internationale Geschäfte gemacht und dafür muss die Plattform stimmen." Dass die Messe Düsseldorf dabei offenbar das richtige „Händchen" für die gefragten Themen hat - mit 23 Veranstaltungen sind mehr als die Hälfte der von ihr ausgerichteten Veranstaltungen Weltleitmessen - sieht Dornscheidt im engen Zusammenspiel mit der Industrie begründet. Für jede Messe arbeitet ein Ausschuss mit den wichtigsten Unternehmensvertretern der jeweiligen Branche Themen und Entwicklungsleitlinien aus. „Wir sind ganz nah an den Themen unserer Kunden und ihrer Märkte", betont Dornscheidt. „Wir können dadurch unsere Präsentationsformen und -orte eng an ihren Wünschen ausrichten. Das macht unseren Erfolg als „Innovationsbroker" der Aussteller aus."

Auf diese Weise werden nicht nur neue Länderregionen als künftige Plattformen ausgedeutet. Auch die thematische Weiterentwicklung sowie das Schaffen neuer Messen ist Ergebnis kontinuierlicher Marktanalyse und des Zusammenwirkens mit der Industrie. Ein Ergebnis ist beispielsweise die digi:media, die in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet. Sie ist die erste Messe, die sich ausschließlich mit dem Digitaldruck befasst und damit den Veränderungen im Druckmarkt Rechnung trägt, wie Dornscheidt schildert: „Dieser Bereich wird im Druckgeschäft immer bedeutender und braucht eine spezielle Präsentationsebene - außerhalb der drupa und entsprechend der schnelleren technologischen Entwicklung auch in einer Jahres- statt in einer Vier-Jahres-Frequenz."

Markt braucht Messen
Eine vom Ausstellungs- und Messe-Ausschuss AUMA in Auftrag gegebene Studie der Wirtschaftsberater von Deloitte belegt die Bedeutung für die deutschen Messegesellschaften, sich weiter zu internationalisieren und sich in den Wachstumsregionen zu etablieren. Da sich derzeit die Handelsströme innerhalb der großen Wirtschaftsräume NAFTA, EU und ASEAN verschieben, könnten sie sich so den Status kontinentaler Leitmessen erarbeiten. Die Bedeutung des Messegeschäfts bleibt demnach auch auf einem internationalisierten Messemarkt erhalten, insbesondere im Investitionsgütergeschäft. Denn, so Deloitte, komplexe Produkte brauchen den Face-to-Face-Austausch und die Messen als Wissensplattform der Branchen.
Gute Zukunftsaussichten also für die deutschen Messen allgemein und für die Messe Düsseldorf mit Zugpferden wie interpack, drupa und K im Speziellen. Dornscheidt sieht sich und sein Team im eingeschlagenen Weg bestätigt und das angestrebte Ziel in greifbarer Nähe: „2015 werden wir in der Entwicklung und Ausrichtung von Investitionsgütermessen weltweit die Nummer eins sein."

Nachgefragt

„Wir konzentrieren uns auf das, worin wir Experten sind"
Werner M. Dornscheidt

Über 40 Messen finden am Standort Düsseldorf statt, 23 davon sind Weltleitmessen, darunter auch die interpack, die drupa und die K. Was macht die Stärke der Messe Düsseldorf aus?
Im Sinne der Kunden sind mehrere Dinge notwendig: Internationalität, Branchenkenntnis, der Kontakt zur Industrie, die Nähe zu Ausstellern und Besuchern, natürlich auch ein gute funktionierendes Messegelände und ausgesprochen freundliches Personal. Der Wohlfühlcharakter ist entscheidend. Wenn die Leute sich bei uns und in der Stadt wohlfühlen, dann ist das einer der ganz wichtigen Punkte. So wird auch über die Teilnahme an Auslandsmessen entschieden.
Die Internationalisierung der Messe Düsseldorf geht konsequent voran.
Welche Strategie verfolgen Sie dabei?

Unsere Kunden bekommen vor Ort den Service, wie sie ihn aus dem Inland gewohnt sind. Sie können in die Märkte gehen, in denen es derzeit ganz stark nach vorne geht. Das sind zum Beispiel China, Indien und Russland. Langfristig möchten wir die Tochtergesellschaften, die wir jetzt im Ausland haben, halten und mit weiteren Kompetenzen stärken.
Was genau sind Ihre Aktivitäten in den von Ihnen genannten Märkten?
In Brasilien sind wir mit einigen Veranstaltungen auf dem Vormarsch. Sechs bis sieben sollen es werden, natürlich immer in dem uns traditionell angestammten Bereich der Investitionsgüterindustrie. In Indien haben wir eine sehr gute Verpackungsmaschinen-, eine Kunststoff- und eine Medizinmesse, die alle hervorragend laufen und die wir ausbauen können. Für den Druckmaschinenbereich planen wir eine Veranstaltung in den nächsten zwei Jahren. In Russland sind wir seit 1963 tätig, damals erste westliche Messegesellschaft überhaupt. Wir haben dort ein sehr gutes Netz aufgebaut und sind in Moskau führend mit unseren Veranstaltungen.
Wie geht es weiter für die Messe Düsseldorf auf den ausländischen Märkten? Laufen Sie nicht Gefahr, sich zu verzetteln?
In Ländern, wo es sehr gute Veranstaltungen oder Veranstalter gibt, treten wir nicht in Konkurrenz zu diesen. Wir gehen nicht in einen Markt, um einen Verdrängungswettbewerb aufzubauen. Das ist das eine. Das andere, was wichtig ist: Wir konzentrieren uns auf Veranstaltungen, für die wir Experten sind. Ich bin der Meinung, man muss das notwendige Wissen um Branchen und Märkte haben, um eine Veranstaltung als Business-Plattform erfolgreich zu gestalten.

Für Sie entscheidend
Messe Düsseldorf im Profil

über 40 Messen in Düsseldorf, darunter 23 Weltleitmessen

68 Auslandsvertretungen für 127 Länder

mehr als 60 Jahre Auslandsmesseerfahrung weltweit

rund 120 weltweite Veranstaltungen jährlich

durchschnittlich 27.000 Aussteller im Jahr, davon 55 Prozent aus dem Ausland

durchschnittlich 1,4 Millionen Fachbesucher im Jahr, davon 30 Prozent aus dem Ausland

auf Investitionsgütermessen nahezu 60 Prozent Auslandsanteil bei den Ausstellern und über 50 Prozent Auslandsanteil bei den Besuchern

Umsatz: 260 Mio. Euro (2010)

 

Über die Firma
Messe Düsseldorf GmbH
Düsseldorf
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