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Pulver ist nicht gleich Pulver

Pulverabfüllmaschinen | Verpackungsgüter in pulvriger, blättriger, stückiger oder granulierter Form sind in Abfüllprozessen nicht einfach zu handhaben. Diese dann auch noch präzise und wiederholgenau zu dosieren und abzufüllen ist eine echte Herausforderung. Bei All-Fill in England verbinden sich jahrzehntelange Erfahrung und modernste Technologien zu optimal auf diese Prozesse abgestimmten Maschinen.

Die All-Fill-Gruppe mit Sitz in Sandy bei Bedfordshire, nördlich von London, und in Pennsylvania in den Vereinigten Staaten liefert über ein Netz von Vertretungen weltweit Hochleistungs-Pulverabfüllmaschinen und halbautomatische Schneckendosierer. Die Bandbreite des Portfolios reicht von Abfüllmaschinen für Feinstmengen in Laboratorien, Sack- und Eimerabfüllmaschinen über halbautomatische und vollautomatische Schneckendosiermaschinen bis zu vollautomatischen Hochgeschwindigkeits-Rundlaufabfüllmaschinen für Pulver und Granulate mit einer Geschwindigkeit von bis zu 400 Behältnissen pro Minute. Abgefüllt werden kann auf diesen Anlagen in Gläser, Dosen und Flaschen. Die Abfüllanlagen lassen sich zu einer kompletten Turn-key-Linie mit Flaschenausblasanlagen, Behälter-Depalettierer, Verwiegeeinheiten vor und nach dem Befüllen, Metalldetektierer, Verschließeinheit, Label- und Codiergeräten, Kartonverpackungsmaschinen und Palettierer ausbauen. Die Branchen der Kunden von All-Fill teilen sich zu je einem Drittel in die Bereiche Lebensmittel, Chemie und Pharma auf. Über 80 Prozent der Maschinen werden exportiert.

Besonderes Know-how bei Tonerpulver gefragt
Eine Spezialität des Unternehmens ist, neben den komplett gekapselten Pharmamaschinen, die Tonerabfüllmaschine. „Hier ist besonderes Know-how gefragt, da das Tonerpulver ganz eigene physikalische Eigenschaften hat. Unter bestimmten Umständen kann es sich wie eine Flüssigkeit verhalten und dann wieder wie Pulver", erklärt Mike Watts. Er ist seit knapp 20 Jahren der Managing Director von All-Fill in England und hat 30 Jahre Erfahrung mit Pulverabfüllmaschinen.

Das Prinzip einer vertikalen Schneckenabfüllmaschine ist eigentlich sehr einfach. Der Basis-Füllkopf besteht aus einem Trichter, der das zu dosierende Pulver enthält und eine Schnecke oder eine Schraube, die vertikal durch den Trichter dreht. Am Ende des Trichters ist ein Rohraustritt in dem sich die Dosiergängen der Schnecke befinden. Hier findet die eigentliche Dosierung statt. Dazu kommen noch der Schneckenantrieb und ein Rührmesser, das innerhalb des Trichters das Füllgut der Schnecke zuführt. Die Kunst besteht darin, diese Komponenten auf die unterschiedlichsten Abfüllgüter abzustimmen, denn Pulver ist nicht gleich Pulver. Vergleicht man beispielsweise das jeweilige Fließverhalten von Talkum, Salz und Instantkaffee, fallen sofort die unterschiedlichen Eigenschaften auf. „Wir führen für jedes Projekt Dosierversuche durch", sagt Watts. „Im Fokus stehen dabei Produktschonung, Ausbringung, Füllgenauigkeit und Staubfreiheit. Unsere Testschnecken für die verschiedensten Güter füllen mittlerweile viele, viele Regalmeter."

Rüstzeiten deutlich minimiert
Während sich die ursprünglichen Design-Prinzipien der ersten Dosiermaschinen in Bezug auf Robustheit, Zuverlässigkeit, Einfachheit der Bedienung und Wartung nur wenig seit ihrer Einführung verändert haben, sorgt der technologische Fortschritt mit Servo-Antrieben und Steuerungen mit Touchscreen für eine höhere Flexibilität und kürzere Umrüstzeiten.

„Bei unseren Rundläufermaschinen haben wir es mittlerweile durch ein neues Abfülltrichtersystem geschafft, die Rüstzeiten bei einem Formatwechsel auf deutlich unter 30 Minuten zu bringen," erläutert Watts die neueste Entwicklung im Hause.

All-Fill ist in Deutschland seit über 13 Jahren durch Bernt Binder, BBV in Aichtal, vertreten. Er ist auch der Ansprechpartner, wenn es um die kompletten Abfüll- und Verpackungslinien geht. „Zudem übernehmen wir mit eigenen Technikern den Afterservice für die deutschen Kunden," sagt Binder. „Service steht bei uns an erster Stelle."

Für Sie entscheidend
Pulver abfüllen mit Know-how

Das Herstellen von Pulverabfüllmaschinen erfordert ein spezielles Know-how. Jedes Füllgut, ob in pulvriger, blättriger, stückiger oder granulierter Form, braucht ein speziell abgestimmtes Förder- und Dosiersystem. Der Einsatz von Simulationsprogrammen ist an dieser Stelle nur beschränkt möglich. Erfahrung und viele Testreihen führen letztlich zu einer optimal auf das Produkt abgestimmten Maschine.

 

Über die Firma
BBVerpackungsmaschinen (BBV)
Aichtal
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