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Packende Lösungen

Das Unternehmen A&D ist fest in Familienhand. 1994 von den Geschäftsführern Franz Ahr und Franz Dehm gegründet - dadurch entstand auch der Name A&D - , ist das Unternehmen aus Weissensberg bei Lindau inzwischen auf 35 Mitarbeitern angewachsen und weltweit anerkannt als Spezialist im Sondermaschinenbau für Verpackungsanlagen. Die beiden Gründer haben über 30 Jahre Erfahrung im Bau von Tiefziehverpackungsmaschinen, die sie in das Unternehmen einbracht haben.

Maßstäbe für Wirtschaftlichkeit und höchste Ansprüche setzen
„Sondermaschinen deshalb, weil wir Anlagen liefern, die exakt den Kundenwünschen entsprechen. Unser technischer Vertrieb bearbeitet mit dem Kunden das Anforderungsprofil und bietet Lösungen an, die der Verpackungsaufgabe und den Spezifikationen der jeweiligen Branche gerecht werden" erklärt Holger Ahr, Assistant Manager bei A&D. Doch auch bei A&D wird nicht jede Maschine komplett neu entwickelt, sondern auf Konstruktionen und Softwaremodule zurückgegriffen, die sich vielfach bewährt haben.

Die Steuerung der Maschinenfunktionen und des Verpackungsprozesses erfolgt durch eine SPS-Steuerung S7-300. Der erforderliche Programmieraufwand für die Anpassung und Optimierung der Maschinen an die spezifischen Anforderungen sei nicht zu unterschätzen, weiß Ahr. Bis zu 200 Stunden Programmieraufwand sind keine Seltenheit. Wesentlich effizienter seien die eingesetzten Touch Screen Bedienterminals AGP3300-T und AGP3400-T von Pro-face zu handhaben. Sie werden mit dem Projektierungs-Tool GP-Pro EX konfiguriert. Ausschlaggebend für die Wahl der Terminals sind seinen Angaben zufolge der robuste Aufbau, die Vielzahl der vorhandenen Kommunikations-Schnittstellen und -Treiber, sowie die leistungsstarke, bedienerfreundliche Software GP-Pro EX.

„Die von A&D erarbeitete Bedienphilosophie bewährt sich bestens. Kunden loben die klare, intuitive Struktur der Bedienoberfläche. Die Anpassung an die unterschiedlichen Maschinentypen ist mit GP-Pro EX problemlos und schnell durchzuführen", berichtet Ahr. Die Einarbeitungszeiten neuer Mitarbeiter bei A&D seien so gering, dass man bis jetzt auf die von Pro-face angebotenen Seminare verzichten konnte.

Entwicklungsaufwand minimieren
Bereits seit 2002 setzt A&D die Touchpanels von Pro-face ein. GP-Pro EX ermöglicht die einfache Konvertierung älterer Projekte und die Anpassung an modernere Darstellung (z.B. 3D Parts und animierte Grafik). Die für die Vorgängerversionen der heutigen Terminals entwickelte Bediensoftware von A&D wurde mit GP-Pro EX auf die neuen Modelle der Serie AGP3000 portiert und weiterentwickelt. Muss heute ein älteres Terminal ausgetauscht werden, wird das gesamte Projekt konvertiert und durch ein Terminal der neuen Serie ersetzt. Auch unterschiedliche Bildschirmgrößen können eingesetzt werden. Die Konvertierung passt die Bildschirmmasken verlustfrei an die gewählte Bildschirmgröße und Auflösung an.

Dadurch lasse sich nicht nur der Entwicklungsaufwand minimieren, auch Lagerhaltungskosten werden reduziert und die hohe Verfügbarkeit (95-97 Prozent) der Anlagen garantiert.

Für die Konfiguration der Terminals stehen die standardmäßig vorhandenen Schnittstellen (Seriell, USB, Ethernet) zur Verfügung, die der Projektentwickler nach Bedarf auswählt. Die Kommunikation mit der externen SPS erfolgt über die von der SPS vorgegebene Schnittstelle, unterstützt durch die in GP-Pro EX auswählbaren Kommunikationstreiber. Diagnose und Ferndiagnose können über USB und Ethernet-Schnittstelle konfiguriert werden. Da die Anlagen international verkauft werden, sind die Projekte mehrsprachig erstellt. Über CSV-Dateien werden die Sprachmodule generiert und eingespielt. Die Sprachumschaltung in die jeweilige Landessprache erfolgt über das von A&D konfigurierte Bedienmenü. Der Anwender tippt auf die Flagge der gewünschten Landessprache und aktiviert dadurch das entsprechende Sprachmodul.

Zuverlässige Betreuung
Zur Sicherung der Investition garantiert A&D nach eigenem Bekunden eine zuverlässige Betreuung der Anlagen im Produktionsbetrieb sowie die Nachrüstung von Sonderausstattungen und die flexible Anpassung an veränderte Produktionsbedienungen. Die modulare Struktur der mit GP-Pro EX erstellten Bildschirmmasken unterstützt diese Firmenphilosophie hervorragend. Änderungen und Modifikationen sind schnell eingefügt und in die Anlage eingespielt. Je nach Vorgaben durch den Kunden erfolgt die Fernwartung über Modem oder Internet-Strukturen. Ein Feature der besonderen Art stellt die USB-Schnittstelle dar. Sie lässt sich so konfigurieren, dass sich beim Anschluss eines USB-Sticks ein Icon einblendet über das eine Bildschirmmaske aufgerufen wird, die Up- und Download von Projektdateien, System- und Fehlermeldungen ermöglicht. Diese bediensichere, einfach zu handhabende Funktion erlaubt nun den Datenaustausch per E-Mail weltweit. Die einzelnen Bedienebenen lassen sich durch das konfigurierbare Passwort-Management schützen.

Kompetente technische Beratung vor dem Verkauf, exakte Analyse des Kundenbedarfs, hohe Qualitätsstandards bei der Fertigung und leistungsstarke Automatisierungs-Komponenten garantieren den Anwendern höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit bei der Verpackung ihrer Produkte. „Preislich ist es schwer, mit dem asiatischen Wettbewerb zu konfigurieren, aber leistungsmäßig sind wir stark überlegen. Eine Maschine von uns kann mehrere vom Mitbewerber ersetzen, was einen enormen Kostenvorteil vor allem im Reinraumbereich bedeutet. Unsere Anlagen sind ihren Preis wert", so Holger Ahr.

Nachgehakt: Interview mit Holger Ahr, Assistant Manager bei A&D

Wir bauen keine Maschinen von der Stange"

neue verpackung: A&D stellt Tiefziehmaschinen, Füller, Käseschneider, Produktzuführungen, Siegelmaschinen, Tray Sealer sowie Schlauchbeutelmaschinen her. In welcher Branche haben Sie den größten Absatz?

Holger Ahr: A&D macht seinen größten Umsatz in der Medizintechnik gefolgt von der Lebensmittelindustrie und der Pharmasparte.

neue verpackung: Was verstehen Sie unter Sondermaschinenbau?

Holger Ahr: Sondermaschinenbau bedeutet für den Kunden, dass wir als A&D aus unserem umfangreichen Sortiment der Standardbaugruppen dem Kunden eine maßgeschneiderte Anlage zusammenstellen und auch die eine oder andere Neuentwicklung speziell für den Kunden einbauen.

neue verpackung: Mechatronik ist heute im Maschinenbau das große Schlagwort. Die Software ist wichtiger als die Hardware. Wie handhaben Sie das?

Holger Ahr: Mechatronik ist ein großes Thema für A&D, aber wir versuchen die Software auf einer einheitlichen Linie zu halten. Das Problem mit der Software ist, dass man sie verstehen muss. Mechanik wir auch noch in 20 Jahren gleich funktionieren, aber die Software kann dann keiner mehr öffnen und verstehen. A&D setzt Software da ein, wo Sie das Leben einfach macht. Ansonsten halten wir es mit dem Sprichwort „Etwas einfach zu machen kann ganz schön schwierig sein!"

neue verpackung: Maintenance ist ein weiteres Schlagwort. Was haben Sie dem Markt hier zu bieten?

Holger Ahr: A&D setzt auf Fernwartung über Internet oder Mobilfunk. Die Anlagen werden aber auch so konstruiert, dass der Kunde die Fehler selbst beheben kann. In Europa haben wir einen 24 Stunden vor Ort Service und einen 48?Stunden-Service weltweit. Jede Maschine wird durch einen Servicetechniker betreut. So gewährleisten wir, dass keine doppelte Fehlersuche stattfindet und wir immer einen persönlichen Kontakt mit unseren Kunden halten.

neue verpackung: Welche Trends sehen Sie in der Medizintechnik auf Verpackungsmaschinenbauer zukommen?
Welche im Lebensmittelsegment?

Holger Ahr: In der Medizintechnik sehen wir zwei Trends. Erstens: Immer kürzere Umrüstzeiten für Maschinen, weil die Chargen immer kleiner werden. Zweitens: Die Dokumentation und Qualifizierung der Anlage werden komplexer. Auch die Betriebsdatenerfassung wir ein großes Thema. In der Lebensmittelindustrie sehen wir den Trend, dass man sich über kurz oder lang auch an die Standards der Medizintechnik in punkto Qualifizierung annähern wird müssen.

neue verpackung: Worin unterscheidet sich das A&D-Angebot von den Verpackungsmaschinen von Wettbewerbern aus Asien?

Holger Ahr: Mit der Konkurrenz aus Asien wollen wir uns gar nicht vergleichen. A&D baut keine Maschinen von der Stange. Wenn der Kunden ein Pflichtenheft mit allen Anforderungen sauber vergleicht, fallen diese Maschinen durch das Raster oder sie kosten nicht so viel weniger wie eine in Europa gebaute Anlage. Bei Kunden die außerhalb von Europa und den USA sitzen, ist das schwieriger zu vermitteln, aber Made in Germany ist immer noch ein Argument.

 

Über die Firma
A&D Verpackungsmaschinenbau GmbH
Weißensberg
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