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Effiziente Käseverarbeitung

Arla setzt auf High-Speed-Linien von Alpma | Weißkäse in Salzlake ist sehr beliebt: Die Verbraucher genießen die Käsespezialität nicht nur im Salat, sondern auch als mediterrane Vorspeise oder warmen Snack. Die weltweit drittgrößte Molkereigenossenschaft Arla Foods amba fertigt diesen Leckerbissen an ihrem dänischen Standort Kruså. Seit Anfang 2010 setzt Arla beim Verpacken und Schneiden der Käsespezialität auf neue High-Speed-Linien der Alpma Alpenland Maschinenbau GmbH.

Der bayerische Systemanbieter für Käsereien setzte sich hier gegen zahlreiche Wettbewerber durch. Der Vorteil des neuen Systems: Die schnelle, sichere und präzise Verarbeitung führt zu einer höheren Produktausbeute.

Das Erfolgsrezept der Molkereigenossenschaft Arla, die auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblickt, lautet: „Der Natur ein Stück näher". Zwar entstand Arla in der heutigen Form erst im Jahr 2000 durch die Fusion der schwedischen Arla Gruppe mit dem dänischen Unternehmen MD Foods. Doch die Unternehmensanfänge liegen weiter zurück: Bereits 1881 wurde in Schweden die erste Genossenschaftsmeierei unter dem Namen „Arla Meieriförening" gegründet. 1915 entstand die erste Milchvereinigung der Landwirte. Anfang der siebziger Jahre kam schließlich die Idee auf, eine gemeinsame Gesellschaft zu gründen - mit dauerhaftem Erfolg. Heute halten mehr als 7.000 dänische und schwedische Landwirte Anteile an Arla. Weltweit beschäftigt die Gruppe über 16.000 Mitarbeiter und produziert in 13 Ländern. Die Produkte von Arla kennt man fast überall auf der Welt: Das Angebot reicht von Frischkäse über Schnitt- und Hartkäse bis hin zu Spezialitäten wie Weißkäse in Salzlake. Diesen Leckerbissen fertigt Arla in klassischer Brotform an ihrem dänischen Standort in Kruså - sowohl nach traditioneller Art als auch im Ultrafiltrationsverfahren (UF). Bis Ende 2009 setzte Arla dabei auf eine relativ einfache Schneidetechnik mit gewaltigen Nachteilen wie hohem Ausschuss und geringer Ausbeute.

Umfangreiche Tests auf der Pilotanlage
Grund genug für Arla Kruså, nach effizienteren Alternativen zu suchen. Die Anforderungen an das neue System waren entsprechend hoch: „Mit der neuen Anlage wollten wir unsere Effizienz erhöhen - sowohl in puncto Ausbeute als auch in der Leistung", schildert Kim Bøgh, Manager für Production, Technology and Development bei Arla Kruså, die Aufgabenstellung. „Zudem war uns wichtig, dass das System sämtliche Hygiene- und Sicherheitsvorschriften berücksichtigt und leicht zu bedienen ist."

Aus diesem Grund führte Arla Kruså ein umfassendes Auswahlverfahren durch. Die Wahl fiel letztlich auf die Lösung von Alpma, dem weltweit führenden Anbieter in den Geschäftsfeldern Käserei-, Schneide- und Verpackungstechnik. Um den Kunden von Alpma zu überzeugen, wurde eigens eine komplette Pilotanlage in Kruså installiert Ein klarer Vorteil, wie Mette Toft, Dairy Plant Manager bei Arla Kruså, bestätigt: „Die Installation gab den Ausschlag für unsere Entscheidung zugunsten von Alpma. Wir konnten uns eingehend mit der Maschine vertraut machen und ungestört den Betriebsablauf testen. Die Schneidelinie hat uns komplett überzeugt."

Intelligenter Schnitt für höhere Ausbeute
Das Besondere an der Lösung von Alpma: der genaue und schnelle Schnitt von fixgewichtigen Portionen. Ein Scanner erfasst dreidimensional die exakten Außenmaße des Blocks. Unter Berücksichtigung der Gewichtsdaten errechnet der eingesetzte Portionsschneider CUT 25/HS das gewünschte Portionsgewicht. Wird das Nenngewicht des Käsebrotes über- oder unterschritten, erfolgt automatisch ein so genannter Balance-Schnitt. Dieser wird gesondert ausgeschieden und weiterverarbeitet.

„Unsere Technologie erlaubt einen ganz präzisen, intelligenten Schnitt. Dies führt zu einer höheren Ausbeute bei geringstem Give-Away", erklärt Uwe Becher, Gebietsverkaufsleiter Schneide- und Verpackungstechnik bei Alpma.

Auch in puncto Leistung überzeugt die Schneidelinie: Der CUT 25/HS bringt bis zu 200 Portionen pro Minute an die nachgeschaltete Tiefziehmaschine. Zudem lassen sich nicht nur verschiedene Käsekonsistenzen, sondern auch unterschiedliche Fettstufen (von mager bis fett) produktschonend verarbeiten. Die Linie eignet sich für das Teilen von Portionsgewichten zwischen 150 und 300 Gramm.

Exaktes Einlegen in die Tiefziehmaschine
Neben der Schneidelinie hat Arla Kruså zugleich das Einlegesystem erneuert. Statt eines „Pick and Place"-Roboters kommt nun der Einlegeroboter ER 10/HS von Alpma zum Einsatz. Ein Vorteil, gerade auch wegen der weichen Konsistenz von Weißkäse: Beim Einsatz eines „Pick and Place"-Roboters wird jede Portion einzeln in die Tiefziehmaschine gelegt. Greift der Roboter diese unsachgemäß oder an der falschen Stelle, kann der Käse beschädigt werden. Dies führt zu Störungen im Betriebsablauf. Beim ER 10/HS dagegen werden die Käseportionen zunächst doppelspurig gruppiert und ausgerichtet. Anschließend legt der Einlegeroboter vollautomatisch 30 Käseportionen auf einen Schlag präzise und direkt in die Unterfolie der Tiefziehschalen. Um 200 Käseportionen zu verpacken, sind also keine 200 Einzelbewegungen mehr nötig, sondern nur noch knapp sieben. Das erhöht das Tempo und verringert Störungen und Ausfälle. Das System trägt dadurch maßgeblich zu einem reibungslosen Betriebsablauf bei.

Hohe Hygienestandards garantieren optimalen Korrosionsschutz
Für weniger Störungen sorgen zudem die hervorragenden hygienischen Eigenschaften der eingesetzten Schneide- und Verpackungstechnik von Alpma. Bei Weißkäse handelt es sich um ein hygienisch sehr anspruchsvolles Produkt. Feuchtigkeit und Reinigungsmittel greifen die in den Käsereien eingesetzten Materialien an. Dies führt schnell zu Rost, der den Betriebsablauf beeinträchtigen kann. Das mittelständische Familienunternehmen widmet diesem Punkt deshalb besondere Aufmerksamkeit: „Weltweit sind wir führend in puncto Hygiene", so Becher. „Wir achten darauf, dass sich unsere Maschinen schnell und einfach reinigen lassen. Dies garantiert eine höhere Hygiene."

Erfolg auf der ganzen Linie
Nicht nur die Anlagentechnologie, sondern auch die schnelle Installation und die kurzen Kommunikationswege haben Arla Kruså überzeugt. Eindeutiges Indiz hierfür: Direkt nach der Inbetriebnahme der Schneidelinie samt Einlegemaschine orderte die Molkereigenossen-schaft eine zweite, identische Linie. „Mit unserer Lösung haben wir voll und ganz die Kundenvorgaben erfüllt", freut sich Becher über den Erfolg. „Die Anlage erhöht die Effizienz von Arla Kruså - und mit ihrer hohen Leistung ist sie auf dem Markt bislang unerreicht."

In aller Kürze
Alpma Alpenland Maschinenbau GmbH

Die Alpma Alpenland Maschinenbau GmbH mit Sitz im bayrischen Rott am Inn ist ein mittelständisches Familienunternehmen. Das 1947 gegründete Unternehmen präsentiert sich heute als Weltmarktführer in den Geschäftsfeldern Käserei-, Schneide- und Verpackungstechnik. Gemeinsam mit der Niederlassung LTH Dresden, dem Spezialisten für Prozesstechnik, bietet Alpma komplette Systemlösungen für die Käseproduktion, von der Milch bis zur Verpackung, aus einer Hand an. Mit ca. 500 Mitarbeitern (davon 50 Auszubildende) an beiden Standorten deckt Alpma die gesamte Lieferkette von der Entwicklung bis zur Endmontage und Inbetriebnahme beim Kunden mit hochspezialisierten, erfahrenen und engagierten Mitarbeitern ab. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.alpma.de.

 

Über die Firma
ALPMA Alpenland Maschinenbau GmbH
Rott am Inn
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