Packmittel

Einsatz migrationsarmer Farb- und Lacksysteme

Polyfoil-Tuben von Neopac: Mehr Schutz und regulatorische Sicherheit | Neben der Umweltverträglichkeit bewegt aktuell ein weiteres Thema die Verpackungswelt: Die mögliche Migration schädlicher Substanzen aus der Verpackung ins Produkt. Besonders problematisch ist Migration bei Nahrungsmitteln und Pharmazeutika, jedoch auch relevant für Kosmetika. Zwei große Fälle aus der Nahrungsmittelindustrie gerieten in den letzten Jahren in das Visier der Medien und Konsumentenschützer.

Im Jahr 2005 wurde der Photoinitiator ITX in Baby-Milchpulver von Nestlé und Milupa entdeckt. ITX wurde damals in UV-härtenden Farben und Lacken benutzt. 2009 erregten die Photoinitiatoren Benzophenon und 4-Methyl-Benophenon erstmals Aufsehen - sie migrierten von UV-härtenden Lack- und Farbschichten durch Müsli Verpackungen ins Produkt. Diese Präzedenzfälle haben die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) dazu bewegt, die Thematik von Migration und „Abklatsch", genauer unter die Lupe zu nehmen. Nationale sowie internationale Behörden sind aktiv geworden, neue Regelwerke sowie Empfehlungen der Farb- und Lackindustrie sind in Kraft getreten und werden mit wachsenden Kenntnissen von toxikologischen Studien laufend erweitert.

Aktuelle Gesetzgebung lückenhaft
Gegenwärtig gibt es keine eindeutige und vollständige international bindende Verordnung für UV härtende Druckfarben und Lacke, die indirekt in Kontakt mit Lebensmitteln stehen. Aus europäischer Sicht haben deshalb die Farbhersteller selbst einen Schritt nach vorne gewagt und eine Positivliste mit, aus Sicht der Farbenindustrie, erlaubten Substanzen zur Herstellung von UV härtenden Farben und Lacken erstellt. Diese Positivliste der EuPIA (European Printing Ink Association) enthält aber eine Vielzahl von Substanzen, zu welchen keine toxikologischen Studien vorhanden sind. Deshalb enthält die Liste auch keine spezifischen Migrationslimiten für die Substanzen, nach welcher geprüft werden könnte. Die bisher strengste verbindliche Vorschrift an UV härtende Farben und Lacke hat die Schweiz per 1. April 2010 erlassen: Die Verordnung des EDI über Bedarfsgegenstände (Swiss Ordinance) SR 817.023.21.

Nach Inkrafttreten war die SR 817.023.21 in der Europäischen Verpackungsindustrie zu Beginn sehr umstritten, weil anscheinend ca. 100 Substanzen in den beiden Positivlisten A und B fehlen, welche gemäß EuPIA toxikologisch erfasst sind und auch in die Schweizerische Verordnung übernommen werden sollten. Siehe dazu auch das Informationsschreiben Nr. 153 des BAG. Inzwischen gewinnt die „Swiss Ordinance" jedoch auch international an Bedeutung. Sie repräsentiert momentan das Höchstmaß an regulatorischen Anforderungen an UV härtende Farben und Lacke. Zumindest Teile dieser Verordnung könnten europaweit in naher Zukunft übernommen werden.

Als drittes international beachtetes Regelwerk gilt die Nestle Guidance für Nahrungsmittel-Verpackungstinten. Diese Industrieempfehlung beinhaltet sehr konkrete Positivlisten und z. T. auch Negativlisten für Substanzen, die in Farben und Lacken für Nahrungsmittelverpackungen verwendet werden. Sie deckt sich in den angegebenen Migrationslimiten weitestgehend mit der SR 817.023.21, ist aber weniger vollständig hinsichtlich der Anzahl gelisteter Substanzen.

Weil UV Farb- und Lacksysteme hauptsächlich im EU-Raum hergestellt werden, stehen momentan auch Farb- und Lacklieferanten vor einer großen Herausforderung. Die CH-konformen Systeme (SR 817.023.21) sind noch kaum verbreitet oder werden von den Lieferanten momentan selbst noch entwickelt und geprüft. Kurz gesagt: Trotz Empfehlungen der Industrie und ersten nationalen Verordnungen gibt es auf internationaler Ebene bis zum heutigen Tag noch keine verbindlichen Verordnungen für Lacke und Farben, an der sich ein Verpackungslieferant orientieren muss. Diese „Lücken" bewirken, dass potentiell fragliche Stoffkomponenten weiterhin ins Produkt migrieren können. Es ist daher die Pflicht eines Verpackungsherstellers, sämtliche bekannten Risiken auf ein absolut unvermeidbares Minimum einzugrenzen, ganz nach den eigentlichen GMP (Good Manufacturing Practice) Bestimmungen eines Herstellers.

Neopac bietet höchstmögliche regulatorische Sicherheit           

Als führender Packmittelhersteller und Zulieferer der Industrien Pharma, Kosmetik und Nahrungsmittel ist Neopac über diese Verordnungen bestens informiert und sich der großen Verantwortung als wichtiger Teil der Lieferkette bewusst. Neopac's einzigartige Polyfoil-Tuben, die speziell für Anwendungen der Pharmazie, Kosmetik und Nahrungsmittel entwickelt wurden, erfüllen alle erdenkliche Anforderungen im Zusammenhang mit regulatorischer Sicherheit zum Schutze des Konsumenten.

Polyfoil-Tuben verfügen über eine integrierte, dünne Aluminiumschicht. Diese Barriere liefert besten Schutz vor potentieller Migration von außenseitig aufgebrachten Druckfarben und Lacken. Zur Herstellung von Laminattuben werden im Markt normalerweise vorbedruckte Laminate eingesetzt. Neopac verwendet unbedrucktes Laminat und bedruckt die Tuben erst nachdem sie ihre endgültige Form erhalten haben. Dadurch wird der Kontakt oder Abklatsch von Druckfarben und -Lacken mit der Produkt berührenden Innenschicht vermieden - ein weiterer Vorteil der eigens entwickelten Technologie.

Nach Empfehlungen der PIJITF (Printing Ink Joint Industry Task Force) muss der Hersteller von Barriere-Verpackungen nicht zwingend migrationsarme Lacke und Farben einsetzen, sofern eine Kontamination durch Migration oder Abklatsch verhindert wird, was bei üblichen Polyethylen oder Laminattuben aber nicht ausgeschlossen werden kann.

Im Gegensatz zu Aluminiumtuben und -Flaschen, die in der zwingend nötigen Innenlackierung teilweise noch die äußerst problematische Substanz Bisphenol A aufweisen, kommen Polyfoil-Tuben an der Produktkontaktseite komplett ohne Lacke aus. Hier werden nur hochreine Kunststoffe in zertifizierter pharmazeutischer Qualität verwendet.

Proaktives und umsichtiges Handeln zeichnet Neopac seit jeher aus. Sämtliche eingesetzten Lacke stimmen bereits mit der Positivliste von EuPIA überein. Neopac hat mit seinen Farb- und Lackherstellern die Entwicklung von geeigneten Formulierungen initiiert und soweit vorangetrieben, dass auf Kundenwunsch erstmalig komplett migrations- und lösungsmittelarme Lacke und Farben auf Tubenverpackungen eingesetzt werden können. Neopac ist also auch gewappnet für den Fall, dass sich die internationale Gesetzgebung wie erwartet noch weiter verschärft.

Herstellern von Lebensmitteln, Pharma- und Kosmetikprodukten, die eine migrationsarme Schutzverpackung suchen, empfehlt Neopac deshalb die Polyfoil-Tuben als Alternative zu herkömmlichen Verpackungssystemen. Polyfoil-Tuben sind sicher, zuverlässig und speziell dafür ausgelegt, auch künftig die strengsten Vorschriften durch den Gesetzgeber problemlos zu erfüllen.

Gegenwärtig gibt es keine eindeutige und vollständige international bindende Verordnung für UV härtende Druckfarben und Lacke, die indirekt in Kontakt mit Lebensmitteln stehen.

Über Neopac
Tubenhersteller aus der Schweiz

Neopac, ein unabhängiges Familienunternehmen mit Sitz in der Schweiz, ist der führende Hersteller von Tuben für die pharmazeutische Industrie und verwandte Industriezweige. Die eigens entwickelten Polyfoil-Tuben von Neopac weisen zuverlässigen Schutz vor Licht, Feuchtigkeit, Sauerstoff, organischen und chemischen Stoffe auf. Mit ihrer nahtlosen Rundumbedruckung und hoher Rückstellkraft bestechen sie ästhetisch und haptisch. Die Tuben für die pharmazeutische Anwendung werden unter Reinraumbedingungen nach ISO 8 hergestellt, wobei eine Überwachung auf Partikel und Mikroben erfolgt, um so die Reinheit und Hygiene der Tuben zu garantieren. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.neopac.com .

 

Über die Firma
Hoffmann Neopac AG
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