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Technik

Prozesseffizienz bringt Marge

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Verpackungsdruck | Internationaler Wettbewerb, Preisdruck und steigende Rohstoffpreise - für diese Herausforderungen des Verpackungsdrucks hat die Druckerei Bauer GmbH in Pfedelbach bei Heilbronn die passende Antwort parat: Höhere Effizienz. Die Gesamtintegration der Produktion über den Druckerei-Workflow Prinect der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) von der Vorstufe über den Drucksaal bis zur Weiterverarbeitung ist dabei ein zentraler Lösungsansatz.

Gegründet als Buchdruckerei 1960, stieg das Unternehmen 1967 in den Bogenoffset und 1970 in die Faltschachtelproduktion ein. Seit rund zehn Jahren fertigt Bauer im Bogenoffset ausschließlich Faltschachteln, eine 2003 gegründete Digitaldrucksparte produziert vor allem Haftetiketten. Heute arbeiten 85 Mitarbeiter in dem Druckunternehmen, das rund 250 Millionen Faltschachteln pro Jahr produziert. Der Kartonverbrauch liegt bei etwa 5.000 Tonnen jährlich. Mit zuletzt 12,2 Millionen Euro Umsatz 2010 wächst das Familienunternehmen kontinuierlich weiter.

Zu den Kunden gehören Unternehmen aus den Branchen Pharma, Healthcare, Kosmetik, Chemie und Technologie. Trotz der breiten Aufstellung ist die aktuelle Marktentwicklung mit wachsender Konkurrenz und steigenden Rohstoffpreisen eine große Herausforderung. „Um am Markt bestehen zu können und langfristig rentabel zu bleiben, ist im aktuellen Marktumfeld nur eine Strategie erfolgversprechend: Wir müssen unsere Effizienz weiter steigern", so Geschäftsführer Eberhard Bauer. Zusammen mit Sohn Matthias Bauer startete Ende 2007 die Einführung des Druckerei-Workflows Prinect von Heidelberg mit dem Ziel, alle Produktionsbereiche in einem zentralen Workflowkonzept zu integrieren.

Davor standen im Zuge der Spezialisierung auf den Verpackungsdruck zunächst Investitionen im Drucksaal und der Weiterverarbeitung an, bei denen ebenfalls die Effizienzsteigerung im Mittelpunkt stand.

Investitionen in Druck und Weiterverarbeitung
Unterstützt wurde der Entscheidungsprozess für das am besten geeignete Equipment durch eine Analyse in Zusammenarbeit mit dem Consulting Team von Heidelberg. „Eine wachsende Zahl kleinauflagiger Jobs mit vielleicht nur 500 Bogen, aber auch industriell geprägte Aufträge in Millionenauflagen verlangen nach einer ebenso flexiblen wie hoch leistungsfähigen Maschinentechnologie", so Bauer senior. Zudem ging es darum, ein möglichst großes Spektrum an Kartonagen zwischen 250 und 500 Gramm abdecken zu können. Bedruckt wird hauptsächlich Frischfaserkarton, der Anteil von GD-Karton liegt dagegen bei rund 40 Prozent. Jobs mit Sonderfarben haben einen Anteil von rund 80 Prozent. Die Analyse der Unternehmensberater ergab, dass sich die Anforderungen durch je eine Speedmaster XL 105 Vier- bzw. Sechsfarbenmaschinen mit Dispersionslackwerk am rentabelsten erfüllen ließen.

Produktivitätssteigerung von 30 Prozent
Bei der Entscheidung für die beiden Maschinen - viele Standardjobs laufen mit 18.000 Bogen - spielte der Service eine sehr große Rolle. „Die Nähe zu Heidelberg garantiert uns, dass im Falle einer Reparatur Ersatzteile oder Monteure schnell vor Ort sind", so Bauer. „Präventive Serviceverträge wie Systemservice36plus oder der Heidelberg Partnerbrief stellen zudem unseren Anspruch sicher, die Verfügbarkeit der Maschinen ständig zu gewährleisten." Allein durch die hohe Maschinenleistung erreicht Bauer eine Produktivitätssteigerung von rund 30 Prozent. Die Sechsfarbenmaschine ist zudem mit dem Inline-Bogeninspektionssystem Prinect Inspection Control ausgestattet, um eine lückenlose Kontrolle und Dokumentation der gesamten Auflage zu gewährleisten. „Das automatisierte Frühwarnsystem bietet uns die größtmögliche Sicherheit auch bei maximaler Maschinengeschwindigkeit", so Bauer. Auch in der Weiterverarbeitung setzt Bauer auf Heidelberg mit drei Faltschachtelklebemaschinen des Typs Diana, mit der ein großes Spektrum an Faltschachteln produziert werden kann. Außerdem sind seit 2005 zwei Bogenstanzen Dymatrix 106 CS im Einsatz.

Prozessoptimierung durch Gesamtintegration mit Prinect
Die Einführung des Druckerei-Workflows Prinect startete 2007 mit dem Pressroom Manager im Drucksaal. Zwei Jahre später folgte der Postpressmanager und 2010 schließlich die Anbindung der Vorstufe über den Prepress Manager. „Mit der Anbindung an Prinect haben wir unsere Produktivität noch einmal deutlich erhöht, können Aufträge viel schneller erfassen, verkürzen die Rüstzeiten und sparen Makulatur ein", betont Matthias Bauer, der die Integration der Produktionsbereiche in den Workflow leitet. „Rund 20 Prozent mehr Aufträge können wir seither in der gleichen Zeit bearbeiten. Die Rüstzeiten der Druckmaschinen benötigt nur rund die Hälfte des Zeitaufwandes wie vor der Installation des Pressroom Managers", berichtet Bauer junior. Die direkte Anbindung der Faltschachtelklebemaschine Diana 94 Pro sorgt dafür, dass alle Aufträge nun direkt an der Maschinen geladen werden können - eine enorme Zeitersparnis beim Einrichten ist die Folge. Die beiden älteren Faltschachtelklebemaschinen sind über Data Terminals an Prinect angebunden. Sämtliche Betriebsdaten der Maschinen werden in den Workflow zurückgespielt und für die weitere Optimierung der Prozesse genutzt.

Überzeugt hat Bauer außerdem die in den Workflow Prinect integrierte Messtechnik. „Das Prinect Inspection Control in der Speedmaster XL Sechsfarbenmaschine erkennt und meldet sogar kleinste Druckfehler sofort. Besonders für den Druck von Pharmaverpackungen können wir damit eine sichere Produktion garantieren", erklärt Matthias Bauer. An das Qualitätsmess- und -regelsystem Prinect Image Control sind beide Druckmaschinen angebunden. Qualitätsparameter wie Tonwertzunahme oder Farbabweichungen sind so auf einen Blick erkennbar und können vom Drucker an der Maschine sofort nachgeregelt werden.

In der Vorstufe steht mit dem Prinect Prepress Manager unter anderem auch die auf Verpackungsdrucker zugeschnittene Software Signa Pack für das Ausschießen und die Bogenmontage zur Verfügung. „Hier ist die Anbindung der CAD-Software von Marbach noch ein Thema für die Zukunft", berichtet Bauer junior. „Insgesamt ist die Anbindung der Vorstufe für uns der komplexeste Teil der Gesamtintegration."

Die Prozessautomatisierung bei Bauer überzeugte auch die Jury der CIPPI Awards 2009, die das Unternehmen in den Kategorien „Bestes Kosten-Nutzen-Verhältnis" und „Größte Effizienzsteigerung und Verbesserung des Kundenservice" auszeichnete.

Seit 2003 produziert das Unternehmen Etiketten mit sehr kleinen Auflagen sozusagen just-in-time im Digitaldruck.. Auch der personalisierte Verpackungsdruck oder der Druck auf Kunststofffolie bis 70 Mikrometer gehört mittlerweile zum Geschäft. „Individualisierte Faltschachteln oder auch kleine Auflagen im Verpackungsdruck lassen sich schon jetzt im Digitaldruck produzieren."

Der Fokus für 2011 liegt auf weiteren Effizienzsteigerungen in allen Bereichen. „Nach umfassenden Investitionen in den letzten drei Jahren wollen wir dieses Jahr weitere Einsparmöglichkeiten in unseren internen Prozessen finden", sagt Eberhard Bauer. Die weitere Rüstzeitenverkürzung und die Optimierung des Materialflusses sind dabei ebenso ein Thema wie die Optimierung der Lagerhaltung, Einsparpotenziale im Einkauf oder die Senkung der Energiekosten. Ganz im Sinne des nachhaltigen Wirtschaftens engagiert sich das Unternehmen schon seit Jahren zusammen mit anderen Unternehmen in der Region und entwickelt dort beispielsweise Maßnahmen zum betrieblichen Umweltschutz oder zur Abfallvermeidung. Zudem ist im Unternehmen eine Wärmerückgewinnungsanlage installiert und die Druckproduktion erfolgt auf beiden Druckmaschinen völlig alkoholfrei. „Auch wenn die Verbreitung von FSC-Karton und CO2-Zertifikaten im Verpackungsdruck derzeit noch gering ist, sehen wir einen wachsenden Bedarf seitens unserer Kunden, Verpackungen nachhaltig produzieren zu lassen. Darauf sind wir schon heute gut vorbereitet."

Für Sie entscheidend
Heidelberg auf der interpack 2011

Zur interpack präsentiert Heidelberg ein umfassendes Angebot von Inkjet-Lösungen für die Verpackungsindustrie. Der Schwerpunkt ist das Angebot des Geschäftsbereichs Linoprint in Halle 11, Stand E31. Darüber hinaus präsentiert sich das Unternehmen im ‚Innovationparc Packaging‘ in der Sparte ‚Gesundheit und Wohlbefinden‘ in Halle 7 a, Stand 7 A B 11/C 30. „Der Inkjet-Druck gewinnt für die Verpackungsindustrie rasant an Bedeutung", so Stephan Plenz, Mitglied des Vorstands bei Heidelberg und verantwortlich für die Sparte Heidelberg Equipment. „Heidelberg hat neben seinem Angebot im Werbedruck und der dazugehörigen Weiterverarbeitung schon seit vielen Jahren konsequent in die Entwicklung der industriellen Inkjet-Technologie investiert. Auf der Interpack präsentiert das Unternehmen jetzt anspruchsvolle Inkjet-Lösungen für die Verpackungsindustrie, mit denen unsere Kunden bereits heute erfolgreich arbeiten."

 

Über die Firma
Heidelberger Druckmaschinen AG Print Media Academy
Heidelberg
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